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"Da geht was…"

1. FCKII - Eintracht Trier„Wir freuen uns alle wirklich sehr auf dieses Spiel. Nach dem guten Auftakt in der Regionalliga beim 2:0 in Kaiserslautern haben wir in dieser Woche erneut sehr konzentriert gearbeitet und auch versucht, weiter an unseren Schwächen zu arbeiten“, unterstreicht Roland Seitz, Cheftrainer des SV Eintracht Trier 05 vor dem DFB-Pokalspiel am Sonntag, 16 Uhr, gegen den Bundesligisten 1. FC Nürnberg.

Gut 5000 Tickets sind für die Partie bereits im Vorverkauf abgesetzt worden; Vorstandssprecher Ernst Wilhelmi hofft auf mindestens 7000 Zuschauer – vielleicht werden es aber auch ein paar mehr: „In den letzten Tagen habe ich viel Interesse und sogar ein Stück weit eine neue Begeisterung gespürt. Viele sind heiß auf dieses Spiel.“

Obwohl der SVE in den vergangenen Jahren in steter Regelmäßigkeit am DFB-Pokal teilgenommen hat und im Vorjahr dank der Erfolge über Hannover 96 (3:1) und Arminia Bielefeld (4:2 nach Verlängerung) sogar ins Achtelfinale einzog, wo der 1. FC Köln die Endstation war (0:3), ist der Pokal unverändert etwas ganz Besonderes im blau-schwarz-weißen Lager. „Wir sind froh und stolz darauf, gegen einen Traditionsklub wie den 1. FC Nürnberg im Rahmen eines Pflichtspiels antreten zu dürfen“, betont Ernst Wilhelmi, der auf ein „gutes Spiel und eine schöne Stimmung“ hofft. Möglichst lange will man dem „Club“ aus Franken Paroli bieten. Sollte es am Ende zu einer weiteren Sensation reichen, verspricht Wilhelmi schon jetzt, alles dafür zu tun, um den Realismus zu wahren: „Wir haben aus der Vergangenheit gelernt. Sollten wir gewinnen, wird hier keiner wie ein wild gewordenes Huhn durch die Gegend laufen und meinen, wir wären schon Meister…“

Cheftrainer Seitz lässt durchblicken, dass er mit der gleichen Formation auflaufen wird, die das Startspiel auf dem Lauterer „Betze“ letztlich souverän für sich entschieden hat – also auch wieder mit Tolgay Asma und Fabian Zittlau auf der offensiven und defensiven rechten Seite. Da sich der spanische Fußballverband trotz intensiver Bemühungen der Eintracht-Geschäftsstelle weiterhin nicht gerührt hat, fehlt unverändert die Spielberechtigung für Neuzugang Olivier Mvondo (spielte davor für den Drittligisten SD Compostella). Torwart André Poggenborg läuft nach seinem Anfang Juli erlittenen Zehenbruch wieder, muss aber wohl mindestens noch drei Wochen aussetzen. Solange ist Andreas Lengsfeld zwischen den Pfosten gesetzt. Der von der SpVgg Weiden gewechselte Schlussmann zählt zu denjenigen im SVE-Kader, die zum 1. FC Nürnberg eine besondere Beziehung haben. Schließlich wurde der 24-Jährige im oberpfälzischen Beratzhausen (auf halbem Weg zwischen Nürnberg und Regensburg geboren): „Viele meiner Kumpels sind Club-Fans, bei Greuther Fürth spielte ich in der Jugend. Klar, dass man sich da ganz besonders freut.“ Auch sein Teamkollege Stefan Kohler kann den Sonntag kaum noch erwarten: „Da geht was. Es ist ein Spiel der absolut besonderen Art. Ich bin mir sicher, dass die Nürnberger hier einen kleinen Hexenkessel erleben werden.“

Bei aller Vorfreude und Motivation, gegen den neunfachen Deutschen Meister von der Noris antreten zu dürfen – von einem Hype oder übermotivierten Handlungen sind Cheftrainer Seitz und seine Schützlinge weit entfernt: Getroffen wird sich wie zu jedem anderen Spiel auch anderthalb Stunden vor dem Anpfiff. Und auch das eventuell nötige Elfmeterschießen wurde nicht eigens geübt – Roland Seitz: „Wir versuchen alles. Wenn Nürnberg aber sein normales Leistungsvermögen abruft und der Drei-Klassen-Unterschied deutlich wird, hat es halt nicht sollen sein.“

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