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Vorstand bestätigt – Fanbeirat kommt

„Wir haben eine ausführliche und in aller Form konstruktive Sitzung mit ein paar guten Ergebnissen erlebt.“ Das sagte Vorstandsmitglied Harry Thiele gegen Ende der rund drei Stunden und 20 Minuten andauernden Jahreshauptversammlung des SV Eintracht Trier 05 am späten Montag Abend im Pentahotel.

Wichtigstes Ergebnis: Thiele und sein Vorstandskollege Roman Gottschalk wurden von der Mehrheit der anwesenden Mitglieder bestätigt; dem Antrag auf eine außerordentliche Neuwahl des SVE-Führungsgremiums stimmten 71 Personen zu, 113 votierten dagegen. Außerdem gab es eine Enthaltung.

Dass sich Anhänger des SVE in den vergangenen Monaten angesichts sportlicher Schwierigkeiten  und eines reduzierten Etats um ihren Verein gesorgt hatten, konnten Redner wie Aufsichtsratschef Frank Natus, der beruflich in Berlin weilende, aber per Videobotschaft präsente Oberbürgermeister Klaus Jensen und Alfons Jochem – beide ebenfalls im Aufsichtsrat vertreten – nur allzu gut nachvollziehen. Von besonderer Bedeutung seien aber der „gemeinsame Dialog“ (Jensen), „Konstruktivität und Kontinuität“ (Natus) und das „Einhalten von Formen des gegenseitigen Respekts“ (Jochem).

Einer der Anträge, der die entsprechende Mehrheit (67 Prozent und damit knapp über der notwendigen Zweidrittelmehrheit) bekam, war die satzungsmäßige Implementierung eines Fanbeirats. Dieser kann rechtlich zwar erst bei der kommenden Jahreshauptversammlung 2016 endgültig realisiert  werden, in der Übergangszeit werden indes auf Vorschlag von Vorstandsmitglied Thiele sieben Vertreter der Anhängerschaft einen Ausschuss bilden, der sich vier Mal im Jahr mit den Vereinsverantwortlichen trifft und als Sprachrohr der Fans fungieren soll.

Deutlich wurde auch in der Versammlung am Montag Abend noch einmal, was der SV Eintracht Trier 05 in Zukunft will. „Nach dem Ende der Saison 2013/14 haben wir feststellen müssen, dass ein Mitspielen um den Aufstieg in die Dritte Liga mit den uns gegebenen Mitteln nicht möglich ist“, blickte Roman Gottschalk noch einmal zurück. Eintracht Trier – das ist für ihn Kampf, Leidenschaft, regionale Verbundenheit. „Wir möchten ein Verein zum Anfassen sein“, stellte das Vorstandsmitglied klar.

Obwohl nicht zuletzt wegen abgesprungener Sponsoren gegenüber der vergangenen Saison der Etat für die erste Mannschaft von über einer Million auf nur noch 650.000 Euro gesenkt werden musste, nannte Gottschalk als mittelfristige Ziele, mit der ersten Mannschaft zu den Besten in der Regionalliga zählen zu wollen und mit der U19 und der U17 die jeweiligen Bundesligen ins Visier zu nehmen.

Angesichts knapper Kassen ist es umso schmerzlicher, dass der SVE immer wieder für das Fehlverhalten der eigenen „Fans“ und jener aus der Moselstadion-Gästekurve bluten muss. Nach Angaben von Harry Thiele sind so in den vergangenen Monaten 15.000 Euro an Strafgeldern – zum Beispiel für den „Pyro“-Einsatz – zusammen gekommen.

Positiv hob der für die Vereinsfinanzen zuständige Thiele hervor, dass es Geschäftsführer Jens Schug bereits jetzt gelungen sei, für die Saison 2015/16 ein Mehr an Sponsorengeldern in Höhe von 150.000 Euro zu erzielen.

Der neue sportliche Leiter Heiner Semar gab einen Überblick auf die Transferaktivitäten im Winter (drei Zugänge von außerhalb, vier aus U19 und U23 sowie fünf Abgänge) und betonte: „Unser vorrangiges Ziel ist es, dass wir uns vom 13. Platz lösen. Am besten fangen wir am Samstag in Freiburg in unserem ersten Spiel nach der Winterpause an zu punkten. 20 Punkte aus 14 Spielen sollten es noch sein, um den Klassenverbleib sicher in der Tasche zu haben. Ich persönlich hoffe sogar auf 22 bis 25…“

Einige langjährige Mitglieder wurden mit einer Vereinsnadel, Urkunde und einem Weinpräsent geehrt: Für 35 Jahre Alex Szatmarie, für 40 Jahre Alfons Jochem (Gregor Reichert, Oliver Fink und Ferdinand Bülow waren nicht vor Ort und erhalten die Ehrung später), für 65 Jahre der mit besonders lang anhaltendem Applaus bedachte SVE-Ehrenspielführer Klaus Müller – und für 40 Jahre Einsatz im Ehrenamt Albert Hamm.

Für seinen  riesengroßen Einsatz in achteinhalb Jahren im Vorstand erhielt der im November zurück getretene Ernst Wilhelmi zudem eine Reise für zwei Personen zu einem Premier-League-Heimspiel des FC Chelsea.

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