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U19: Favoriten gekitzelt, Sympathien dazu gewonnen

Unterm Strich war es eine klare Sache – trotzdem konnte die U19 des SV Eintracht Trier 05 den Moselstadion-Rasen nach dem Achtelfinalspiel im DFB-Junioren-Vereinspokal am Sonntag Mittag erhobenen Hauptes verlassen: In der ersten Hälfte hatte der Südwest-Regionalligist gegen den klassenhöheren Nord/Nordost-Bundesligisten mehrfach die Chance zur Führung, musste aber dann wie aus dem Nichts das 0:1 hinnehmen. Kurz nach dem Seitenwechsel zog der Zweitliga-Nachwuchs vom Kiez davon. Am Ende hieß es 0:5.

Trier. „Das war Werbung für die Jugendabteilung unseres Vereins. Wie sich die Jungs hier verkauft haben, war trotz des im Endeffekt hohen Ergebnisses aller Ehren wert.“ So wie Roman Gottschalk, Jugendvorstand des SV Eintracht Trier 05, hatte viele der 310 zahlenden Zuschauer das Geschehen am Sonntag Vormittag im Moselstadion gesehen.

Gerade Eintracht-Angreifer Luca Sasso-Sant brachte die St. Paulianer in der Anfangsphase mehrfach gehörig ins Schwitzen: In der dritten Minute steckte er den Ball auf Daniel Kurz durch, der scheiterte aber am stark parierenden Gästekeeper Sebastian Kalk. Wenig später wurde Philipp Grundmann im Strafraum der Hamburger im letzten Moment von FC-Verteidiger Tm-Julian Pahl abgedrängt (8.). Und weiter ging es mit dicken Trierer Chancen. In der 18. Minute fand Sasso-Sant aus kürzester Entfernung seinen Meister in Schlussmann Kalk, im Nachsetzen verpasste auch Kurz die zu diesem Zeitpunkt hoch verdiente Führung des SVE.

St. Pauli hatte zwar ein Mehr an Ballbesitz, fand aber zunächst keine Mittel gegen die sehr konzentriert verteidigenden und dann immer wieder schnell umschaltenden Blau-Schwarz-Weißen.

Umso überraschender das 0:1 in der 34. Minute. Einen Stellungsfehler in der Hintermannschaft des SVE nutzte Maurice Litka eiskalt mit einem Schuss ins kurze Eck aus. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff des Unparteiischen Niklas Dardenne aus Nettersheim hätte ein Geniestreich von Sasso-Sant fast den Ausgleich bedeutet – sein Lupfer von der Mittellinie aus ging um Haaresbreite übers Tor der „Boys in Brown“, wie der Nachwuchs des Kultklubs aus der Hansestadt genannt wird.

„Mit der ersten Halbzeit war ich sehr, sehr zufrieden. Wie meine Jungs sagittarius love horoscope sign is very lucky and with such luckiness he quickly recovers from the strokes of misfortune. sich hier taktisch verhalten haben, war klasse. Leider haben wir dann die Ordnung zu Beginn des zweiten Durchgangs verloren. Das wiederum hat St. Pauli eiskalt ausgenutzt“, sagte SVE-Trainer Jörg Kröschel hinterher in seiner Analyse.  Sein Pendant auf Seiten der Gäste, der frühere St. Paulianer und Nürnberger Profi Joachim Philippkowski räumte ein, dass „wir in der ersten Halbzeit einiges an Glück und einen guten Torwart brauchten, um nicht auf die Verliererstraße zu geraten. Später hat sich unsere Qualität dann durchgesetzt“.

Gerade einmal 30 Sekunden waren in der zweiten Hälfte absolviert, als Gillian Tmothy Jurcher von rechts flankte und in der Mitte den U18-Nationalspieler Nico Empen fand. Dieser drückte den Ball aus zwei Metern über die Linie (46.). Vier Minuten später bekam die Trierer Hintermannschaft den Ball nicht weg – Empen bedankte ich und lochte zum 0:3 ein. Es kam noch dicker für den Eintracht-Nachwuchs. In der 53. Minute tankte sich Marcell Sobotta durch und machte das 0:4.

Von diesem Schock musste sich die Elf von Coach Kröschel erst einmal erholen. Dass St. Pauli nicht frühzeitig zum 0:5 kam, hatte man nicht zuletzt dem mehrfach sehr gut reagierenden Torwart Marlon Beckinger zu verdanken. Den Schlusspunkt setzte Francis Onwuzu in der 85. Minute. Zu diesem Zeitpunkt waren die Hamburger nur noch zu zehnt: Nach einem Schlag gegen Dominik Güth hatte Dennis Rosin die rote Karte gesehen (77.).

„Eine vergleichbare Situation gab es schon in der ersten Hälfte. Auch hier hätte man rot zeigen können, ja müssen. Wer weiß, wie es dann gelaufen wäre. Festzuhalten bleibt, dass sich unsere U19 hier gut aus der Affäre gezogen hat und sich auch einmal einem breiteren Publikum präsentieren konnte. Vielleicht kommt der eine oder andere ja auch zu einem Regionalliga-Heimspiel“, bilanzierte Arno Kömen vom SVE-Kompetenzteam Jugend.

Die nächste Gelegenheit, die A-Junioren der Eintracht in Augenschein zu nehmen, gibt es am kommenden Sonntag, 13 Uhr, wenn der FSV Offenbach/Queich auf dem Moselstadiongelände zu Gast ist.

Statistik:

Aufstellung Eintracht:

Beckinger – Güth (81. Intorre), Grundmann, Irsch, Boesen (74. Prebreza) – Habscheid (68. Eichhorn), Hermandung, Jost, Masselter – Kurz (75. Roberts), Sasso-Sant.

FC St. Pauli: Kalk – Onwuzu, Koglin, Pahl (59. Oshoffa), Thees – Sobotta (72. Keßner), Rosin, Schilling, Litka – Jurcher (62. Pinarlik), Empen.

Schiedsrichter: Niklas Dardenne (Nettersheim)

Zuschauer: 310 Zahlende (ohne Kinder und Jugendliche, die bis einschließlich 14 Jahren eintrittfrei waren)

Tore: 0:1 Litka (34.), 0:2, 0:3 Empen (46., 50.), 0:4 Sobotta (53.), 0:5 Onwuzu (85.).

Besonderes Vorkommnis: Rote Karte gegen Dennis Rosin (FC St. Pauli, Tätlichkeit, 77.).

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