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Die Hoffnung auf ein ausverkauftes Haus – und die Sensation

Die Geißböcke kommen ins Moselstadion! Das Ergebnis der DFB-Pokal-Auslosung hat im Lager des SV Eintracht Trier 05 große Begeisterung ausgelöst. Glücksfee Nia Künzer bescherte den Blau-Schwarz-Weißen ein Heimspiel gegen den Traditionsklub vom Rhein, der in seiner Vereinsgeschichte drei Mal Deutscher Meister und vier Mal DFB-Pokalsieger wurde und aktuell in der Zweiten Bundesliga an den Start geht – nach dem Bundesligaabstieg 2012 schloss der FC die abgelaufene Saison auf dem fünften Platz ab. Zur neuen Spielzeit, die für die Zweite Liga bereits ab dem 19. Juli beginnt, wurde inzwischen der Österreicher Peter Stöger als Nachfolger des zurück getretenen Holger Stanislawski verpflichtet.

 

Wenn es Anfang August (Termin zwischen dem 2. und 5. August; exakte Festlegung des Anstoßzeitpunktes dürfte in den nächsten Tagen erfolgen) um den Einzug in die zweite Runde geht, hat der FC bereits zwei Pflichtspiele absolviert. Der SVE wird dann eine Meisterschaftspartie in der Regionalliga Südwest (Start: 26.-28. Juli) bestritten haben.

„Es wird eines der ersten Spiele vom neuen Trainer Peter Stöger sein. Solch eine Konstellation ist immer sehr interessant. Der 1. FC Köln hat darüber hinaus auch bei uns sehr viele Fans. Neben den Top-Klubs der Bundesliga war es das attraktivste Los, das wir bekommen konnten. Wir sind sehr zufrieden und hoffen natürlich auf die Sensation“, sagt Eintracht-Vorstandssprecher Ernst Wilhelmi zum Erstrundengegner. Geschäftsführer Dirk Jacobs ergänzt: „Eine tolle Sache. Das Moselstadion wird zumindest sehr gut gefüllt sein – und sportlich werden wir sehen, was machbar ist…“

Zunächst werden mit dem 1. FC Köln die Ticketpreise abgestimmt. Informationen über den Kartenvorverkauf folgen anschließend. „Vorherige Bestellungen von Tickets sind zwecklos. Ein Vorkaufsrecht haben aber in jedem Fall unsere Mitglieder und Dauerkartenbesitzer“, lässt Jacobs durchblicken.

Eintracht Trier gegen den 1. FC Köln: Diese Partie gab es vor nicht allzu langer Zeit schon einmal im DFB-Pokal. Am 27. Oktober 2009 empfing der SVE nach  Coups über Hannover 96 (3:1) und Arminia Bielefeld (4:2 nach Verlängerung) vor 10.800 Zuschauern im Moselstadion. Mit 3:0 setzte sich der damalige Bundesligist dank der Treffer von Novakovic, Mohamad und Maniche durch. Bessere Erinnerungen hat man im blau-schwarz-weißen Lager an die gemeinsame Zweitligazeit. Hier ist die SVE-Bilanz positiv. In der Saison 2002/03 verlor man zunächst im Moselstadion mit 2:3, revanchierte sich dann aber mit einem 3:1 in Köln. 2004/05 gab es zunächst eine Nullnummer an der Mosel, am Rhein siegte der SVE erneut, diesmal mit 2:1.

Der neue FC-Cheftrainer Peter Stöger freut sich auf sein erstes Spiel im DFB-Pokal. Auf der Website des FC wird er wie folgt zitiert: „Trier ist ein attraktives Los. Den Klub und die Stadt kenne ich auch als Österreicher. Sicher werden uns viele Fans dorthin begleiten und ein stimmungsvolles Spiel im Moselstadion erleben.“ Trier hat als Pokalschreck durchaus Tradition, so dass der FC trotz seiner Favoritenrolle gewarnt sein wird. Daher betont Stöger: „Wir werden die Eintracht sicher nicht unterschätzen.“

Eintracht-Mittelfeldspieler Christoph Anton ist hoch erfreut über „eines der attraktivsten Lose aus der Zweiten Bundesliga. Ich hoffe auf ein ausverkauftes Moselstadion und einen richtigen Pokalkrimi.“

Sein Teamkollege Torge Hollmann hofft auf „ein richtiges Highlight“. Der Innenverteidiger zog sich im Finale um den Bitburger-Rheinlandpokal Ende Mai in Salmrohr (4:0) eine Knieverletzung zu (Teilruptur am vorderen Kreuzband, eine Ruptur des Innenbandes und einen Riss des Außenmeniskus ), ob er Anfang August dabei sein kann, ist noch offen. „Da lohnt es sich für jeden einzelnen erst recht, sich in der Vorbereitung zu quälen. Bei mir selbst wird es wohl eher nicht klappen, auch, wenn die Genesung optimal verlaufen sollte.“

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