powered by deepgrey

Verrückte Liga

Bei lausigem Wind, aber ansonsten idealem Fußballwetter, gelang unserem Team gegen die hoch gehandelte Mannschaft aus Zweibrücken ein beachtlicher Auswärtserfolg. Trotzdem ist das Thema Abstiegskampf für die Mannen um Frank Thieltges und Berni Weis noch nicht endgültig abgehakt.
Die Partie beginnt optimal für Trier. Schon in der dritten Spielminute steht Jan Brandscheid alleine vorm Gästetorhüter. Noch einfacher erscheint es dem Zuschauer, als derselbe Spieler in der 8. Minute nach schönem Pass von Erwin Bradasch, im Duell mit Torwart Hodel abermals den Kürzeren zieht. Trotz dieser ausgelassenen Chancen bestimmt Trier anfangs das Spiel. Aber auch Zweibrücken hat seine Chancen. So in der 26. Minute, als ein Angreifer über links durchbricht und einen schönen Querpass in die Mitte spielt, der aber an Freund und Feind vorbei ins Seitenaus drudelt. Ereignisarm enden die ersten 45 Minuten mit einem gerechten Remis.
Nach der Pause versuchen die Gäste mit ruhigem Spiel aus der Abwehr den Elan der Gäste zu bremsen. Immer wieder ergeben sich Chancen durch tiefe Pässe aus dem Mittelfeld. In der 59. Minute spielt Erwin Bradasch wiederum einen dieser tödlichen Pässe auf Julian Bidon, der nicht lange fackelt und das Leder am Torwart vorbei ins lange Eck zirkelt.
Trainer Rubeck setzt nun alles auf eine Karte. Er löst den Abwehrverband auf und beordert den kantigen Sebastian Reich in die Mittelstürmerposition. Doch die mittlerweile routinierten Moselaner lassen sich nicht beirren. Gewohnt souverän ziehen sie ihr geduldiges „Kontaktespiel“ durch. Lediglich einige merkwürdige Schiedsrichterentscheidungen bringen unnötige Hektik in den Spielverlauf. Die Abwehr steht indessen sicher mit der stabilen Innenverteidigung Kühne/Becker und man hat nie das Gefühl, dass noch etwas anbrennen könnte. Zu simpel sind die Angriffsaktionen der Pfälzer angelegt. In der 84. Minute dann die Entscheidung: Jan Brandscheid spielt einen wunderschönen öffnenden Pass auf Julian Bidon, den dieser wiederum ins lange Torwarteck vollenden kann.
Das Sahnehäubchen auf diesen gerechten Sieg der Porta-Jungs hätte allerdings ein anderer setzen können. Nach langer Verletzungspause wird Fabian Mohsmann in der 88. Minute eingewechselt, nimmt aus 25 Metern Maß und drischt die Kugel um Zentimeter am linken oberen Tordreieck vorbei.
Wie wichtig der Sieg war, zeigt der Blick auf die Ergebnisse des Spieltages: In dieser verrückten Oberligasaison scheint alles möglich. Trotz ihrer einmaligen Siegesserie sind die Eintracht-Kicker noch nicht gerettet. Beim Spiel am kommenden Mittwoch gegen Bad Breisig wäre allerdings ein Sieg schon die halbe Miete im Kampf um den Ligaerhalt.
Mannschaftsaufstellung:
Tor: Andreas Lengsfeld
Abwehr: Pascal Orth (79.Xavier-A. Fonts), Johannes Kühne, Christoph Eifel,
Jon Becker
Mittelfeld: Florian Heck, Max Bachl-Staudinger, Sebastian Ting (66.Daniel Petersch),
Erwin Bradasch
Angriff: Jan Brandscheid, (88.Fabian Mohsmann), Julian Bidon

Kader: Nicolas Bach(ET) Besart Aliu

Statistik zum Spiel:
Torfolge: 0:1 59. Min. Bidon
0:2 84. Min. Bidon

Schiedsrichter: Deyerling (L´hafen)
Zuschauer: 100

Leave a Reply

[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]