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Souveräner 7:0-Erfolg gegen SV Krettnach

„Unterm Strich bin ich zufrieden. Wir haben gut begonnen. Der Flutlicht-Ausfall nach 15 Minuten und die fünfminütige Unterbrechung haben auch unserem Spiel dann einen kleinen Abbruch getan. Nach der Pause haben wir das Tempo aber wieder hoch gehalten und noch weitere, schöne Tore erzielt.“ So lautete die Bilanz von Roland Seitz, Cheftrainer des SV Eintracht Trier 05, nach dem 7:0 (2:0)-Erfolg in der vierten Runde um den Bitburger-Rheinlandpokal beim drei Klassen tiefer angesiedelten Bezirksligisten SV Tälchen Krettnach, übrigens dem 21.  Sieg in diesem Wettbewerb hintereinander.

Vor 600 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz in Tawern (das Krettnacher Hauptspielfeld in Konz-Niedermennig verfügt über kein Flutlicht, die ursprünglich für vorige Woche angesetzte Begegnung in Könen fiel wegen Unbespielbarkeit des Platzes aus) legte der SVE gut los und ging bereits nach sechs Minuten durch Lukas Mössner (nach Vorarbeit von Nico Patschinski) in Front. Die Eintracht, bei der die Stammspieler André Poggenborg, Thomas Drescher, Josef Cinar, Cataldo Cozza und Thomas Kraus allesamt geschont wurden, blieb am Drücker und traf in Person des aus der U23 hoch gerückten und sehr agilen Sebastian Ting nur den Pfosten (6.). Ting war es auch, der in der 13. Minute im Strafraum regelwidrig von Markus Rau zu Fall gebracht wurde. Den Elfmeter verschoss aber Alban Meha. Er fand im reaktionsschnellen Krettnacher Torwarttalent René Gerhards seinen Meister.

Als ein Teil der Flutlichtanlage kurzzeitig seinen Geist auf gab („Das ist uns in den letzten zehn Jahren nicht mehr passiert. Gottseidank war direkt ein Elektriker da“, so Tawerns Fußball-Abteilungsleiter Sebastian Junk), die Partie von Schiedsrichter Florian Fochs zunächst unterbrochen und dann nach Zustimmung der beiden Klubs im Halbdunkel zunächst fortgesetzt wurde, erlahmten die Trierer Bemühungen etwas – und die forschen Krettnacher kamen ihrerseits sogar zu Chancen: Nach einem Fehlpass von Max Bachl-Staudinger rettete Torge Hollmann gegen Bastian Jung (30.). In der Folge agierte das Team von Coach Seitz aber wieder konzentrierter, kam durch Mössners zweiten Treffer (diesmal bereitete Meha vor) noch vor dem Seitenwechsel zum zweiten Treffer (41.).

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte versuchte der aktuelle Spitzenreiter der Bezirksliga gegen den Regionalliga-Tabellenführer mitzuhalten, mehr und mehr erlahmten aber (verständlicherweise) die Kräfte der von Trainer Erwin Berg klug eingestellten Feierabendkicker, die unter anderem auf den verletzten Goalgetter Manuel Hubo hatten verzichten müssen. Nach einem Foul von Dominik Gerhards an Thomas Riedl trat erneut Alban Meha vom Elfmeterpunkt an und versenkte die Kugel diesmal bombensicher zum 0:3 (57.). Piero Saccone (66.), Nico Patschinski per Doppelschlag (76., 80.) sowie der eingewechselte Tim Eckstein (85.) schraubten das Ergebnis in die Höhe.

Ein besonderes Lob sprach Cheftrainer Seitz den jungen Kräften wie den von Anfang an aufgebotenen Sebastian Ting, Fabian Zittlau und den in Hälfte zwei eingetauschten Julian Bidon, Tim Eckstein und Daniel Petersch aus: „Sie haben sich voll ins Zeug gelegt und mitgeholfen, dass wir das Tempo hoch gehalten haben.“ Seitz´ Gegenüber Erwin Berg konnte „über 60 Minuten sehr zufrieden sein, wie sich meine Mannschaft aus der Affäre gezogen hat – Hut ab“. Dem SVE wünschte er nicht nur den Pokalgewinn, sondern sogar die Meisterschaft in der Regionalliga: „Das würde der ganzen Region tun. Nicht nur ich, sondern auch sehr viele weitere Fußballfreunde im Tälchen drücken ganz feste die Daumen, dass es klappt.“

SV Tälchen Krettnach:
René Gerhards – Flesch, Dominik Gerhards, Bosl, Penth – Rau (71. Poppe), Jung, Schmitt-Garbett, Becker (67. Jonas), Bader (53. Karges) – Nico Hubo

SV Eintracht Trier 05:
Lengsfeld – Kempny (67. Petersch), Bachl-Staudinger, Hollmann, Zittlau – Ting, Riedl, Saccone, Meha (61. Bidon) – Patschinski, Mössner (61. Eckstein)

Foto: Triers Sebastian Ting im Duell mit Krettnachs Volker Schmitt-Garbett/

Matthias Willems, www.valleydesign.de

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