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Hecking "hat noch etwas gutzumachen"

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Es hätte sicherlich auch angenehmere Lose für Club-Trainer Dieter Hecking in der ersten Runde um den DFB-Pokal geben können: Ausgerechnet Eintracht Trier! Hier bezog der 45-jährige Übungsleiter vor rund einem Jahr mit seinem damaligen Team von Hannover 96 eine bittere 1:3-Niederlage. Wenig später gingen Hecking und die Niedersachsen getrennte Wege.

„Er hat noch etwas gut zu machen“, unterstreicht Club-Sportdirektor Martin Bader in Richtung Hecking. Gleichzeitig stellte Bader bereits kurz nach der Auslosung Anfang Juni unmissverständlich klar: „Wir wollen natürlich in die nächste Runde einziehen und werden den Gegner, wie immer, sehr ernst nehmen und beobachten.“ Unter anderem saß ein Scout beim Eintracht-Test gegen den Luxemburger Meister Jeunesse Esch (3:1) auf der Moselstadion-Tribüne und machte sich eifrig Notizen.

So ernst die Franken den Pokal nehmen – vor allem scheint das Bestehen in der Bundesliga wichtig zu sein. Eine Zitterpartie wie in der Vorsaison, als man sich erst in der Relegation gegen den Zweitliga-Dritten FC Augsburg (1:0 und 2:0) den Klassenverbleib sicherte, wollen sich die Kicker von der Noris diesmal ersparen.

Dazu leitete Dieter Hecking einen Unbruch ein. Elf Neuzugängen (darunter mit dem aus dem nördlichen Saarland stammenden Philipp Wollscheid, der aus Saarbrücken kam, auch ein Mann aus der Region) stehen ebenso viele Abgänge gegenüber. Auffallend die deutlich Verjüngung des Kaders: Neun der elf Neuen sind 23 Jahre oder jünger. Größere Erfahrung bringen derweil der zuvor in Hoffenheim aktive Schwede Per Nilsson (27, Abwehr, 5 A-Länderspiele) und der 33-jährige Mittelfeldspieler Timmy Simons (zuvor fünf Jahre in Eindhoven, 71 Länderspiel für Belgien) mit.

Ein wichtiges Kriterium bei den Neuverpflichtungen war die Körpergröße; Standards vor dem eigenen und vor des Gegners Tor waren in der abgelaufenen Runde nämlich nicht gerade die Nürnberger Stärken.

Der Nürnberger Jugendstil ist freilich auch dem Umstand geschuldet, dass das Geld für mehr gestandene Neuverpflichtungen trotz des 2,5-Millionen-Transfers von Dennis Diekmeier zum Hamburger SV fehlt. Die Fans dürfen sich auf eine „interessante Crew mit vielen Talenten“ freuen, so auch die Einschätzung des Fachblatts Kicker-Sportmagazin in seiner Saisonvorschau. Coach Hecking scheint für den eingeschlagenen Weg genau der Richtige zu sein, wie auch die Aussage des erfahrenen Verteidigers Javier Pinola bestätigt: „Der Trainer sagt, was er denkt. Das kann hart sein. Aber jeder weiß, woran er ist. Zudem beschreibt er die Spiele und Gegner sehr intelligent.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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