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Packendes Derby

Das Spiel hatte die Dramatik eines Pokalfights. Die Eintracht-Youngsters strauchelten, aber letztendlich zwangen sie mit einer Energieleistung den unbequemen Gastgeber in die Knie.

Kaum hat Schiedsrichter Wozlawek aus Bad Breisig (wie kann man zu einem so wichtigen Verfolgerduell einen Schiedsrichter aus dem Verein des Tabellenführers ansetzen?) die Partie vor großer Zuschauerkulisse angepfiffen, da hat Trier auch schon großes Glück, dass ein Freistoßknaller nur am Pfosten landet. Nun sind die Jungs aber richtig wach und Makiadi steht urplötzlich nach schönem Flankenlauf von Bidon mutterseelenallein vorm gegnerischen Keeper, bringt das Leder aber nicht über die Linie. Kaum drei Minuten später macht es Matondo besser, als er einen Fehlpass im gegnerischen Abwehrzentrum absprintet und locker einschiebt. Die Eintracht bestimmt nun durch druckvolles Forechecking das Spiel, kontrolliert Ball und Gegner. Trotzdem schleichen sich immer wieder Unachtsamkeiten in das Aufbauspiel. Ein Ballverlust im Mittelfeld nutzen die aufmerksamen Mehringer eiskalt aus und gleichen noch vor der Pause aus.
Reinhold Breu muss seine Truppe in der Pause aufrichten, er appelliert an die Fitness seiner Jungs. Der Trainer prophezeit einen Mehringer Einbruch nach ca. 60 Minuten. Doch zunächst sind die Moselaner am Drücker. Ein verunglückter Kopfball im Abwehrzentrum ermöglicht Mehring das vielumjubelte 2:1. Nun setzt Trier alles auf eine Karte, doch der Schiedsrichter hat etwas gegen das Aufbäumen der Porta-Jungs. Erst bleibt seine Pfeife bei einem elfmeterwürdigen Foulspiel an Makiadi stumm, dann stellt er nach einem Foul von Jan Brandscheid diesen mit einer völlig überzogen roten Karte vom Platz. Nun scheint es um die trierer Herrlichkeit geschehen. Doch die Pausen-Prophezeiung von Reinhold Breu bewahrheitet sich: Der SV Mehring baut trotz personeller Überlegenheit ab und Trier hält entschieden und konsequent dagegen. In der 80. Minute erkämpft sich Bidon wieder einmal durch energisches Nachsetzen den Ball und kann zum 2:2 ausgleichen. Als der eingewechselte Alsina durch einen schönen Alleingang dann den Siegtreffer erzielen kann, brechen bei den Gästen alle Dämme. Das 4:2 durch einen Ting-Heber ist der krönende Abschluss einer packenden Flutlichtbegegnung. Leider zieht sich der Mehringer Torwart in dieser Szene eine schwere Verletzung zu. Wir wünschen ihm gute Besserung!
Nachdem Bad Breisig verloren hat, kann man am Tabellenführer vorbeiziehen und fährt nach sieben siegreichen Begegnungen voller Euphorie an den Rhein.

<p>Tor: Kenneth Kronholm

 

Abwehr: Michael Löber Fabio Fuhs (56. Florian Heck)
Pascal Orth Fabian Mohsmann

 

Mittelfeld: Sebastian Ting Max Bachl-Staudinger Julian Bidon
Jon Becker (56. Xavier Alsina)

 

Angriff: Jan Brandscheid Matondo Makiadi (85. Philipp Herz)

 

Kader: Philipp Basquit (ET)

Tore:
1:0 11. Min. Makiadi
1:1 35. Min. S. Schwarz
1:2 68. Min. Fuhr
2:2 80. Min. Bidon
2:3 84. Min. Alsina
2:4 90. Min. Ting

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