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„Das Flaggschiff“ will zurück auf die Siegerstraße

2:1 gegen Fortuna Düsseldorf II, 1:0 gegen Bayer Leverkusens Zweitvertretung und im Nachholspiel immerhin ein 1:1 gegen den 1. FC Köln II: Nach lange Zeit in scheinbar völlig auswegsloser Situation hat sich der VfR Wormatia Worms  – am Freitag, 19 Uhr, Fußball-Regionalliga-Gastgeber des SV Eintracht Trier 05 – gefangen und kämpft um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze. „Wormatia wird mit einem derartigen Engagement aus dem Tabellenkeller heraus kommen“, war sich Kölns Coach Frank Schaefer nach dem Remis am Dienstag sicher. Kampf und Einsatz der Rheinhessen hatten auch den technisch sehr gut ausgebildeten „Kleinen Geißböcken“ merklich zugesetzt; das 1:1 war am Ende gerecht. Trainer Jürgen Klotz (51), der im November den erst im Sommer verpflichteten Trainer Sascha Koch (kam vom FSV Oggersheim) abgelöst hatte, setzt auf Kontinuität: „Wir müssen uns von Woche zu Woche neu beweisen.“

Trotz des aktuellen Aufschwungs haben sie beim Traditionsklub, der sich seit Jahrzehnten schon so oft packende Duelle mit der Eintracht geliefert hat (allen voran ist hier der 17. Juni 1976 zu nennen, als der SVE dank eines 5:4 im Moselstadion den Zweitliga-Aufstieg schaffte), die Weichen für die Zukunft schon gestellt. „Das Konzept, mit Vollprofis zu arbeiten, ist gescheitert“, musste der für den Bereich Marketing zuständige Zweite Vorsitzende Thomas Wittwer unlängst bei einem Sponsorentreffen einräumen. Vor der Saison war mit dem Engagement von Trainer Sascha Koch auch die Verpflichtung von gleich sieben Akteuren verbunden, die unter dem zwischenzeitlich geschassten Coach bereits in Oggersheim  unter Vollprofi-Bedingungen gearbeitet hatten.

Zwar fighten die Wormaten noch um den Klassenverbleib – ein Abstieg in die Oberliga würde in Worms aber offenbar kein Erdbeben auslösen. So oder so ist den Wormsern klar: Es wird beim VfR nur in einer abgespeckten Variante weitergehen. Zwar seien die Verhandlungen mit einem Sponsor für das Regionalliga-Team auf einem guten Weg, so Vorsitzender Jürgen von Massow, aber klar ist auch, dass dies Energieversorger EWR nicht mehr sein wird. Der bisherige Hauptsponsor wird sich nur noch – wenn auch vermehrt – im Jugendbereich des Klubs engagieren. „Aber die Wormatia lebt – und sie wird weiterleben“, unterstreicht „Vize“ Thomas Wittwer. Auch wenn Klubchef von Massow kommende Runde „von einem deutlich reduzierten Etat“ ausgeht, sieht der Klub sich auf einem guten Weg, weil unter anderem langjährige Spieler wie Marcel Gebhardt oder Steven Jones in die Sportliche Leitung eingebunden werden konnten. Damit soll wieder mehr Bindung hergestellt und um neues Vertrauen in der Stadt geworben werden. „Das Flaggschiff ist angeschlagen, aber wir wollen zurück auf die Siegerstraße“, wird von Massow in der Wormser Presse zitiert.

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