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„Basti“ will mit Erfurt in die zweite Liga

Das abgesagte Drittligaspiel seiner Erfurter am Samstag gegen den FC Ingolstadt kommt Sebastian Becker nicht ungelegen: Der 24-Jährige ist in der Hinrunde monatelang wegen eines Knochödems am Sprunggelenk ausgefallen und kämpft jetzt wieder um den Anschluss beim FC Rot-Weiß. „Die Verletzung ist noch nicht richtig ausgeheilt. Ich muss mich jetzt bis zur Sommerpause mit Tabletten durchschlagen“, berichtet der gebürtige Trierer, der als D-Jugendlicher vom heimatlichen TSC Pfalzel zum SV Eintracht Trier 05 gewechselt war und in der 2003/04er Saison seine beiden ersten Einsätze für die erste Mannschaft des SVE verzeichnete.

Zwei weitere schlossen sich am Ende der darauffolgenden Saison an. Trotz einer bärenstarken Leistung im abschließenden Match beim 1. FC Saarbrücken  (1:1) konnte aber auch „Basti“  den bitteren Abstieg aus der Zweiten Bundesliga nicht mehr verhindern. Was folgte, war für den ganzen Verein eine Odyssee in der damals noch drittklassigen Regionalliga. Becker verzeichnete 2005/06 30 Spiele, blickt aber nur ungern auf die neuerliche Abstiegssaison zurück: „Lange Zeit dachte keiner so richtig daran, dass es noch eine Etage runter gehen könnte. Und auf einmal war dann der Druck zu groß….“

Der zentrale Mittelfeldspieler – technisch hoch begabt – wechselte zum FC Augsburg in die Zweite Bundesliga. In zwei Saisons kam er hier auf 20 Spiele. Mehr Einsätze verhinderten einige Verletzungen. 2008 ging es zu Drittligist Offenbacher Kickers. Wären auch hier einige körperlichen Malaisen nicht gewesen, hätte es Sebastian Becker auf mehr als 23 Partien gebracht. Trainer Rainer Hörgl, unter dem Becker schon in Augsburg kickte, lotste ihn dann nach Erfurt. Hier fühlt sich „Basti“ nicht nur wegen des Coachs („Mit dem Trainer kann man sehr zielorientiert arbeiten.“), sondern auch wegen des ambitionierten Umfelds („Wir wollen noch in dieser Saison in die Zweite Liga aufsteigen.“) und der Stadt („Gemütlich und überschaubar – ähnlich wie Trier.“) sehr wohl. Zum absoluten Glück fehlt indes Freundin Lisa, die noch in Augsburg wohnt.

Zu „seiner“ Eintracht, die er neben dem 1. FC Kaiserslautern unverändert zu seinen Lieblingsvereinen zählt, hält er über Ex-Mitspieler Gustav Schulz weiterhin Kontakt, über www.eintracht-trier.com. hält er sich fast täglich auf dem Laufenden. Wenn es die Zeit zulässt, schaut er sich auch noch das eine oder andere Spiel im Moselstadion an.  Auch im 500 Kilometer entfernten Erfurt drückt er dem SVE feste die Daumen, damit es „mindestens wieder eine Liga höher geht“.

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