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"Ein gigantisches Gefühl"

Gleich zwei Akteure des SV Eintracht Trier 05 feierten im Bonn-Spiel am Dienstag Premiere im Regionalligateam: Yannick Salem und Max Bachl-Staudinger. Während Angreifer Salem (26) in der 67. Minute für Wilko Risser in die Partie kam und in die Sturmspitze rückte, ersetzte der erst 18-jährige Bachl-Staudinger in der 77. Minute Sahr Senesie und half im defensiven Mittelfeld mit, da 3:2 über die Runden zu bringen.

„Ein gigantisches Gefühl. Endlich der erste Einsatz in de Regionalliga vor über 2000 Zuschauern – und dann noch direkt gewonnen zu haben“, strahlt Bachl-Staudinger noch in der Nachbetrachtung. Vor dem Bonn-Spiel stand lange auf der Kippe, ob Thomas Kempny oder er im defensiven Mittelfeld ran darf; Cheftrainer Mario Basler entschied sich letztlich für Kempny. „Natürlich ist man da im ersten Moment ein wenig enttäuscht, aber unterm Strich darf man nie den Kopf in den Sand stecken und muss weiter an seine Chance glauben – immerhin hat es ja noch gegen Bonn zu einer knappen Viertelstunde Einsatzzeit gereicht“, bekennt Max Bachl-Staudinger, der sich gut ins Team einfügte und so seinen Teil zum Dreier beitrug.

In der Sommervorbereitung hatte er auch in den wichtigen Tests gegen Mainz und Rot-Weiß Oberhausen mitgewirkt, kam dann aber aufgrund der hohen Leistungsdichte im SVE-Kader zunächst nicht über U23-Einsätze und Kader-Nominierungen hinaus. In den beiden vergangenen Jahren war er 45 Mal in der A-Junioren-Bundesliga-Mannschaft des SSV Jahn 2000 Regensburg zum Einsatz gekommen, durfte auch schon in den Drittliga-Kader der Oberpfälzer hinein schnuppern, wechselte dann aber wegen der besseren Perspektiven und dem guten Kontakt zu seinem sportlichen Ziehvater Reinhold Breu (er war es, der Bachl-Staudinger einst von Deggendorf zum Jahn lotste) nach Trier. Hier, 600 Kilometer von der niederbayrischen Heimat in Irlbach entfernt, muss der Gymnasiast nicht nur die allermeiste Zeit ohne Eltern und Freundin auskommen, sondern muss wegen der unterschiedlichen Schulsysteme in Bayern und Rheinland-Pfalz auch die zwölfte Klasse noch einmal wiederholen. Am Max-Planck-Gymnasium belegt er jetzt die Leistungsfächer Mathe, Deutsch und – na klar – Sport. Dass die Eintracht und das MPG bei der sportlichen und schulischen Ausbildung von jungen Menschen kooperieren, konnte Max Bachl-Staudinger schon in den ersten Wochen des neuen Schuljahres erfahren: „Hier sind alle sehr nett und auch die 1,5 Tage Schulbefreiung wegen unserer Auswärtsfahrt nach Düsseldorf war kein Problem.“ Inzwischen hat er in der Südallee eine eigene Wohnung bezogen, fühlt sich wohl – und kennt für den weiteren Saisonverlauf folgendes Ziel: „Ich will jeden Tag dazu lernen und so oft wie möglich zum Einsatz kommen.“ Sein Vertrag bei der Eintracht läuft bis 2011. Langfristig möchte er „so weit oben wie möglich spielen. Am liebsten in der Bundesliga“.

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