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Hoffenheim reist mit zwei U19-Europameistern an

Durchschnaufen konnte der Großteil der Akteure der TSG Hoffenheim II am vergangenen Wochenende: Weil einige Kadermitglieder im Länderspieleinsatz waren, findet das Derby daheim gegen den FC Astoria Walldorf erst am kommenden Mittwoch, 22. Oktober, statt.

Davor hatte man gute Ergebnisse erzielt, nämlich ein 1:1 im Derby bei Waldhof Mannheim, ein 2:1 gegen den SC Freiburg II und zuletzt gar ein 1:0 beim 1. FC Kaiserslautern II.   „Es war klar, dass das Spiel eine enge Kiste werden würde. Kleinigkeiten haben die Partie entschieden“, betonte TSG-Trainer Marco Wildersinn in seiner Analyse. Der Treffer von Janik Haberer war so eine Kleinigkeit: Anstatt abzuschalten, lief der Angreifer der abgefälschten Kugel hinterher und war so zur Stelle, als es darauf ankam…

Wildersinn hatte die Bundesliga-U23 bereits gegen Ende der vergangenen Saison übernommen und mit ihr im Schlussspurt noch  fleißig gepunktet.

Seinerzeit sagte Bernhard Peters, Direktor für Sport- und Nachwuchsförderung bei der TSG Hoffenheim: „Marco Wildersinn ist ein Trainer, der eine natürliche, starke Ausstrahlung hat. Er ist ehrgeizig und will den nächsten Schritt in seiner Laufbahn machen. Gemeinsam mit ihm wollen wir in der Ausbildungsarbeit die Durchlässigkeit von der U19 über die U23 zu den Profis weiter optimieren.“ Alexander Rosen, Direktor Profifußball, fügte Anfang Mai hinzu: „Marco steht für einen positiven Trend, vor allem aber für fundierte Ausbildungsarbeit und hohe soziale Kompetenz.“

Der 34-Jährige Übungsleiter  ist in Baden-Baden geboren, war aktiv beim heimatlichen SC Wintersdorf, dem FC Rastatt 04 den Stuttgarter Kickers und dem Karlsruher SC. In Nöttingen spielte er und war Co-Trainer, beim KSC assistierte er ebenfalls (in der U19 und der U23), ehe er im Juli vergangenen Jahres zunächst Aufnahme im Nachwuchstrainerstab der TSG fand.

Wildersinn verfügt über einen Kader mit vielen hoch veranlagten Talenten, darunter neben den beiden amtierenden U19-Europameistern Kevin Akpoguma und Benjamin Trümner auch Russell Canouse. Im Juni wurde der US-Boy mit der U19 der TSG Hoffenheim Deutscher Meister, wenige Wochen später gewann er mit der U20-Auswahl seines Heimatlandes das „NTC Invitational“ in Kalifornien – jeweils als Kapitän.

Die abgelaufene Saison mit dem U19-Meistertitel als Höhepunkt wird Canouse ewig in Erinnerung bewahren. „Das war mein bisher schönstes Fußball-Erlebnis. Am Anfang der Runde hatte ich nicht gedacht, dass wir es so weit bringen, aber im Frühjahr wusste ich: Wir können es schaffen!“ Jetzt geht es für ihn darum, sich an die rauere Gangart zu gewöhnen. Regionalliga statt U19-Bundesliga, Männer statt Junioren. Das Spiel sei jetzt körperlicher geworden. „Eine, zwei Chancen reichen dem Gegner zum Tor“, sagt Canouse gegenüber www.achtzehn99.de.

Im Moment gilt seine volle Konzentration der Hoffenheimer U23 und der Stabilisierung der eigenen Leistungen. Dass er in dieser Saison als U23-Jungspund nicht mehr Kapitän ist, stört ihn nicht weiter: „Man kann auch Verantwortung übernehmen, ohne die Binde zu tragen.“

 

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