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Top-Kulisse, aber keine Punkte

Große Zuschauerzahl, starker Kampf – zu einer Überraschung gegen den Aufstiegsfavoriten 1. FC Saarbrücken hat es aber aus Sicht des SV Eintracht Trier 05 am Freitag Nachmittag nicht gereicht: Vor 5219 Zuschauern – davon die Hälfte aus dem Saarland mitgereist – gab es eine 0:2-Niederlage.

Den Grund für die Pleite sah Peter Rubeck, der Coach des SVE, in „einer von uns zu ängstlich geführten ersten Hälfte, an deren Ende wir ein Tor nach einer Standardsituation kassiert haben. Genau davor hatte ich eindringlich gewarnt…“ In der zweiten Halbzeit spielte die Eintracht mutiger und aggressiver nach vorne. Mehr als die eine Chance durch den eingewechselten Rudy Carlier wollte dabei aber nicht herausspringen: In der 68. Minute fand er seinen Meister im sehr gut reagierenden David Hohs im Tor des FCS, der aus kurzer Distanz retten konnte.

Fuat Kilic, der Trainer der Saarbrücker, sah sich im Auftritt des SVE bestätigt: „Wir sind hier auf einen sehr gut organisierten Gegner getroffen, der uns das Leben schwer gemacht hat.“ Sein Team habe sich indes aus der einen oder anderen schwierigen Situation gut befreit, es gegen Ende der Partie bei einigen Chancen aber an der letzten Konsequenz vermissen lassen.

Es gab lange Zeit nur wenige klare Möglichkeiten in einer von vielen Zweikämpfen geprägten Begegnung. Mitte der ersten Hälfte verlängerte Eintracht-Innenverteidiger Torge Hollmann einen lang gezogenen Freistoß von Christian Sauter fast ins eigene Tor (26.). Wenig später entstand eine Drei-gegen-Eins-Situation für die Gastgeber tief in der Saarbrücker Hälfte, Erich Sautner vertändelte aber den Ball (27.). Ehe das 0:1 im Anschluss an einen lang gezogenen Freistoß von Sautner auf Daniel Döringer fiel (45.+1), parierte noch Jerome Reisacher im Duell mit dem frei vor ihm auftauchenden FCS-Goalgetter Matthew Taylor (44.).

Der Drittligaabsteiger kam zwar besser aus der Kabine, ab der 60. Minute nahm die Eintracht  das Heft aber in die Hand, wurde auf einmal zwingender. Nach einer Ecke von Ajdin Zeric kam Christoph Buchner zum Kopfball, David Hohs  hielt sicher (63.), dann schoss Christoph Anton nach feiner Einzelleistung drüber (64.), ehe Carlier die riesengroße Möglichkeit hatte und an Hohs scheiterte (68.).

Die beste Trierer Phase im Spiel war damit auch schon wieder vorbei. Dem FCS boten sich nun zunehmend Räume gegen die aufmachenden Hausherren. Marius Wilsch (80.), Alexander Hahn (86.) und Aleksandar Prtanjes (87.) blieb ein Torerfolg noch verwehrt. Dann überlistete Sven Sökler SVE-Schlussmann Reisacher mit einem Lupfer zum 0:2 (87.) – die endgültige Entscheidung.

„Wir haben die ganze Woche über Standards geredet – und kriegen dann kurz vor der Pause das 0:1. Das ist brutal. In der zweiten Hälfte haben wir alles probiert, hatten auch die Hundertprozentige. Leider hat es nicht gereicht. Diese Niederlage tut richtigweh“, bilanzierte Defensivspezialist Torge Hollmann.

Coach Rubeck betonte in der Pressekonferenz unmissverständlich: „Ich sage nach wie vor, dass wir eine gewisse Qualität haben. Unsere Defizite müssen wir aber dringend abstellen. Dafür bin natürlich auch ich verantwortlich.“

Nun geht´s jetzt am Dienstag im Bitburger-Rheinlandpokal zum Rheinlandligisten SV Mehring (19 Uhr, auf der Lay). „Da ist Weiterkommen absolute Pflicht. Das habe ich der Mannschaft schon kurz nach dem Spiel ganz klar gemacht“, betonte Rubeck. In der Regionalliga Südwest geht´s am Sonntag, 12. Oktober, zum 1. FC Kaiserslautern II.
Dieser Artikel wurde mit freundlicher Unterstützung zur Verfügung gestellt vom WOCHENSPIEGEL. Mehr Sport von hier unter www.wochenspiegellive.de/trier/lokalsport

Eintracht Trier: Reisacher – Koch, Hollmann, Buchner, Zittlau – Lemke (58. Püttmann), Zeric, Dündar (78. Garnier), Zittlau – Sautner (35. Carlier), Albayrak
1. FC Saarbrücken: Hohs – Döringer, Schäfer, Hahn, Chaftar – Zoundi (69. Pranjes), Fießer (80. Mandt), Sauter, Willsch – Sökler (87. Kunert), Taylor
Tore: 0:1 Döringer (45./+1), 0:2 Sökler (86.)

Schiedsrichter: Marcel Beck (Schöntal)

Zuschauer: 5219 im Moselstadion

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