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„Fußball spielen, die Null halten und einen über die Linie drücken“

Was den SV Eintracht Trier 05 am Samstag, ab 14 Uhr, im Auswärtsspiel der Fußball-Regionalliga Südwest beim SV Waldhof Mannheim erwartet, weiß Cheftrainer Peter Rubeck nur allzu gut: „Sie werden uns relativ früh anlaufen und so versuchen, uns unter Druck zu setzen. Damit wollen sie auch  ihre Zuschauer mitnehmen.“

Rubeck ist sich im Klaren darüber, dass seine Defensive zuletzt beim 0:0 am Montag gegen die TuS Koblenz nicht so gefordert wurde, dennoch sah er im Abwehrverbund „viele richtig gute Sachen“. In Mannheim müsse man dagegenhalten. „Wir sind hier nicht der Favorit – im Gegensatz zum Koblenz-Spiel. Das heißt aber nicht, dass wir uns dort hinten reinstellen“, machte Rubeck der versammelten Journaille am späten Freitag Nachmittag in der Pressekonferenz vor dem Duell im Carl-Benz-Stadion klar.

In der Bundesliga erprobten Arena aufzulaufen, ist „schon cool“, wie Mittelfeldspieler Erich Sautner (Foto) nur allzu genau weiß. Der 22-jährige, gebürtige Freiburger war im September vergangenen Jahres vom heimischen Sportclub nach Nordbaden gewechselt, kam beim Waldhof ein Dutzend Mal zum Einsatz, um dann in der Winterpause zum späteren Nordost-Meister TSG Neustrelitz zu gehen.

Im Vergleich zu Sautners Zeit in Mannheim ist der Kader fast völlig verändert, die „gewisse Atmosphäre und die begeisterungsfähigen Fans dort“ sind (natürlich) geblieben.

„Wir müssen einfach Fußball spielen, wieder die Null halten und mal einen über die Linie drücken“, lautet die einfache, wie unmissverständliche Ansage des offensiven Mittelfeldspielers – dem Coach Rubeck schon einen Tag vorher in Aussicht stellte, in der Startelf zu stehen: „Er soll da weitermachen, wo er gegen Koblenz aufgehört hat. In dieser Form brauchen wir Erich, dann hilft er uns richtig weiter.“

Sautner weiß um seinen bisherigen Saisonverlauf, in dem sich Licht und Schatten abwechselten. „Zwischendurch war ich in einem Loch. Mittlerweile klappt´s aber wieder. Natürlich ist noch Steigerungspotenzial da“, sagt Sautner über seine eigene Situation.

Keinen Hehl machte Rubeck im Vorfeld auch daraus, den gegen Koblenz auf der rechten Seite der Viererkette agierenden Robin Koch wieder aufzustellen. „Er hat auch gut trainiert. Da wäre ich ja vom Affen geritten, wenn ich ihn dann nicht wieder bringen würde“, sagt der Coach über die Aussichten des 18-jährigem eigentlich noch für die A-Junioren spielberechtigten Sohn des früherer Lauterer und SVE-Profis Harry Koch.

Vor dem Abschlusstraining ging Rubeck zudem davon aus, auf den von Oberschenkelbeschwerden wieder genesenen Angreifer Rudy Carlier zurück greifen zu können. Auch Gianluca Bor ist wieder fit. Aussetzen müssen derweil unverändert Michael Dingels und Matti Fiedler.  Nicht zur Verfügung steht ferner Sebastian Schmitt (Oberschenkelverletzung).

Die Lage beim SVE ist angesichts von nur acht Punkten aus neun Begegnungen angespannt, Rubeck ist aber überzeugt davon, dass „mittlerweile auch der Letzte bei uns begriffen hat, wie ernst die Situation ist“.

Grund zur Panikmache sieht derweil auch Vorstandssprecher Ernst Wilhelmi nicht: „Die Jungs können es. Das haben sie in dieser Saison gerade gegen gute Teams bewiesen.“  Dass es wegen der drastischen Etatkürzungen eine komplizierte Runde geben könnte, war Wilhelmi aber bewusst: „Darauf habe ich immer wieder hingewiesen. Leider ist es bei Traditionsvereinen wie Eintracht Trier aber oft verdammt schwierig, den Anspruch mit der Wirklichkeit in Einklang zu bringen.“

Dieser Artikel wurde mit freundlicher Unterstützung zur Verfügung gestellt vom WOCHENSPIEGEL. Mehr Sport von hier: www.wochenspiegellive.de/trier/lokalsport.

 

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