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Ein Wiedersehen mit Sahr Senesie

„Jeden einzelnen Spieler weiterentwickeln und das Maximale herausholen.“ Diese Zielsetzung formulierte Rüdiger Rehm, Trainer der SG Sonnenhof Großaspach, zur neuen Saison in der Regionalliga Südwest, ließ aber seinerzeit schon durchblicken: „Unser Fernziel ist die Dritte Liga. Jeder Fußballer will hoch – wir auch.“ Und die bisherige Ausbeute der Württemberger kann sich fürwahr sehen lassen. Aus den bisherigen elf Spielen haben sie 22 Punkte erzielt.

Zuletzt setzte es allerdings zu Hause ein 1:2 gegen den Aufsteiger Spielvereinigung Neckarelz. Kurios: Am heimischen Fautenhau gab es bislang nur zwei Siege, ein Remis – bei drei Niederlagen. In der Fremde ist die SG-Bilanz mit fünf Siegen in fünf Spielen und einem Torverhältnis von 15:4 dagegen glänzend. Als Tabellenvierter beendete Großaspach die 2012/13er Spielzeit, nachdem bereits in der Saison zuvor der zweite Rang in der damaligen Regionalliga Süd heraus gesprungen war. Es wäre in der abgelaufenen Runde sogar mehr drin gewesen, wenn das Team des früheren Zweitligaprofis Rehm (34, unter anderem aktiv bei Waldhof Mannheim, Erzgebirge Aue und dem 1. FC Saarbrücken)  nicht von derart vielen Verletzungssorgen heimgesucht worden wäre.

Zur neuen Saison hat die SG Sonnenhof erneut aufgerüstet. Von Hansa Rostock kam Ex-Löwe Denis Berger. Auch Tobias Rühle (Stuttgarter Kickers), Felice Vecchione (VfB Stuttgart II) und Kai Gehring (davor 1. FC Saarbrücken und SV Wehen-Wiesbaden) brachten Drittligaerfahrung mit. Der Ex-Berliner Herthaner Christopher Gäng, Verteidiger Sebastian Gleissner (vom VfR Aalen) und Stürmer Michael Renner (von Verbandsligist 1. FC Frickenhausen) waren weitere Neuzugänge. Mit dem Ex-Dortmunder Sahr Senesie wurde sogar ein ehemaliger Bundesligaprofi

verpflichtet. Der casino online in Berlin aufgewachsene Angreifer mit sierra-leonischer Herkunft stand zwischen November 2008 und Juni 2010 bekanntlich beim SV Eintracht Trier 05 unter Vertrag und erzielte hier in 40 Einsätzen elf Treffer. Unvergessen bleiben aus blau-schwarz-weißer Sicht die starken Leistungen des heute 28-Jährigen in den DFB-Pokalspielen im Sommer/Herbst 2009: Gegen Hannover 96 (3:1) steuerte er einen, danach beim 4:2 nach Verlängerung gegen Arminia Bielefeld sogar drei Treffer bei. Senesie, dessen Bruder Antonio Rüdiger Profi beim VfB Stuttgart spielt, sieht das Engagement beim Viertligisten als Sprungbrett, wie er seinerzeit gegenüber dem „Kicker“ zu verstehen gab: „Ich möchte die Plattform bei der SG nutzen, um mich mit guten Leistungen wieder für einen höherklassigen Verein zu empfehlen.“

Der sehr gute Saisonstart gab der offensiven Transferpolitik der Großaspacher bislang recht.  Allemal scheinen die Perspektiven im Klub aus dem nur 8000 Einwohner zählenden Ort im Rems-Murr-Kreis im beschaulichen Schwabenland auf halber Strecke zwischen Stuttgart und Heilbronn  zu stimmen: Auch die „comtech-Arena“ genügt mit ihren 10.000 Plätzen höheren Ansprüchen – und mit Uli Ferber weiß die Sportgemeinschaft einen einflussreichen Fußball- Manager hinter sich. Der Spielerberater, der unter anderem Ex-Bayern-Stürmer Mario Gomez und den Stuttgarter Serdar Tasci betreut, ist Mitglied des SGS-Aufsichtsrates. Er begleitet den Verein bereits seit dessen Geburtsstunde. Das Hotel seiner Familie, der Sonnenhof, ziert noch heute den Namen des Vereins, der in den siebziger Jahren seinen Ursprung hat.

 

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