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SVE verliert Abstiegsduell


Eintracht Trier hat das Abstiegsduell gegen Borussia Mönchengladbach II mit 0:2(0:1) verloren. Vor über 2500 Zuschauern scheiterte der SVE vor allem an der mangelhaften Chancenverwertung. Gladbach erwies sich als das effektivere Team und machte aus drei Chancen zwei Tore. Durch diese Niederlage rutscht Trier auf den letzten Tabellenplatz der Regionalliga West.

Verzichten musste Roland Seitz, neuer Trainer bei Eintracht Trier, bei seiner Heimpremiere auf den wegen der 5. gelbe Karte gesperrte Martin Wagner sowie die verletzten Andreas Anicic (Knieprobleme) und Michael Dingels (saß nach einem grippalen Infekt nur auf der Ersatzbank). Für sie rückten Fabio Fuhs, Nicolas Fernandes sowie Andy Rakic in die Startaufstellung.

Bei den Gästen vertraute Trainer Horst Wohlers, in den 90-igern auch einmal in Trier tätig, an alter Wirkungsstätte u.a. auf die bundesligaerfahrenen Frederic Löhe, Jans-Ingwer Callsen-Bracker, Roman Neustädter sowie Jungprofi Fabian Bäcker. Ein Beleg, wie wichtig die „jugen Fohlen“, die nicht aller Abstiegssorgen entbunden sind, die Partie an der Mosel nahmen.

Das Spiel begann verhalten mit vorsichtigem Abtasten, keine der beiden Mannschaften  wollte den ersten Fehler begehen. So blieben Torgelegenheiten zunächst Mangelware. Erstmalig gefährlich wurde es in der 18. Minute als der engagiert aufspielende Sahr Senesie aus spitzem Winkel frei vor Gladbsbach Keeper Löhe den Abschluss suchte, sein anvisiertes Ziel jedoch knapp verfehlte. Einige Minuten später kommt Senesie im Strafraum der Borussen an den Ball, dreht sich geschickt um seinen Gegenspieler und flankt aus Andy Rakic welcher per Kopfball leider vergibt (25.) Kurz darauf versuchte es der 24-jährige, ehemalige U-21 Nationalspieler Senesie mit einem Volleyschuss aus 12 Metern. Doch auch diesmal strich sein Schuss leider knapp am langen Pfosten vorbei (28.). Wie man es besser, weil effektiver, macht zeigte die „Elf vom Niederrhein“ mit ihrer ersten Torgelegenheit: Marcel Podszus kommt auf der rechten Außenbahn zur Flanke, am langen Pfosten steht Fabian Bäcker, welcher in der 1. Bundesliga sich gegen den VfL Bochum treffsicher zeigte, und lässt Triers Schlussmann Kenneth Kronholm mit einem überlegten Kopfball ins lange Eck keine Abwehrchance (29.). Kurz vor der Pause hätten die Fohlen das Ergebnis weiter zu ihren Gunsten ausbauen können. Doch Torschütze Bäcker übersieht den vollkommen freistehenden Engin und sucht, erfolglos, selbst den Abschluss (40.).
Vor dem Borussen-Strafraum wurde es in der Nachspielzeit der 1. Hälfte noch einmal gefährlich. Doch Löhe klärt den strammen Schuss vom Gilles Bettmer zur Ecke (45.+2).

Zu Wiederanpfiff blieb der Luxemburger Bettmer in der Kabine, für ihn kam Thomas Kempny. Die Eintracht öffnete die Defensive, drängte mit Macht auf den so wichtigen Ausgleich. Doch weder Gustav Schulz (mit einem Distanzschuss, 51.) noch Wilko Risser (vergab kläglich aus 5 Metern nach feinem Zuspiel von Kempny, 54.) konnten ihre Gelegenheiten nutzen. Nur wenig später beendete erneut Gladbachs Fabian Bäcker alle Hoffnungen im Trierer Lager. An der Strafraumgrenze tänzelte er Kevin Lacroix aus und zieht ab. Unhaltbar für Kronholm landet der Ball im kurzen Eck (63.). Roland Seitz reagierte und brachte mit Stürmer Tim Eckstein für Linksverteidiger Fabio Fuhs eine weitere Offensivkraft (68.). Nur Sekunden nach seiner Einwechslung bieter sich Triers Youngster eine Riesenchance. Doch seine Kopfball-Bogenlampe fliegt an die Querlatte (69.). In der Folge war der Käse gegessen, der Drops gelutscht – die Niederlage besiegelt. Bei den vorwiegend jungen Trierern Spielern merkte man die nervlische Belastung mit zunehmender Spieldauer, selbst einfachste Zuspiele wollten einfach nicht mehr gelingen. Max Bachl-Staudinger handelte sich zudem wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte ein. Gladbach war einem dritten oder vierten Treffer näher als der SVE dem Anschluss. Doch sowohl Bastürk (73,) als auch Podszus (86.) ließen gute Gelegenheiten aus, das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten.

Am Ende blieb es vor 2580 enttäuschten Zuschauern beim 0:2. Ungeachtet der ernüchternden Niederlage glaubt Trainer Roland Seitz, der sich einen natürlich einen besseren Heimeinstand gewünscht hätte, weiterhin an den Klassenerhalt: “Wir werden uns nicht aufgeben, solange rein rechnerisch noch alles möglich ist. Am Donnerstag in Mannheim brauchen wir elf Spieler auf dem Platz, die alles geben.”

Nach dem gleichzeitig Sieg von Wormatia Worms gegen Bochum II übernimmt Eintracht Trier nach dieser Niederlage die symbolische „Rote Laterne“ als Tabellenletzter der Regionalliga West. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt 4 Zähler.

Aufstellung
Eintracht Trier: Kronholm – Fuhs (Eckstein, 68.), Cinar, Lacroix, Fernandes – Bettmer (Kempny, 46.), Schulz (Salem, 77.), Bachl-Staudinger, Rakic – Senesie, Risser

Bor. Mönchengladbach II: Löhe – Bastürk, Callsen-Bracker, Dams (Vogel, 77.), Heubach – Baltes (Schlösser, 77.), Neustädter, Korb, Engin – Podszus, Bäcker (80. von der Weth)

Schiedsrichter: Ingo Müller (Ansbach)

Tore: 0:1 Bäcker (29.), 0: Bäcker (63.)

gelbe Karte(n): Korb, Engin

gelb-rote Karte: Bachl-Staudinger (wiederh. Foulspiel)

Zuschauer:
2580

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