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„Es soll keiner überhitzen“

Ein Anfang ist gemacht: Im ersten Spiel unter dem neuen Cheftrainer Reinhold Breu erzielte der SV Eintracht Trier 05 am gestrigen Dienstag im Südwestderby der Fußball-Regionalliga ein hoch verdientes 2:2 gegen den 1. FC Saarbrücken Im Interview mit www.eintracht-trier.com gibt der neue Coach Einblicke in seine Arbeit und auch in die Personalplanungen.

Nach dem aufregenden Duell mit Saarbrücken und Deiner Premiere als Hauptverantwortlichem Coach: Wie (un-) ruhig war Deine Nacht?

Ich habe sehr gut geschlafen. Es gab ja auch keinen Grund dazu, unruhig zu sein. In der zweiten Hälfte hat meine Mannschaft gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt. In der ersten Halbzeit waren wir noch etwas zu passiv und haben etwas zu viel mit langen Bällen gespielt. Das hatte aber auch mit einer gewissen Nervosität zu tun.

Nach dem Derby gegen den FCS mit vielen Zuschauern und einer ganz besonderen Ausgangsposition: Folgt jetzt am Samstag beim Bonner SC nicht ein viel schwieriges Spiel?

Sicher nicht. Ich erwarte von meiner Mannschaft in erster Linie, dass sie diszipliniert agiert und die Null steht. Bonn muss das Spiel machen. Wir können geordnet stehen.

Wie sieht der Fahrplan bis zum Spiel am Samstag im Sportpark Nord aus?

Wir trainieren heute, Donnerstag und Freitag jeweils um 15.30 Uhr.  Am Samstag treffen wir uns um 9.45 Uhr zum Essen im Vereinslokal Postillion. Nach der Besprechung fahren wir dann nach Bonn. Wir werden momentan nicht mehr trainieren, schließlich soll auch keiner überhitzen. Wir müssen uns gerade in den Englischen Wochen, die anstehen oder noch folgen, die Kräfte einteilen.

Zu Deiner Philosophie: Worauf legst Du besonderen Wert?

Auf die Grundtugenden – so einfach sich das auch anhört. Einsatz, Leidenschaft, Kampfgeist, taktische Disziplin aus einer geordneten Abwehr heraus sind mir extrem wichtig. So einfach sich das anhört, so akribisch werde ich auf die Einhaltung dieser Punkte achten.

Nach der Trennung von vier Spielern wurde mit Deiner Amtseinführung auch die Ablösung des bisherigen Co-Trainers Thomas Richter und von Sascha Purket als Torwarttrainer vollzogen. Für sie sind zunächst bis Saisonende A-Jugendtrainer Bernhard Weis und B-Junioren-Coach Frank Thieltges tätig. Was waren die Beweggründe für diesen Wechsel?

Es ging mir darum, Leute mit ins Boot zu holen, die eine gewisse sportliche Philosophie und eine bestimmte Richtung mitgehen. Menschlich tut es mir für Thomas und Sascha, die beide charakterlich einwandfrei sind, leid – aber so ist nun mal das Geschäft. Ich bin in der Hauptverantwortung und muss nicht nur auf dem Feld, sondern auch abseits des Rasens mein Team strukturieren, damit ich vom Erfolg überzeugt bin.

Gibt es weitere Veränderungen?

Wir werden das Trainerteam zur neuen Saison neu strukturieren. So lange kommen wir auch mit den Doppelfunktionen klar – Bernhard bleibt auch zuständig für die Jugend, Frank für die B-Junioren. Ich coache weiter die U23. Ich setze aber auch auf zusätzliche Kräfte, weil mehr Augen einfach mehr sehen. Jürgen Tücks sitzt bei den Spielen auf der Tribüne und hat eine andere Perspektive. Seine Eindrücke sind mir ebenso wichtig, wie die von Kay Falkenau, dessen Arbeit als Sportpsychologe ich ja bereits im Nachwuchsbereich kennen- und schätzen gelernt habe.

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