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Siegtreffer in der Nachspielzeit

Dank eines Treffers in allerletzter Sekunde gewinnt Eintracht Trier mit 3:2 (1:0) gegen den VfL Bochum II. 1700 Zuschauer sahen im Moselstadion eine starke Eintracht, die aufgrund des Last-Minute-Tors glücklich, aber insgesamt verdient die Punkte in Trier behält. Der SVE vergrößert damit den Abstand auf die Abstiegsränge auf 5 Punkte.

Aufatmen in Trier: Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung distanziert die Mannschaft von Mario Basler den VfL Bochum und baut die starke Heimserie auf 10 Punkte aus den letzten 4 Heimspielen aus. Die Eintracht zeigte direkt, wer Herr im Moselstadion ist und setzte Bochum unter Druck. Mit teilweise glänzenden Kombinationen tauchte der SVE immer wieder gefährlich vor dem Bochumer Tor auf. Angetrieben vom starken Thorsten Wittek, der von Anfang an spielte, war Trier die überlegene Elf im ersten Durchgang. Doch es dauert bis zur 30.Minute als Hesslein nach einer Ecke per Kopf für das überfällige 1:0 sorgte. Danach verpasst Trier allerdings den Sack frühzeitig zuzumachen und versiebt mal wieder eine Torchance nach der anderen. Schulz, Müller und Risser scheitern in aussichtsreicher Position aus kurzer Distanz. Und Wittek donnert den Ball aus 10 Metern ans Lattenkreuz (42.). Danach war Halbzeit. Von Bochum war bis dato nichts zu sehen, die Mannschaft aus dem Ruhrpott war mit dem 0:1 bestens bedient.

In Durchgang zwei machte Trier die Partie nochmals unnötigerweise spannend. Einen harmlosen Kullerball haut sich die Eintracht-Abwehr mehr oder weniger selber rein. Torwart Miletic sah hier nicht gut aus, als Torschütze wurde jedoch der Bochumer Neumann angegeben (48.). Die Souveränität der ersten Hälfte war bei Trier nach dieser kalten Dusche erstmal wie weggeblasen. Bochum kam zu einigen gefährlichen Kontern. Doch der SVE kommt zurück. Lacroix scheitert per Kopf an der Latte (53.); in der 57. scheitert Müller mit einem Freistoß. Dann hat Schulz zweimal Pech: in der 70. streicht sein Schuss aus 10 Metern hauchdünn am Pfosten vorbei, fünf Minuten später verzieht er volley aus drei Metern Torentfernung. Besser machte es der bis dahin unglücklich agierende Wilko Risser, als er eine Schulz-Flanke zur 2:1-Führung einköpft (77.). Doch drei Minuten später versenkt Bochums Neumann einen Konter zum 2:2 – unglaublich! In diesem verrückten Spiel war das aber noch nicht der Schlussakkord. Als schon Alles mit einem Unentschieden rechnete, schlug Wilko Risser noch mal zu: in der letzten Minute der Nachspielzeit nutzt der Namibische Nationalstürmer eine Unsicherheit des Bochumer Schlussmanns zum 3:2 für die Eintracht! Schiedsrichter Marx pfiff die Partie danach erst gar nicht mehr an.

Eintracht Trier gewinnt am Ende verdient mit 3:2 gegen Bochum, hat allerdings Glück, dass am Ende noch der Siegtreffer gelang. Trier war vor allem in der ersten Halbzeit die überlegene Mannschaft, hätte sich aber beinahe wieder einmal durch eine schwache Chancenauswertung und individuelle Abwehrfehler um den Lohn gebracht. Durch diesen wichtigen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf festigt der SVE den 11.Tabellenplatz und baut den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf fünf Punkte aus.

Am kommenden Mittwoch startet mit dem Heimspiel gegen Köln bereits die Rückrunde der Regionalliga-Saison. Mit einem weiteren Heimsieg soll die 0:2-Schlappe aus dem Hinspiel wettgemacht und der Abstand auf die unteren Tabellenregionen vergrößert werden. Anstoss der Partie ist um 19.00 Uhr im Moselstadion.

Eintracht Trier: Miletic; Rakic, Cinar, Hesslein, Dingels; Schulz, Wittek (90. O´Connor), Lacroix, Schäfer(82. Ay); Müller (71. Thaqi), Risser

Tore: 1:0 (31.) Hesslein, 1:1 (48.) Neumann, 2:1 (77.) Risser, 2:2 (80.) Neumann, 3:2 (90.+2) Risser

Gelbe Karten:
Miletic, Dingels, Lacroix – Acquistapace

Schiedsrichter: Simon Marx

Zuschauer: 1.700

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