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Comvalius trifft per Elfer – aber wieder nur Remis

Wieder nur ein Remis gegen ein Team aus dem unteren Tabellendrittel: Nach den 1:1 gegen Pfullendorf und Baunatal gab es am Samstag Nachmittag gegen den SSV Ulm 1846 aus Sicht des SV Eintracht Trier 05 das gleiche Resultat.

SVE-Cheftrainer Jens Kiefer bot für die Partie gegen die „Spatzen“ nur 16 Akteure auf – und verzichtete auf Ergänzungen aus der U23, für die Sonntag, ab 16 Uhr, eine wichtige Partie im Kampf gegen den Abstieg aus der Rheinlandliga gegen die SG Altenkirchen stattfindet.

Neben den gesperrten Torge Hollmann und Steven Kröner (rot bzw. gelb-rot am vergangenen Samstag beim 1:1 in Mannheim) fehlten auch die weiterhin verletzten Fabian Zittlau, Michael Dingels, Erik Michels und Albutrin Aliu. Zumindest auf der Bank konnten die angeschlagenen Lars Guenther und Ken Asaeda Platz nehmen.

Zunächst sahen die 1357 Besucher eine kampfbetonte Partie im Moselstadion, in der zwingende Situationen vor den beiden  Toren Mangelwaren blieben. Nikola Trkulja versuchte es in der zwölften Minute mal aus der zweiten Reihe, dann köpfte Maximilian Gebert drüber (14.). Auf der Gegenseite versuchte es Matze Cuntz aus der zweiten Reihe, schoss aber auch nur in die zweite Etage (19.). So richtig brenzlig wurde es erstmals in der 22. Minute. Ulm konterte, der Ball kam über Johannes Ludmann zu Florian Treske, der sich das Spielgerät aber zu weit vorlegte, sodass Andy Lengsfeld klären konnte. Acht Minuten später narrte Alon Abelski den Ulmer Verteidiger Zachary Olow, war bereits im Strafraum der Gäste, wurde im letzten Moment aber noch abgedrängt.

Die Schützlinge von Coach Kiefer waren um schnelles, konstruktives Spiel bemüht; es fehlte aber an Durchsetzungsvermögen. Bereits in der 35. Minute war der SVE-Coach zum Wechseln gezwungen: Für den an der Wade verletzten Kapitän „Fou“ Brighache kam Ken Asaeda. In Minute 42 musste Andy Lengsfeld Kopf und Kragen riskieren, um vor dem heranstürmenden Ludmann zu retten, dann strahlten Thomas Konrad und Abelski noch einmal so etwas wie Offensivgefahr aus – mit dem 0:0 ging es in die Pause.

Druckvoller waren die Aktionen des SVE anfangs der zweiten Hälfte. SSV-Torwart-Urgestein Holger Betz fischte die Kugel in der 53. Minute gerade noch so vor Sylvano Comvalius weg, nachdem Abelski nahe vors Tor geflankt hatte. Dann die 57. Minute: Lahyani zog Comvalius am und im Strafraum am Trikot – Notbremse, rote Karte, Elfmeter! Der Gefoulte trat selbst an, verlud Betz und machte das 1:0! Wenig später parierte Betz gegen Marco Quotschalla aus kurzer Distanz (60.).

Ulm versuchte nun alles, wollte im Kampf gegen den Abstieg auf keinen Fall leer ausgehen und die 440 Kilometer lange Rückreise nicht punktlos angehen, dadurch ergaben sich natürlich Räume für die in Überzahl agierenden Blau-Schwarz-Weißen. Diese wussten die Gastgeber aber nicht zu nutzen. Ganz im Gegenteil: Der gerade erst eingewechselte Pascal Sohm nahm in der 77. Minute einen Steilpass auf und spitzelte ihn an Lengsfeld vorbei zum 1:1 ins Netz.  Der ebenfalls eingetauschte Lushtaku versuchte es in der 83. Minute, scheiterte aber aus halbrechter Position an Betz. Am Ende bleib es beim insgesamt leistungsgerechten 1:1-Unentschieden.

Kommenden Donnerstag, ab 19 Uhr, folgt nun eine harte Prüfung, wenn es zu Regionalliga-Südwest-Spitzenreiter SG Sonnenhof Großaspach geht.

Stimmen zum Spiel:

Verteidiger Christoph Buchner: „Wir sind natürlich enttäuscht. Das war viel zu wenig. Wir sind in Überzahl und lassen uns dann noch ein Tor einschenken. Das darf nicht sein. Donnerstag bei der SG Sonnenhof müssen wir unms deutlich steigern.“

Kapitän Fouad Brighache: „Ulm hat nach dem Rückstand die Flucht nach vorne angetreten, Moral bewiesen und so noch einen Punkt entführt. Woran es bei uns gelegen hat, müssen wir in den nächsten Tagen genau analysieren. Ich selbst habe bei einem Zweikampf einen Schlag gegen die Wade bekommen, danach hat sie zu gemacht. Ich muss sehen, ob es reicht bis zum Spiel am Donnerstag in Großaspach.“

SVE-Cheftrainer Jens Kiefer: „Mit dem, was wir in der ersten Hälfte gezeigt haben, kann ich nicht zufrieden sein. Da haben wir kaum einmal zwingend nach vorne gespielt. Nach dem 1:0 haben wir in Überzahl Chancen – und die müssen wir einfach nutzen. Ulm hat mit einfachen Mitteln dagegen gehalten. Das haben sie konsequent gemacht und sich so den Punkt auch verdient.“

 

Aufstellungen:

SV Eintracht Trier 05: Lengsfeld – Bender, Konrad, Buchner, Brighache (35. Asaeda) – Spang (70. Kuduzovic)– Quotschalla (82. Lushtaku), Abelski, Cuntz, Anton – Comvalius

SSV Ulm 1846: Betz – Reichert, Gavric, Reith, Olow (76. Sohm) – Ludmann, Bachl-Staudinger (64. Lovre), Lahyani, Gebert – Treske (64. Kiral), Trkulja

Schiedsrichter: Timo Gerach (Landau/Pfalz)

Zuschauer: 1357

Tore: 1:0 Comvalius (59., Foulelfmeter), 1:1 Sohm (77.)

Rote Karte: Lahyani (Notbremse, 57.)

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