powered by deepgrey

Sauwer, Jungs: Spitzenreiter!!!

Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey!! Mit 2:1 hat der SV Eintracht Trier 05 am Samstag Nachmittag auch die Hürde SSV Ulm 1846 genommen – und kletterte nach dem elften ungeschlagenen Spiel in Folge auf Platz eins der Regionalliga-Südwest-Tabelle.

Gleich auf drei Positionen musste Cheftrainer Roland Seitz sein Team umstellen – Michael Dingels und Matthias Cuntz gelbgesperrt, Steven Kröner an der Wade verletzt. Dafür rückten Torge Hollmann, Faz Kuduzovic und Christopher Spang in die Anfangsformation.

Das Team mit der Porta auf der Brust erwischte einen glänzenden Auftakt – und ging schon nach 90 Sekunden in Front: Eine Ecke von Alon Abelski wurde zu kurz von der Ulmer Abwehr abgewehrt, Marco Quotschalla nahm aus 15 Metern Maß und traf ins rechte untere Eck. Der SVE blieb am Drücker, der SSV offenbarte einige Deckungsschwächen. In der dritten Minute ums Haar das 0:2, als Abelski nach innen gepasst hatte und Sylvano Comvalius aus kurzer Distanz an Keeper Holger Betz scheiterte. Nur fünf Minuten später wieder Comvalius, diesmal kam er nach einem langen Pass einen Schritt zu spät. Das Trierer Offensivfeuerwerk hielt an. Zunächst verpasste Comvalius nach Kombination über Fabian Zittlau und Marco Quotschalla noch knapp (9.), in der elften Minute war der Niederländer aber nach klugem Zuspiel von Abelski aus sieben Metern halbrechter Position erfolgreich. Mit der sicheren Führung im Rücken zog sich der Gast von der Mosel – unterstützt von rund 150 mitgereisten Anhängern – danach zurück. Und trotzdem in der 19. Minute wieder eine klasse Möglichkeit, wieder hatte Comvalius Pech. Klare Chancen blieben vorm Ulmer Tor anschließend bis zum Halbzeitpfiff Mangelwaren. Kurz vor der Pause die erste Chance für den gastgebenden Tabellenvorletzten. Florian Treske setzte sich gegen Fouad Brighache durch und traf die Latte (42.).

Zur zweiten Halbzeit wollte es der Ex-Bundesligist wissen, Ulm startete aggressiv. Wenige Sekunden erst waren absolviert, da steuerte Kiral Ugur von rechts alleine auf SVE-Schlussmann Chris Keilmann zu, setzte den Ball aber am langen Pfosten vorbei (46.).

Die Schützlinge von Coach Paul Sauter mussten die Defensive mehr und mehr lockern. So boten sich den Gästen immer wieder gute Kontermöglichkeiten, die jedoch nicht immer konsequent zu Ende gespielt wurden. Nur Zentimeter fehlten allerdings Comvalius am zweiten Pfosten, um den von Abelski nach innen geschlagenen Ball zu verwerten (55.). Vier Minuten später zur Abwechslung mal eine Standardsituation; Abelskis Freistoß strich knapp über die Latte. Ulm mühte sich, konnte den Trierer Kasten aber kaum einmal ernsthaft in Gefahr bringen. Auf der Gegenseite erneut eine gute Situation der spielerisch klar überlegenen Blau-Schwarz-Weißen, die sich den Vorwurf gefallen lassen mussten, nicht frühzeitig alles (ganz) klar gemacht zu haben. Auch der Ex-Ulmer Moussa Touré – eingetauscht für den angeschlagenen Sylvano Comvalius – verzeichnete eine viel versprechende Offensivaktion, als er in der 67. Minute seinen Meister in Betz fand.

Das Match plätscherte vor sich hin, der SSV erarbeitete sich in vielen Zweikämpfen Vorteile.  Gegen Ende kam  nochmal Spannung auf: Auf Flanke von Johannes Ludmann versenkte Florian Treske den Ball aus wenigen Metern unbedrängt zum 1:2 (83.).

Am Ende blieb es aber beim Trierer Sieg, der erstmals nach gut zwei Jahren die Tabellenführung in der Regionalliga einbringt. Sauwer, Jungs!!!

Marco Quotschalla, der Torschütze zum 0:1, bilanzierte: „Am Ende haben wir es ungewollt noch etwas spannend gemacht. Vielleicht haben wir uns zuviel ausgeruht nach den beiden frühen Treffern. Egal – was zählt, sind die drei Punkte. Die Tabellenführung ist eine tolle Momentaufnahme. Das freut uns riesig.“

Happy zeigte sich auch Coach Seitz in der Pressekonferenz: „Tabellenführer nach dem zwölften Spieltag – das ist eine schöne Sache. Jetzt wollen wir natürlich dran bleiben. Ich kann nur den Hut vor meiner Mannschaft ziehen, schließlich sind uns mit Matthias Cuntz, Steven Kröner und Michael Dingels drei wichtige Leute aus dem Abwehrverbund ausgefallen, Wir hatten einen tolle halbe Stunde am Anfang. Nach der Halbzeit hat Ulm immer mehr Druck gemacht. Ich denke aber, aufgrund der ersten Hälfte war es ein verdienter Sieg.“ Seitz´ Gegenüber Paul Sauter sprach sogar von einem „Trierer Feuerwerk“ zu Beginn, sah im Laufe der Partie aber dann eine stärker werdende Ulmer Mannschaft. „Insgesamt geht der Trierer Erfolg aber in Ordnung“, erkannte das Trainer-Urgestein der „Spatzen“ fair an.

Aufstellungen:

SSV Ulm 1846: Betz – Ludmann, Reichert, Reith, Olow – Rodriguez (76. Sohm), Bachl-Staudinger (46. Trkulja), Gavric, Gebert (62. Kuengienda)– Kiral, Treske.

SV Eintracht Trier 05: Keilmann – Brighache, Hollmann, Buchner, Zittlau – Bender (62. Konrad), Spang, Abelski, Kuduzovic, Quotschalla – Comvalius (65. Touré).

Schiedsrichter: Dominik Bartsch (Wertheim-Urphar am Main)

Zuschauer: 947

Tore: 0:1 Quotschalla (2.), 0:2 Comvalius (11.), 1:2 Treske (83.)

[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]