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Viele Krettnacher haben Eintracht-Vergangenheit

Das „Tälchen“ ist im Fußballfieber: In einer vorgezogenen Partie der vierten Runde um den Bitburger-Rheinlandpokal trifft der aktuelle Spitzenreiter der Bezirksliga West bereits am morgigen Dienstag, 9. November, 19.30 Uhr, auf den Cupverteidiger und derzeitigen Regionalliga-Tabellenführer SV Eintracht Trier 05.

Da das Hauptfeld der Krettnacher Sportanlage in Niedermennig über kein Flutlicht verfügt und der Nebenplatz für diese Partie nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen weniger geeignet erscheint, wird die Begegnung, die unter der Leitung von Schiedsrichter Florian Fochs aus Daun steht, im nur wenige Kilometer entfernten Konzer Stadtteil Könen ausgetragen – für die Eintracht übrigens kein unbekanntes Terrain, fanden doch hier in den vergangenen Jahren immer wieder Vorbereitungsspiele im Sommer statt. Zuletzt gab es in Könen am 21. Juli ein 3:0 über den Luxemburger Erstligisten Progres Niederkorn.

In jener Testphase gab es auch ein Duell mit dem SV Krettnach. 13:0 hieß es am Ende für die Blau-Schwarz-Weißen. „Bloß nicht wieder derart untergehen“, lautet deshalb auch das vordringliche Ziel der drei Klassen tiefer als der SVE angesiedelten Tälchen-Kicker, die übrigens zahlreiche Schnittstellen mit der Eintracht aufweisen. Akteure wie Volker Schmitt, Bastian Jung und Maurice Kress, Sven Bader und Paul Fiegler – um nur einige zu nennen – waren früher allesamt schon mal im Trikot mit der Porta Nigra auf der Brust aktiv – sei es in der zweiten Mannschaft oder in der Jugend. Präsidiumsmitglied Ralf Werner ist auch ein treuer Fan und Sponsor des SVE, freut sich zudem auf ein sportliches Treffen mit Sportvorstand Ernst Wilhelmi, mit dem er gut befreundet ist. Trainer Erwin Berg wohnt nicht nur in Trier-Süd und schwor seine Schützlinge am Freitag in der Gaststätte „Rhenania“ in der Saarstraße auf das Pokalderby ein, sondern spielte auch einst für den SVE (1979/80 in der damaligen Zweiten Bundesliga Süd) und coachte die zweite Mannschaft von September 2007 bis Sommer 2008 in der Rheinlandliga. Am 25. September 2008 löste der 56-jährige Berg in Krettnach den kurz zuvor geschassten Karl Kronenburg ab, führte das Team in jener Saison dank einer atemberaubenden Aufholjagd noch zum Klassenverbleib und half so, den Krettnacher Nimbus zu wahren: Seit 1974 wird im Tälchen überkreislich Fußball gespielt, davon viele Jahre sogar in der Rheinlandliga und später auch in der (inzwischen abgeschafften) Landesliga.

Vergangene Saison wurde der 1946 gegründete Klub mit seiner ersten Garnitur Bezirksliga-Zehnter. Dass es heuer so gut läuft, kommt nicht ganz von ungefähr: Der Angriff wurde mit der Verpflichtung von Nico Hubo (kam vom Luxemburger Drittligisten Wasserbillig/Mertert) noch einmal deutlich verstärkt. Ebenso wie sein Bruder Manuel war er früher beim damaligen Oberligisten FSV Salmrohr aktiv. Die beiden Hubos bringen es jeweils auf zwölf Treffer in der laufenden Runde. Nach 15 Spielen (10 Siege, 2 Remis, drei Niederlagen) stehen schon 45:18 Treffer zu Buche. Volker Schmitt, der aus Grevenmacher zurück kehrte, verleiht der Defensive zusätzlichen Halt.

Nach dem spielfreien Wochenende geht der SVK ausgeruht ins „Spiel der Spiele“ gegen den großen Nachbarn, zu dem rund 1000 Zuschauer erwartet werden. In Runde vier des Pokals hat sich Erwin Berg mit seinem Team durch Erfolge bei den B-Ligisten SG Mandern/Waldweiler (3:0) und der DJK Pluwig/Gusterath (7:0) vorgekämpft. Nun will man die Eintracht zumindest ein wenig ärgern…

Erwachsene zahlen am Dienstag fünf Euro Eintritt. Jugendliche (bis 14 Jahren) sind frei, Körperbehinderte und Studenten können für je 2,50 Euro zuschauen.

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