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Souveräner Sieg in Konz: Eintracht erreicht dritte Pokalrunde

Etwa eine Stunde lang war das Zweitrundenduell im Rheinlandpokal zwischen Gastgeber SV Konz und Eintracht Trier ein Festival der vergebenen Chancen. Erst dann ließ Luca Sasso-Sant mit seinem Treffer zum 1:0 den Knoten platzen, am Ende setzte sich der Favorit aus der ältesten Stadt Deutschlands mit 6:0 beim Bezirksligisten durch. Damit stehen die Blau-Schwarz-Weißen souverän in der dritten Runde des Rheinlandpokals.

Dass der SVE die Hausherren aus Konz von Beginn an ernst nehmen wollte, sah man schon an der Startaufstellung, die Chefcoach Daniel Paulus auf den Rasen schickte. Obwohl der Übungsleiter im Vergleich zum Oberliga-Auftritt gegen den FV Eppelborn auf sechs Positionen umstellte, durfte von einer B-Elf keine Rede sein. Erwähnenswert ist an dieser Stelle sicher besonders das Comeback von Abwehr-Routinier Josef Cinar, der erstmals nach überstandenem Kreuzbandanriss wieder auf dem Fußballplatz stand. Weitere gute Nachrichten blieben aus Sicht der Blau-Schwarz-Weißen im ersten Durchgang jedoch aus. Das Team von Trainer Daniel Paulus tat sich gegen den Bezirksligisten über weite Strecken schwer und musste sich hinten gleich mehrfach guter Kontergelegenheiten erwehren. Vorne erspielte sich der Eintracht-Angriff zwar immer wieder Möglichkeiten, ging allerdings viel zu fahrlässig damit um. Die Stürmer des SVE scheiterten entweder an Konz-Keeper Nkamgove, am Aluminium (Kopfball von Brandscheid in der 28. Minute), oder am eigenen Unvermögen im Abschluss. Beispielhaft dafür ist sicherlich die 40. Minute, als Jan Brandscheid frei auf das Gehäuse der Hausherren zusteuerte und den Ball dann unbedrängt vorbeischob.

Zunächst war auch im zweiten Durchgang keine Besserung in Sicht. Allein in den ersten zehn Minuten nach Wiederbeginn ließen Sasso-Sant (47. u. 56.) und Mittelfeldmann Bouzid wieder drei dicke Chancen liegen. Erst nach einer knappen Stunde gelang dem Oberligist aus der ältesten Stadt Deutschlands die Erlösung. Eine schöne Hereingabe von Georgios Lyras verwerte Sasso-Sant endlich zur 1:0-Führung (58.). Der Bann schien nun gebrochen, keine fünf Minuten nach dem ersten Tor legte Top-Torjäger Brandscheid nach guter Kahyaoglu-Vorarbeit den zweiten Treffer des Tages für den SVE nach (62.). Eine Viertelstunde vor Schluss zeichneten sich dann die drei Joker von Eintracht-Coach Paulus für das dritte Tor seines Teams verantwortlich. Nach schönem Zusammenspiel mit Saky Noutsos und Lukas Servatius machte Kevin Heinz das fällige 3:0 (75.). Nur drei Minuten später fand auch ein Distanzschuss von Lucas Jakob sein Ziel – nun wurde es mit 4:0 doch noch standesgemäß (78.). Bis zum Schlusspfiff machte der SVE dann in Person von Luca Sasso-Sant noch das halbe Dutzend voll und steht somit verdient in der dritten Runde des Rheinlandpokals (81. u. 89.). „Bis zur 60. Minute war ich absolut nicht zufrieden. Da war ich auch mit der Einstellung von einigen nicht glücklich. Nach dem Tor haben wir dann endlich mal das Tempo erhöht, Ball und Gegner laufen lassen und unsere Chancen genutzt. Letztlich war das standesgemäß. Nicht mehr und nicht weniger“, bilanzierte Trainer Paulus, der mit Lucas Jakob und Ömer Kahyaoglu auch zwei jungen Akteuren Einsatzzeit gegeben hatte, die zuletzt häufiger zuschauen mussten: „Man hat schon gesehen, dass sie eigentlich mehr Spielpraxis brauchen. Der Sprung von der A-Jugend in die erste Mannschaft ist schwer, da ist das eigentlich das A und O. Es freut mich, dass sich die beiden dann mit Vorlagen und Tor belohnen konnten. Sie müssen sich einfach noch mehr zutrauen.“

Bereits am Sonntag geht es für Eintracht Trier in der Oberliga wieder um Punkte. Um 14:30 Uhr trifft die Paulus-Elf im Stadion Kieselhumes auf den SV Saar 05 Saarbrücken.

Statistik:

Eintracht Trier: München – Engeldinger (65. Servatius), Mabouba, Cinar, Kahyaoglu – Kinscher (46. Heinz), Jakob, Bouzid, Lyras – Brandscheid (68. Noutsos), Sasso-Sant

SV Konz: Nkamgove – Güth, Laudwein, Richter, Schmidt – Bühringer (59. Schuler), Peters – Kupper Stöß (81. Schmidt), Reger (84. Esch), Hausen – Kugel

Tore: 1:0 Sasso-Sant (58.), 2:0 Brandscheid (62.), 3:0 Heinz (75.), 4:0 Jakob (78.), 5:0 Sasso-Sant (81.), 6:0 Sasso-Sant (89.)

Zuschauer: 580

Schiedsrichter: Christoph Zimmer