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Eintracht historisch – Saison 1978/79: Beim Aufsteiger aus Freiburg spielte Jogi Löw

Da hilft kein Hadern, die Fußballzeiten haben sich geändert für unsere Eintracht. Letzte Woche kam die zweite Mannschaft eines hoch angesehenen Bundesligisten und Europapokalteilnehmers zum Regionalligaspiel ins Moselstadion. Dass das auch einmal ganz anders war, zeigt ein Blick 47 Jahre zurück.

In der 2. Bundesliga Süd spielte die Eintrachtschon drei Jahre recht gut mit und einer der ganz Neuen in der Liga war der SC Freiburg. Der Verein hatte seinen enormen Aufstieg begonnen, sehr zum Leidwesen übrigens des alteingesessenen Freiburger FC, zu dieser Zeit noch auf Augenhöhe mit dem SC. Solche Gedanken machte sich natürlich in Trier niemand.

Am 19. Mai 1979 empfing die Eintracht zum drittletzten Spieltag jenen Aufsteiger aus Freiburg als Tabellenzehnter. Der Gast war 13. und ebenfalls schon gesichert. Vielleicht erklärt das den schwachen Besuch des Zweitligaspiels: Nur 2500 waren gekommen. Allerdings waren es auf anderen Plätzen oft auch nicht mehr. Die Liga hatte wohl keine gute Resonanz. Auch das zeigt von veränderten Zeiten: Heute sind 2500 ein ordentlicher Schnitt in der vierten Liga und in der aktuellen zweiten Bundesliga liegt der Schnitt bei gut 30.000.

Die Spieler beider Mannschaftenhatten aber offenbar nicht vor, sich abseits aller Abstiegssorgen und vor dürftiger Kulisse einen ruhigen Nachmittag zu machen. Dagegen sprechen schon drei gelbe Karten, die jede Seite einstecken musste. Und wohl auch die Entscheidung des Spiels, denn es brauchte einen Foulelfmeter in der 56. Minute. Erwin Hermandung verwandelte ihn, einer der prägenden Spieler der Eintracht in jener Zeit. Versehen mit reichlich Bundesligaerfahrung bei Hertha BSC und spielerisch immer noch auf diesem Niveau, begeisterte er über vier Jahre die Trierer Zuschauer. Jungen Spielern gab Erwin Hermandung Orientierung, wie einige aus der Mannschaft im Rückblick berichten. Gerd Fink und Rainer Brinsa unterstützen Hermandung in der Abwehr und im Spielaufbau. Im Sturm befand sich Lothar Leiendecker bereits in seiner starken Epoche (15 Tore in 36 Spielen).

Ein Blick in die Freiburger Aufstellung zeigt eine Besonderheit aus heutiger Sicht: Joachim Löw, der spätere Bundestrainer, wirkte mit im Moselstadion und gehörte zur Stammelf des Aufsteigers.

SV Eintracht-Trier 05 – SC Freiburg 1:0 (0:0)

Tor für die Eintracht: Erwin Hermandung

SV Eintracht-Trier 05: Michael Hümmer, Gerd Fink, Erwin Hermandung, Reiner Brinsa, Michael Veit, Mile Novkovic, Helmut Bergfelder (68. Georg Müllner), Borivoje Djordevic (65. Klaus-Dieter Lüders), Lothar Leiendecker, Heinz Histing, Erwin Zimmer

Trainer: Lothar Kleim