Die nächste lange Reise soll sich lohnen: Eintracht gastiert in Aalen
Die zweite englische Woche von Eintracht Trier endet am Samstag im Ostalbkreis. Dort treffen die Moselstädter in der Bediani-Arena auf den Aufsteiger VfR Aalen (Anpfiff 14 Uhr). Nach drei Siegen in Folge möchte der SVE auch in der Ostalb punkten.
Was in der Vorsaison noch eine Schwäche war, ist zu Beginn der neuen Spielzeit eine Stärke: Der SVE ist auf fremdem Platz wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Die Bilanz auswärts ist in der noch jungen Saison makellos. Unter der Woche gelang der Eintracht gegen Hessen Kassel der zweite Auswärtssieg im zweiten Auswärtsspiel. „Das ist eine sehr schöne Momentaufnahme und gibt den Jungs Ruhe und Selbstvertrauen“, freut sich Eintracht-Trainer Thomas Klasen über den gelungenen Saisonstart. „Das hilft, in der Saison Fahrt aufzunehmen. In Aalen haben wir die große Chance, nach fünf Spielen eine zweistellige Punktezahl zu erreichen. Das möchten wir ausbauen.“
Wie schon unter der Woche muss die Eintracht wieder viele Kilometer zurücklegen. Auf Kassel (343 Kilometer) folgt Aalen (380 Kilometer). Das bedeutet Reisestrapazen für Mannschaft, Trainerteam und Staff. „Gegen Kassel haben wir es perfekt und so professionell wie möglich gemacht. Das hält die Müdigkeit in Grenzen, sodass wir am Samstag mit Frische den ein oder anderen Wechsel nachlegen können“, berichtet Klasen über die englische Reisewoche, der die lange Fahrt auch für die Vorbereitung auf den nächsten Gegner (SC Freiburg II) nutzen möchte.
Der kommende Gegner VfR Aalen kehrte im Sommer als Meister der Oberliga Baden-Württemberg in die Regionalliga zurück. Zuvor spielte der VfR viele Jahre lang mindestens viertklassig. Der Kader, der in der Oberliga schon qualitativ gut aufgestellt war, wurde im Sommer weiter verstärkt: Gianluca Gaudino, Michael Kleinschrodt und Sean Seitz (spielte in der vergangenen Halbserie für die Eintracht) bringen Erfahrung in die Ostalb. Mit fünf Punkten rangiert der VfR derzeit auf dem zehnten Tabellenplatz. Am vergangenen Wochenende konnte er einen 3:1-Auswärtssieg bei der U23 des FSV Mainz 05 feiern. „Uns erwartet eine sehr ausgewogene Mannschaft“, beschreibt Thomas Klasen den Gegner. „Sie haben eine besondere Struktur in ihrem Spiel, da sie den Torhüter sehr stark einbinden und hoch stehen. Wenn du keinen Zugriff bekommst, dann können sie dich gut auslaufen lassen und auseinanderspielen. Da sind wir gewarnt und wir wissen, was auf uns zukommt. Umso wichtiger ist es für uns, gut in die Pressingmomente zu kommen und unser Niveau im eigenen Ballbesitz zu steigern.“
Unter der Woche sind mit Dejan Galjen und Dario Gebuhr zwei Neuzugänge bei Eintracht Trier angekommen. Durch die englischen Wochen war der Trainingsbetrieb im Sonderbetrieb und es blieb weniger Zeit als üblich für die Neuzugänge, sich im Mannschaftstraining einzufügen. „Beide kommen aus höheren Ligen und bei uns ist nie viel Anlaufzeit vonnöten, da mache ich mir wenig Gedanken. Beide sind Kandidaten für den Kader. Aber das werden wir nach dem Abschlusstraining entscheiden. Wir müssen generell schauen, wie frisch die anderen Jungs nach den beiden Spielen gegen Sandhausen und Kassel sind“, meint Klasen. Verzichten muss er in Aalen auf seinen Torhüter. Leon-Oumar Wechsel hat sich in der Partie gegen den KSV Hessen Kassel einen Innenbandanriss im linken Kniegelenk zugezogen. Der Torhüter wird dem SVE für einige Wochen nicht zur Verfügung stehen.
Die Partie wird von Schiedsrichter Marc Heiker geleitet. SVE-TV wird die Partie nicht übertragen. Über Leagues kann die Partie über den Heimstream des VfR Aalen verfolgt werden.








