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Der DFB-Pokal ist zurück in Trier – Leipzig zu Gast im Moselstadion

Auf den Tag genau (!) zehn Jahre nach dem letzten Auftritt im DFB-Pokal feiert Eintracht-Trier am Samstag (18.00 Uhr) die lang ersehnte Rückkehr in Deutschlands Pokalwettbewerb. Genau wie damals empfangen die Blau-Schwarz-Weißen einen Champions-League-Teilnehmer, treffen die Mannen von Thomas Klasen dieses Mal auf den Bundesliga-Dritten der Vorsaison, RB Leipzig.

„Genießen.“ Alleine dieses Wort, es wurde in der vergangenen Woche immer wieder rund um das Moselstadion vernommen. Thomas Klasen schlug sich schon nach dem 2:1-Auswärtserfolg, noch auf dem Rasen des Rhein-Neckar-Stadions stehend, aufs Herz und rief Richtung mitgereister Fans: „Und jetzt: Genießen!“. Dass eben jener Genuss möglich wurde, hängt zum Einen auch viel mit dem Sieg in der Liga zusammen, die die Blicke auf die parallel stattfindenden Liga-Spiele entspannter erscheinen lassen – zum Anderen aber auch selbstverständlich am Ereignis an sich. „Es ist ein absolutes Privileg, gegen einen Champions-League-Gegner zu spielen. Es ist für uns die maximal mögliche sportliche Herausforderung, gegen einen Gegner zu spielen, dessen Marktwerte Richtung Hundert Millionen tendieren.“

„Genießen“ – das sollen auch die Fans. „Zehn Jahre sind im Fußball eine absolute Ewigkeit. Trier hat es sich verdient, endlich nochmal auf der großen Fußball-Landkarte präsent zu sein“, weiß Thomas Klasen. Zudem sei die Eintracht die einzige Mannschaft aus der Regionalliga Südwest, die im DFB-Pokal vertreten sei. Und natürlich kommt auch hierbei dem Chefcoach dieses eine Wort über die Lippen: „Wir genießen das, so im Rampenlicht zu stehen.“

„Genießen“ – wie weit wird der Genuss gehen? „Letztlich wird es am Gegner liegen, ob eine Tür für uns aufgemacht wird. Aber wenn wir einen Spalt bekommen, wollen wir hindurchgehen“, spielt Klasen auf die Erfahrungen der Sachsen im letzten Jahr an, als es gegen den SV Sandhausen knapper zuging als gedacht (4:2-Erfolg nach 1:2-Rückstand). „Für uns gehört es aber auch zur Wahrheit, dass wir jetzt drei englische Wochen in Folge haben werden. Natürlich ist das hier die Partie, in der der Sieg am entferntesten ist, und realistisch betrachtet haben die kommenden Begegnungen natürlich einen ganz anderen Stellenwert für uns“, ordnet der Coach die Erstrundenbegegnung gegen Leipzig vor allem vor dem Hintergrund der schon am kommenden Dienstag stattfindenden Partie im Rheinland-Pokal richtig ein. „Denn nur durch solche Spiele kommen wir in den Genuss eines solchen Highlights.“

Die Partie steht unter der sportlichen Leitung von Marc Philip Eckermann. Ihm assistieren Felix Grund und Sebastian Stadlmayr an den Seitenlinien. Vierter Offizieller ist Jan-Vincent Ritter.