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Meine Zeit bei der Eintracht

Meine Zeit bei der Eintracht – Markus Lösch

Nach dem zweiten, recht guten Eintracht-Jahr in der 2. Bundesliga gingen Sie. Als es dem Verein schlecht ging nach dem unerwarteten Abstieg,
2005 kamen Sie aber zurück. Warum dieser Schritt?

Mein Vertrag bei Trier lief zwei Jahre, ich war also ablösefrei, und die Eintracht hatte mir nicht richtig das Gefühl gegeben, dass sie mich
wirklich halten wollte. Ich hatte von Fortuna Düsseldorf (Regionalliga) ein Angebot. Es hat mich gereizt, zu einem großen Traditionsverein
zu wechseln, obwohl ich eine Liga tiefer ging. Die Zeit bei Fortuna war nicht einfach, die Mannschaft war gerade in die Regionalliga aufgestiegen,
Ziel war gleich die 2. Liga. Die Mannschaft und auch ich konnten die Erwartungen nicht erfüllen. Ich war sehr froh, meinen Zweijahresvertrag
auflösen zu können und zur Eintracht nach Trier, die leider abgestiegen war, wechseln zu können.

Was lief schief in dem Regionalligajahr, das den erneuten Abstieg bedeutete?

Wir hatten eine relativ junge Truppe. Es war keine ausgewogene Mannschaft, absteigen hätten wir aber aufgrund der vorhandenen Qualität
nicht dürfen.

Wie waren die Bedingungen bei der Eintracht in den ersten beiden Zweitligajahren?

Die Bedingungen waren nicht zweitligatauglich, der Verein war aber gleichwohl bemüht, die Bedingungen zu verbessern.

Haben Sie noch Kontakte nach Trier?

Da ich meine Frau in Trier kennengelernt habe, bin ich noch öfter in Trier. Zu Spielern habe ich nur noch zu Axel Keller, Christian Schmid und
gelegentlich zu Daniel Ischdonat Kontakt. Drei sehr gute Freunde außerhalb des Fußballs sind mir auch geblieben.

Warum endete 2001 Ihre Karriere in der 1. Bundesliga?

Nach tollen zwei Jahren in Nürnberg, war die Zeit bei Eintracht Frankfurt sehr schwer. Ich war viele Wochen krank, Trainer Felix Magath, der mich nach Nürnberg und Frankfurt geholt hatte, wurde im Januar entlassen, ich machte in der Rückrunde nur noch drei Spiele… So löste ich meinen Zweijahresvertrag auf und ging zu meinem Heimatverein Stuttgarter Kickers, da ich wieder Spaß am Fußball haben wollte.

Hatten Sie als junger Spieler ein Vorbild oder Idol im internationalen Fußball?

Lothar Matthäus war mein Lieblingsspieler, ich habe ihn bewundert.

Sie sind dem Fußball treu geblieben und arbeiten für den VfB Stuttgart. In welcher Funktion?

Ich bin jetzt fast 15 Jahre beim VfB Stuttgart. Aktuell kümmere ich mich um unsere Leihspieler, begleite und beobachte sie in ihrer Entwicklung
und arbeite darüber hinaus im Scouting für die Lizenzmannschaft.