Zum ersten Mal seit 25 Jahren: Eintracht zu Gast beim VfR Mannheim
Wir schreiben den 10. November 2001, Rhein-Neckar-Stadion Mannheim. Eintracht-Trier reist am 17. Spieltag der Regionalliga Süd zum Deutschen Meister von 1949 und trennt sich 0:0. Wer hätte damals gedacht, dass es knapp ein Vierteljahrhundert dauert, bis die Moselaner wieder zu einem Gastspiel zum VfR anreisen? Am morgigen Sonntag (14.00 Uhr) ist es wieder soweit.
Beim damaligen Rückspiel war das Moselstadion in Ekstase. Eine Woche zuvor hatten die Blau-Schwarz-Weißen den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt gemacht, der VfR Mannheim beantragte keine Lizenz mehr und die Wege trennten sich – bis zum jetzigen Zeitpunkt. Dass nun wieder das Rhein-Neckar-Stadion im Visier der Anhängerschaft steht, dürfte insbesondere die Fußballtraditionalisten freuen – denn in unmittelbarer Nähe der Heimstätte des Lokalrivalen Waldhof Mannheim findet sich ein wahres Schmuckstück im fußballerischen Südwesten.
Die Mannschaft vom Aufsteiger rund um Cheftrainer Marcel Abele konnte indes am 1. Spieltag schon ein Ausrufezeichen setzen, als sie beim FSV Frankfurt noch einen 0:2-Rückstand egalisieren konnten. „Wir wissen alle, wie schwer es ist, in Frankfurt zu punkten“, hat auch Thomas Klasen dieses Ergebnis in der Vorbereitung auf den kommenden Gegner im Blick gehabt. „Das Momentum mit dieser Partie und dem Aufstieg im Rücken liegt im Moment ganz klar in Mannheim – wir hingegen müssen nach einer intensiven Trainingswoche nun die richtigen Schlüsse ziehen, um uns perfekt auf den VfR vorzubereiten.“ Wie das aussehen kann? Klasen machte bei den Mannheimern ein intensives „Mann-Gegen-Mann-Spiel“ aus, viel Pressing, Dreierreihe. „Wir müssen als in die Tiefe kommen, um für uns etwas mitzunehmen, aber es wird sicherlich kein leichtes Auswärtsspiel“, ist sich Klasen sicher.
„Der VfR Mannheim ist nicht gekommen, um direkt wieder zu gehen“ – das belegen auch die Transfers, die in der Sommerpause getätigt wurden – allen voran Namen wie Flamour Berisha und Lukas Rupp ließen ligaweit aufhorchen. „Sie haben eine Achse von hinten bis vorne, die absolute Leistungsträger darstellen. Es zeigt, dass sie kein normaler Aufsteiger sind.“
Die Partie steht unter der sportlichen Leitung von Elias Appel. Ihm assistieren Lasse Braun und Niklas Rüddenklau an den Seitenlinien. Appel leitet mit dieser Begegnung das vierte Mal eine Partie der Eintracht (bislang 1/1/1).
SVE-TV wird die Begegnung wie gewohnt über LEAGUES übertragen. Der Livestream startet etwa zehn Minuten vor dem Anpfiff gegen 13.50 Uhr.








