Fünfzehn Minuten zum Vergessen – Eintracht unterliegt dem SCF
Eintracht-Trier hat das Auswärtsspiel beim SC Freiburg II trotz Pausenführung mit 4:1 (0:1) verloren. Spielentscheidend waren fünfzehn Minuten nach der Pause, in der den Hausherren es innerhalb kürzester Zeit gelang, die Partie zu drehen.
Die Wolken über dem Freiburger Schloßberg am Rande des Schwarzwaldes, der das Dreisamstadion überblickt, hingen tief und sandten vor und während der Begegnung Nieselregen auf den Rasen. Passend zu den meteorologischen Rahmenbedingungen plätscherte die Partie dann auch zunächst etwa zwanzig Minuten vor sich hin. Die Hausherren in der Anfangsviertelstunde mit dem ein oder anderen Fehlpasse im Aufbauspiel, aber außer einem hieraus resultierenden Freistoß aus knapp dreißig Metern, den Spang in der Folge auf Zuspiel von Kinscher neben das Tor setzte, ergaben sich hieraus für die Eintracht keine wirklich gefährlichen Aktionen. Es dauerte daher etwas länger als zwanzig Minuten, ehe das Spiel die ersten wirklich gefährlichen Situation offenbarte: der quirlige Zelic, mit dem die Defensive des SVE ordentlich Arbeit hatte, war auf dem linken Flügel durch, legte mustergültig zurück auf Amegnaglo, der aber aus aussichtsreicher Lage so deutlich verzog, dass Novakovic im Kasten des SVE nicht eingreifen musste (22.). Nur kurze Zeit später zog König auf der anderen Seite in seiner ihm eigenen Art nach innen, sein Abschluss wurde jedoch in höchster Not zur Ecke abgewehrt, die nichts einbrachte (25.). Die Eintracht in der Folge besser in der Partie, konnten in dieser Phase fünf Ecken für sich beanspruchen – und Nummer fünf führte zum Erfolg: über Umwege landete der Ball bei Yavuz, der sich aus knapp 25 Metern ein Herz fasste und einfach abzog – sein Ball wurde abgefälscht, unhaltbar für Jantunen, das 0:1 (36.), was ebenso den Pausenstand bedeutete.
Der SC Freiburg II, er kam mit Vehemenz und Wucht aus der Pause. Den Abschluss vom gerade erst eingewechselten Wiklöf könnte Novakovic noch mit einem Weltklasse-Reflex abwehren, ehe nur Sekunden später die Latte bei einem Schopper-Distanzschuss rettete. Dann war es aber passiert: Flanke, wieder Wiklöf – dieses Mal per Kopf – das 1:1 (50.). Die Eintracht, sie steckte in dieser Phase noch in der Kabine: Ballverlust König am eigenen Strafraum, Abschluss von Tarnutzer per Schlenzer nur hauchzart am Doppelschlag vorbei (52.). Die Eintracht nun zwar wachgerüttelt, kam durch ein Solo von Sausen zur besten Gelegenheit in dieser Phase (53.), zur erneuten Führung reichte es aber nicht. Im Gegenteil: aus einem Ballverlust in der Offensive entwickelte sich der Führungstreffer des SCF: Mitakidis‘ Einsteigen an der Strafraumkante wertete Schiedsrichter Prölss zum Einen als Foul und zum Anderen als Vergehen im Strafraum, Rüdlin verwertete zum 2:1 (57.). Es sollte schlimmer kommen: ein Abschluss von Koß wurde unhaltbar für Novakovic abgefälscht – das 3:1 (59.) – es waren fünfzehn Minuten zum Vergessen aus Sicht der Moselstädter. Die endgültige Entscheidung dann kurz vor Schluss: Wiklöf schnürte nach einem Konter den Doppelpack – der Endstand zum 4:1.
Eintracht-Trier ist es unter dem Strich nicht gelungen, einen direkten Verfolger zumindest auf Distanz zu halten und ist nun punktgleich mit den Hausherren, die aufgrund der Tordifferenz an den Moselanern vorbeigezogen sind.
SC Freiburg II: Jantunen – (ab 88. Schulten), Schopper, Rüdlin, Koß (ab 65. Founes) – Lienhard (ab 65. Ketterer), Raweri – Zelic, Amegnaglo (ab 46. Wiklöf) – (ab 77. Kyereh), Tarnutzer.
Eintracht-Trier: Novakovic – Rahn (ab 63. Wähling), Mitakidis (ab 63. Herber), Wrusch, Lohei – Yavuz (ab 80. Garnier), Spang – Kinscher, Tekerci, König (ab 80. Schuster) – Sausen (ab 63. Marceta).
Tore: 0:1 Yavuz (36.), 1:1 Wiklöf (50.), 2:1 Rüdlin (57./Foulelfmeter), 3:1 Koß (59.), 4:1 Wiklöf (86.).
Schiedsrichter: Maximilian Prölss
Zuschauer: 808








