Nächster Halt: Finale im Moselstadion – Eintracht schlägt Emmelshausen-Karbach 3:1
Die Last, die von den Spielern und den Verantwortlichen der Blau-Schwarz-Weißen abgefallen war, sie war nach dem Schlusspfiff in der Emmelshausener Gipp-Arena deutlich greifbar. Zum ersten Mal seit neun Jahren (!) steht Eintracht-Trier wieder im Pokalfinale des Bitburger Rheinland-Pokales. Durch das 3:1 (2:1) beim Oberligisten FC Emmelshausen-Karbach wurde das heiß ersehnte Ticket gebucht.
Die Partie auf dem Emmelshausener Kunstrasen, der mit knapp 1.900 Zuschauern (darunter etwa 600 Trierer) aus allen Nähten platzte und einen würdigen Rahmen für das Halbfinale bot, sie begann für die Mannen von Thomas Klasen optimal: Dominik Kinscher bediente Fabio Lohei auf der linken Seite, der nicht lange fackelte und ins lange Eck abschloss – das frühe 0:1 (9.), welches die Begegnung dem Geschmack der lautstarken Anhängerschaft in die richtige Richtung lenken sollte. Dass dem aber in der Folge zunächst nicht so war, lag an einem hervorragend auf- und eingestellten Oberligisten FC Emmelshausen-Karbach, der seine gute Tabellenposition (Platz vier in der Liga) eindrucksvoll untermauern konnte. Ex-Eintrachter Dylan Esmel erzielte zunächst ein Abseits-Tor (15.), doch in Minute 22 ertönte die Tormelodie an der Hunsrückhöhenstraße: Linus Wimmer, ebenfalls im Trierer Kader noch bekannt, flankte auf den quirligen Keita Kinoshita, der nur noch eindrücken musste – der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich. Doch die Partie, sie kippte nicht – denn ein Mann fasste sich ein Herz, der einmal mehr zeigte, dass er für solche Ansetzungen wie gemacht ist: Dominik Kinscher. Per Schlenzer von der Strafraumkante ließ er Keeper Bast keine Chance und traf zum ebenso sehenswerten wie wichtigen 1:2 (35.) – der Pausenstand.
Die gute erste Halbzeit verlor nach dem Seitenwechsel etwas den Faden, doch der Regionalligist erhöhte kurz die Schlagzahl – und wurde durch den eingewechselten Tim Sausen mit dem 1:3 belohnt (63.). Was nach Vorentscheidung roch, war jedoch noch lange nicht der Fall – denn spätestens, als Schiedsrichter Jason Lieser Kapitän Maurice Wrusch mit einer glatten roten Karte vom Feld schickte (74.), deren Urteilsfindung zumindest diskutabel erschien (Foul an Wimmer im Mittelfeld), war die Atmosphäre in Emmelshausen angezündet und giftiger. Große Torchancen konnte die Gastgeber aber keine mehr erzwingen – auch wenn sie das ein oder andere Mal vielversprechend vor das Gehäuse von Radomir Novakovic kamen.
Unter dem Strich zieht Eintracht-Trier verdient in das Pokalfinale um den Bitburger Rheinland-Pokal am 23. Mai ein.
Spielort dann: das Trierer Moselstadion.
FC Emmelshausen-Karbach: Bast – Kinoshita, Puttkammer, Saftig, Ahlert – Leidig (ab 46. Otto), Rößler (ab 70. Abidovski), Theisen, Wimmer, Zahnen (ab 70. Peuter) – Esmel.
Eintracht-Trier: Novakovic – Heinz, Held (ab 66. Rahn), Lohei, Wrusch – Schuster, Spang, Tekerci (ab 66. Wähling, ab 86. Garnier), Yavuz – Kinscher (ab 66. König), Marceta (ab 46. Sausen).
Tore: 0:1 Lohei (9.), 1:1 Kinoshita (22.), 1:2 Kinscher (35.), 1:3 Sausen (63.)
Schiedsrichter: Jason Lieser
Rote Karte: Wrusch (74.)
Zuschauer: 1.897








