powered by deepgrey

Saison 1985/86: Ein halbes Dutzend gegen Elversberg

Die Jahre nach der denkbar knapp verpassten Qualifikation für die neue, einteilige zweite Bundesliga 1981 waren nicht einfach für die Eintracht. Sie waren geprägt von mehr oder weniger aussichtsreichen Versuchen, den Aufstieg zu schaffen, die aber immer wieder scheiterten – bis ins Jahr 2002, wie die Chronik der Eintracht aufweist. Unser heutiges historisches Spiel datiert im November 1985. Vor knapp 40 Jahren hieß die Liga der Eintracht Oberliga Südwest und umfasste Rheinland-Pfalz und das Saarland. Der Weg in die zweite Bundesliga führte am Saisonende über eine Aufstiegsrunde mit den Oberligameistern aus Baden-Württemberg, Bayern und Hessen.

Das war also der Ligaalltag zu jener Zeit mit allem, was dazugehört. Sternstunden gehörten zum Glück auch dazu, so beim Heimspiel gegen den SV Elversberg. Die Eintracht empfing ihren Gast aus dem Saarland als Tabellendritter, Elversberg kam als 17. Diesmal entsprach die Platzierung auch den Leistungen, denn die Eintracht fegte ihren Gegner förmlich vom Platz. Vier Tore zur Pause und danach war auch noch nicht Schluss, das halbe Dutzend wurde voll. Ein Elfmeter war dabei, alle anderen Tore entstanden aus dem Spiel heraus. Nur 1400 Zuschauer erfreuten sich an dem Ereignis, manch einer, der verzichtet hatte, mag sich anschließend geärgert haben….

Aus dem Stamm der Mannschaft, die gut vier Jahre zuvor den Sprung in die neue zweite Bundesliga verpasst hatte, waren noch Rainer Brinsa, Ludwig Dahler und Dieter Lüders dabei. Zwei heute im Verein sehr präsente Namen finden sich im Aufgebot von damals: Vorstandssprecher Alfons Jochem spielte in der Abwehr und Ehrenvorsitzender Horst Brand fungierte als Trainer. Harald Kohr im Sturm sollte im folgenden Jahr seine Bundesligakarriere starten. Und Torschütze Peter Rubeck spielte gut 30 Jahre später als Trainer wieder eine Rolle bei der Eintracht. Die Eintracht beendete die Saison auf Platz drei, Elversberg wurde 15.

SV Eintracht-Trier 05 – SV 07 Elversberg 6:0 (4:0)
Tore für die Eintracht: Nehren, Rubeck, Wilbois, Eimer, Kohr (2)

Eintracht Trier: Jürgen Roth-Lebenstedt, Rainer Brinsa (Elmar Klodt), Alfons Jochem, Peter Rubeck (Stefan Zimmer), Jörg Nehren, Ludwig Dahler, Heinz Eimer, Frank Müller, Achim Wilbois, Dieter Lüders, Harald Kohr
Trainer: Horst Brand