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Meine Zeit bei der Eintracht: Daniel Bauer

Drei Jahre zweite Liga mit der Eintracht – war dies das Sprungbrett für Ihre Karriere bis heute?

Das war so. Die Eintracht hat mir die Chance gegeben, Profi zu werden. Damals gab es noch keine Nachwuchsleistungszentren, die Wege waren anders. Die Eintracht war meine erste Station nach meinem Heimatverein SC Concordia Saffig, in der A-Jugend und bei den Senioren des TuS Mayen.

Sie sind heute Trainer der U19 beim Bundesligisten VfL Wolfsburg und haben auch die erste Mannschaft schon interimsmäßig betreut. Wie war der Weg dorthin?

Er führte über Hannover 96, damals zweite Liga. Mit 30 musste ich leider die Spielerkarriere aufgrund vieler Verletzungen aufgeben, ich wurde Co-Trainer der U 23. Dann die Chance, nach Wolfsburg zu wechseln, wo ich nun schon zehn Jahre bin.

Was unterscheidet inhaltlich in einem Bundesligaverein die Aufgaben eines U19-Trainers von denen des Cheftrainers?

Im Großen und Ganzen nichts. Die Aufgaben und Ziele sind gleich. Als ich kurzzeitig Cheftrainer in der Bundesliga war, habe ich aber Unterschiede erlebt in puncto Medien, großen Mitarbeiterstab, viele Meetings…

Zurück zur Eintracht: Nach dem bitteren Abstieg 2005 blieben Sie erst einmal noch in Trier. Warum kam es im Sommer 2006 doch zum Abschied?

Nach dem Abstieg 2005 quasi aus dem Nichts folgte ein schwieriges Jahr. In der Regionalliga kam es im Winter zu einem Umbruch mit Trainerwechsel, danach blieb ich außen vor, spielte in der zweiten Mannschaft. Das war alles sehr schade.

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Eintracht-Zeit?

Trotzdem total positive. Ich kam als sehr junger Spieler – erstmals weg von zu Hause – in eine Profimannschaft mit Älteren und habe viel gelernt, wurde vom jungen Kerl zum Mann. Auch die Stadt hat mir sehr gut gefallen, es war eine schöne Zeit.

Bestehen noch Kontakte?

Ja, zu einigen, die heute noch aktiv sind. Besonders zu Thomas Klasen, sein Vater war übrigens mein großer Förderer beim TuS Mayen. Auch zu Niki Wagner und anderen bestehen immer noch Kontakte.

Verfolgen Sie den Werdegang der Mannschaft?

Auf jeden Fall, ich habe die Eintracht unter „Favoriten“ gespeichert und schaue regelmäßig danach. Ich drücke aus der Ferne die Daumen und wünsche mir sehr, dass irgendwann wieder mehr drin ist als die Regionalliga.

Hatten Sie als junger Spieler ein Idol im internationalen Fußball? Und welcher Trainer ist Ihr Vorbild?

Als Spieler den italienischen Nationalspieler Gennaro Gattuso, das Raubein. Bei den Trainern am ehesten Jürgen Klopp, aber auch viele andere. Ich lese gern Interviews mit Trainern, man kann immer etwas mitnehmen, muss aber natürlich auch seinen eigenen Stil entwickeln.