Meine Zeit bei der Eintracht – Patrick Lienhard
In zwei Jahren 16 Tore für die Eintracht aus dem offensiven Mittelfeld heraus – warum sind Sie nicht Stürmer geworden?
Stürmer sind oft die etwas größeren oder körperlichen Spieler, das war nie mein Profil. Ich hatte meine Stärken immer mehr im Kombinat ionsspiel.
Welche Erinnerungen habe Sie in Ihre Zeit bei der Eintracht – im guten und im schlechten?
Sehr gute im ersten Jahr natürlich. Wir hatten damals eine außergewöhnliche Mannschaft, besonders was den Charakter anging. Ich habe aus dieser Zeit tatsächlich noch viele gute Freunde. Leider wurde der Kader im zweiten Jahr etwas auseinandergerissen.
Wie kam es seinerzeit zum Abstieg in die Oberliga?
Wir hatten einen Umbruch zum vorherigen Kader, Dynamiken haben sich verändert, wodurch es leider nicht mehr so gut lief. Zudem hatten wir viele verletzte Spieler. Am Ende kam alles zusammen.
Haben Sie noch Kontakte nach Trier?
Ja, auf jeden Fall. Man ist immer wieder in Kontakt. Besonders schön ist es, dass einige Jungs aus der gemeinsamen Zeit, wieder in Trier sind: Christopher Spang, Robin Garnier, Kevin Heinz, Dominik Kinscher und Daniel Hammel als Sportdirektor. Ich freue mich immer, wenn ich die Jungs sehe.
Sie spielen schon seit 2022 für den heutigen Eintracht-Konkurrenten SC Freiburg II. Was ist in Freiburg anders als in Trier, abgesehen davon, dass Sie aus der Region stammen?
Ich möchte die beiden Vereine gar nicht miteinander vergleichen. Freiburg ist für mich einfach ein besonderer Verein, weil ich hier aufgewachsen bin. Der Fleiß, der hier vorgelebt wird und auch die Kontinuität sind im Fußballbereich schon sehr einzigartig. Als ich nach neun Jahren wieder zurückgekehrt bin, kannte ich immer noch über die Hälfte der Mitarbeiter.
Was trauen Sie der Eintracht und was Ihrer Mannschaft in der laufenden Regionalliga-Saison zu?
Für uns geht es in erster Linie um die Entwicklung der jungen Spieler, das ist unser größtes Ziel. Es hängt ganz davon ab, wie gut wir es schaffen, unsere Konstanz und unser Potenzial auf den Platz zu bringen. Wenn das gelingt, traue ich unserer Mannschaft zu, viele Spiele zu gewinnen. Ich wünsche mir, dass wir in den kommenden Wochen eine positive Entwicklung zeigen und uns kontinuierlich verbessern. Was Trier betrifft, glaube ich, dass sie sich weiter in der Regionalliga etablieren werden. Mit ihren Fans, der Stadt und auch den Funktionären haben sie in den letzten Jahren gute Weichen gestellt. Wichtig ist, weiter fleißig zu arbeiten, aus Fehlern zu lernen und besser zu werden. Dann haben sie auch die Chance, in Richtung der oberen Tabellenplätze anzugreifen.








