Nach 38 Jahren: Eintracht empfängt den SV Sandhausen mit „kühlem Kopf und heißem Herz“
Lange muss man in den Geschichtsbüchern stöbern, um die Paarung des morgigen Samstages (Moselstadion, 14.00 Uhr) in den Archiven zu finden – letztmals im Juni 1987, in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga, trafen Eintracht-Trier und der SV Sandhausen aufeinander. Die Vorzeichen in der Gegenwart sehen anders aus: der Tabellenzwölfte der Regionalliga Südwest empfängt den Tabellendreizehnten.
Insbesondere der Tabellenstand der Gäste aus der Kurpfalz ist dabei erwähnenswert. „Es erwartet uns ein sehr komplizierter Gegner, der von den Ansprüchen und den Ambitionen natürlich absolut nicht in diese Tabellenregion gehört“, konstatiert Thomas Klasen vor der Partie mit Blick auf die jüngere Vergangenheit, als zwischen den Moselanern und dem SV Sandhausen bis zu drei Ligen Unterschied lagen. „Aber genau das macht sie so schwierig einzuschätzen. Alle im Verein werden ein anderes Selbstverständnis haben – und irgendwann werden sie in den Flow kommen, ihre Punkte sammeln und dort unten rauskommen – auch, wenn es natürlich nach solch einem Umbruch zunächst schwierig ist.“ In der Tat – das Wort „Umbruch“ haben die Gäste nach dem überraschenden Abstieg aus der 3. Liga (im Oktober 2024 war man noch eben dort Tabellenführer) komplett auf links gedreht und Mannschaft sowie Trainerteam praktisch einmal komplett ausgetauscht. Mit Olaf Janßen haben sie einen erfahrenen Trainer mit nennenswerten ehemaligen Stationen (u.a. Rot-Weiß Essen, Dynamo Dresden, Viktoria Köln sowie u.a. VfB Stuttgart, VfL Wolfsburg, Hertha BSC als „Co“) an den Hardtwald locken können.
Dennoch: der Start in die Regionalliga stellte sich als mühevoller Weg heraus. Am vergangenen Spieltag folgte die bittere 1:2-Heimniederlage gegen das Schlusslicht TSG Balingen. „Das werden sie auf jeden Fall versuchen, wieder gutzumachen. Wir müssen daher mit kühlem Kopf, aber heißem Herz agieren – und keine Geschenke verteilen. Mentalität und Einstellung müssen genauso stimmen wie in den vergangenen Partien“, macht Klasen deutlich – und wünscht sich, dass die vielen Kleinigkeiten, die in den vergangenen Partien das Pendel eher zu Ungunsten des SVE ausschlagen ließen, dieses mal positivere Auswirkungen auf das Endergebnis haben werden. „Notfalls nehmen wir auch gerne einen dreckigen Sieg.“
Die Partie steht unter der sportlichen Leitung von Kadir Yagci. Ihm assistieren Jonathan Woldai sowie Niklas Straßer an den Seitenlinien. Für Yagci ist es bereits der vierte Einsatz mit SVE-Beteiligung in weniger als einem Jahr.
SVE-TV wird die Begegnung wie gewohnt live über LEAGUES übertragen. Der Stream startet etwa zehn Minuten vor Anpfiff gegen 13.50 Uhr.








