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Ärgerliche Auswärtspleite am Bornheimer Hang – SVE unterliegt Frankfurt

Eintracht-Trier hat sein Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt am Sonntagnachmittag mit 2:0 (1:0) verloren. Vor 2.038 Zuschauern zeigten die Moselstädter über weite Strecken zwar eine ansprechende Leistung, zogen gegen clevere und abgezockte Gastgeber am Ende aber den Kürzeren. Nach sieben Partien rangiert der SVE damit auf Rang 12 der Tabelle in der Regionalliga Südwest.

Wer an diesem Sonntag um kurz nach 14 Uhr in Frankfurt die ersten Minuten des Spiels zwischen dem FSV Frankfurt und Eintracht-Trier verfolgte, bekam nicht den Eindruck, dass die in blau und schwarz gekleideten Hessen hier wirklich die Heimmannschaft stellen. Der SVE begann seinerseits druckvoll und spielbestimmend. Nur drei Minuten dauerte es, ehe Hokon Sossah nach einem schnellen Tempogegenstoß die erste Duftmarke vor dem Frankfurter Tor setzte, allerdings an FSV-Keeper Louis Held scheiterte (3.). Diese ersten Minuten würden sich im Nachhinein als symptomatisch für die ganze Partie herausstellen: Die Gäste aus Deutschlands ältester Stadt erspielten sich beste Gelegenheiten und belohnten sich (erneut) nicht mit Toren. Nur kurz nach der ersten Chance verfehlte Lucas Laux nach einer Flanke von Frederik Rahn das Tor aus zentraler Position knapp (5.), gleich in der nächsten Angriffsaktion parierte Frankfurts Schlussmann Held einen abgefälschten Dorow-Schuss (7.).

Vorne mühten sie sich vergeblich, hinten patzten sie plötzlich. Nach einem Ballverlust des SVE kurz vor dem eigenen Sechzehner gelangte Frankfurts Giorgio Del Vecchio an das Leder. Der 26-Jährige spielte noch einen Doppelpass und vollendete dann aus zentraler Position flach zum 1:0 ins Tor (14.). Dass die Hausherren hier führten, war angesichts des Spielverlaufs kaum zu begreifen. Leider sollte sich die Lage aus Sicht von Eintracht-Trier in der Folge auch nicht mehr verbessern. Es blieb dabei: Die Gäste machten das Spiel, trafen aber nicht. Ganz nah ran kam Sven König in der 26. Minute, traf mit seinem platzierten Abschluss aber nur den Pfosten des Frankfurter Tores. Da hatte der ein oder anderen der ca. 350 Trierer Schlachtenbummler im Gästeblock schon die Arme hochgerissen.

SVE-Chefcoach Thomas Klasen reagierte zur Pause und brachte mit Kevin Heinz, Christopher Wähling und Sinan Tekerci weitere Offensivpower. Allein: Es änderte sich wenig. Die Moselstädter blieben auch nach dem Seitenwechsel das aktivere Team. Die Hausherren verstanden es ihrerseits aber, den Spielfluss der Klasen-Elf immer wieder mit kleinen Fouls und resolutem Zweikampfverhalten zu stören. Und gelegentlich gelang dem FSV im Umschaltspiel sogar mal ein Tempogegenstoß. Ein eben solcher leitete kurz nach der Stundenmarke die Vorentscheidung ein: Der eingewechselte Ismail Harnafi prüfte mit einem strammen Abschluss von der rechten Seite Radomir Novakovic im Trierer Tor, der das Leder zwar gut parierte, es aber nicht in den eigenen Reihen zu halten vermochte. Beim Versuch einer Ablage in den Rückraum über die linke Angriffsseite des FSV Frankfurt landete der Ball schließlich an der Hand von Hokon Sossah. Schiedsrichter Tobias Huthmacher entschied auf Strafstoß, den Birkan Celik souverän verwandelte (65.).

Kurz schöpften die mitgereisten Trierer Fans noch einmal Hoffnung, als Damjan Marceta in der 83. Minute der vermeintliche 1:2-Anschlusstreffer gelang. Doch dem Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung des Stürmers zurecht die Anerkennung verweigert. Und weil auch beim Kopfball von Mateo Biondic kurz vor dem Ende (87.) die Endstation Louis Held im Frankfurter Kasten hieß, gingen die Gastgeber letztlich als Sieger vom Platz.

Durch die bittere Auswärtsniederlage rutscht Eintracht-Trier in der Regionalliga-Tabelle einige Positionen ab und rangiert mit weiterhin acht Zählern auf dem 12. Tabellenplatz. Die gute Nachricht ist: Am kommenden Wochenende dürfen die Blau-Schwarz-Weißen wieder im heimischen Moselstadion ran, wenn Drittliga-Absteiger SV Sandhausen in Deutschlands ältester Stadt gastiert. Anpfiff im Moselstadion ist am Samstag (20.09.25) um 14 Uhr.

 

FSV Frankfurt: Held – Hildmann, Gottwalt, Weißmann, Kemper (71. Eichhorn) – Del Vecchio (46. Munsters), Fisher – Iorga (84. Simunic), McDonald, Celik (84. Bukusu) – Peters (57. Harnafi)

Eintracht-Trier: Novakovic – Wrusch, Laux, Weigelt (46. Heinz), Rahn – Yavuz (78. Kinscher), Herber (46. Wähling), Dorow (46. Tekerci) – König, Marceta, Sossah (68. Biondic)

Tore: 1:0 Del Vecchio (14.), 2:0 Celik (66./HE)

Zuschauer: 2.038

Schiedsrichter: Tobias Huthmacher