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Niederlage trotz turbulenter Schlussphase – Eintracht unterliegt Steinbach

Eintracht-Trier hat das Freitagabend-Heimspiel gegen den TSV Steinbach Haiger mit 1:2 (0:2) verloren. Die 2.672 Zuschauer im Trierer Moselstadion sahen dabei eine Gastmannschaft, die über weite Strecken der Spielzeit cleverer agierte als die Hausherren, in den letzten zwanzig Minuten jedoch um den Sieg bangen musste. Der Treffer von Sven König (70.) war für die Blau-Schwarz-Weißen dann jedoch unter dem Strich trotz eines couragierten Auftretens insbesondere in Halbzeit zwei zu wenig.

Die Gäste aus Hessen demonstrierten in den ersten fünfundvierzig Minuten, warum sie zu den etablierten Teams dieser Regionalliga Südwest zählen: griffig in den Zweikämpfen, die Räume eng machend, schnörkellos nach vorne spielend und sich schneller auf die Linie des Schiedsrichters Fabian Reuter, der sehr viel laufen ließ, einstellend. Nach einer Anfangsphase ohne wirklich nennenswerte Aktionen war es Justin Steinkötter, der dem Spiel zunächst einen Stempel aufdrückte: eine Hereingabe von Pfahl erwischt er zwar noch nicht zielführend (18.), doch nur einige Momente später schiebt er aus spitzem Winkel zum zu diesem Zeitpunkt nicht unverdienten 0:1 aus Trierer Sicht ein (22.). Zu einfach dann auch die Entstehung des 0:2 nach einer halben Stunde, als Maier den Ball quer durch den Trierer Strafraum auf Jakob Pfahl legt, der in die lange Ecke verwandeln kann (0:2), das Trierer Moselstadion damit zunächst kalt gestellt.

Doch die Eintracht, sie reagierte und drängte noch vor der Pause auf den Anschlusstreffer, der auch beinahe gefallen wäre: zunächst zog Mirko Schuster aus der Distanz ab, fand jedoch nur den Pfosten (42.) des Steinbacher Gehäuses – und mit dem Pausenpfiff hatte Kevin Heinz das 1:2 auf dem Fuß, scheiterte aber an Keeper Heim. Klasen brachte zur zweiten Hälfte mit Linus Wimmer und Tim Sausen frischen Wind für die Offensive – ein Schachzug, der sich schnell bemerkbar machte, zumal auch Jannis Held im Verlauf der zweiten Halbzeit nach seiner Einwechslung für gute Akzente setzen konnte. Seine erste Flanke fand über Umwege Sven König, der zentral von der Strafraumkante abzog und den Anschlusstreffer markierte (70.) – die Stimmung im Moselstadion, sie war wieder da, die Atmosphäre angezündet. Allein: es sollte kein Treffer mehr gelingen. Nicht durch Freist0ß von König (87.). nicht durch den kurz zuvor nach langer Leidenszeit unter tosendem Beifall eingewechselten Dominik Kinscher und auch nicht nach einem Aufschrei des weiten Runds, das ein Handspiel im Strafraum gesehen haben wollte.

Am kommenden Mittwoch steht für die Eintracht nun das wichtige Rheinland-Pokal-Viertelfinale beim FC Karbach an, ehe es am kommenden Samstag in der Liga gegen die Kickers aus Offenbach weitergeht.

Eintracht-Trier: Brüning – Heinz, Thayaparan (ab 69. Herber), Weigelt (ab 86. Kinscher) – Dorow (ab 46. Sausen), König, Schuster (ab 69. Held), Spang, Wrusch, Yavuz (ab 46. Wimmer) – Marceta.

TSV Steinbach: Heim – Galle, Kircher, Manu, Schwab – Firat (ab 82. Singer), Maier (ab 67. Dacaj), Wirtz (ab 82. Guthörl), Wähling – Pfahl (ab 67. Maiella), Steinkötter (ab 87. Volkmer).

Tore: 0:1 Steinkötter (22.), 0:2 Pfahl (30.), 1:2 König (70.)

Schiedsrichter: Fabian Reuter

Zuschauer: 2.672