powered by deepgrey

Keine Punkte in Göppingen: SVE unterliegt in Unterzahl mit 3:0

Eintracht-Trier hat am 22. Spieltag der Regionalliga-Südwest die erste Pflichtspiel-Niederlage im Jahr 2025 hinnehmen müssen. Beim 1. Göppinger SV unterlagen die Moselstädter nach langer Unterzahl mit 3:0 (2:0). Nach frühem Platzverweis gegen SVE-Schlussmann Radomir Novakovic (7.) stellten die Hausherren mit zwei Treffern bereits im ersten Durchgang die Weichen auf Sieg. 

Welchen Matchplan sich SVE-Cheftrainer Thomas Klasen für das Auswärtsduell im schwäbischen Göppingen auch immer für sein Team zurechtgelegt hatte: Lange konnte er nicht daran festhalten. Die Gastgeber, die im engen Kampf um den Klassenerhalt dringend Punkte benötigen, begannen die Partie engagiert und sorgten bereits in der dritten Spielminute für die erste Schrecksekunde bei der Eintracht. Tim Schraml donnerte das Leder nach Dicklhuber-Ecke an die Latte. Auch wenn ein Treffer wegen Abseitsstellung wohl nicht gezählt hätte, war der Ton für diesen Samstagnachmittag gesetzt.

Aus Sicht des SVE sollte es aber erst kurz danach so richtig knüppeldick kommen. Nach einem schnellen Umschaltmoment beförderten die Hausherren das Leder in den Lauf von Henrick Selitaj, der vor dem Sechzehner vom herauseilenden Eintracht-Schlussmann Radomir Novakovic von den Beinen geholt wurde (7.). Schiedsrichter Felix Ebert wertete die Aktion als Notbremse und schickte den zuletzt überragenden Novakovic mit glatt Rot frühzeitig zum Duschen. Zu allem Überfluss schlenzte der im Winter von den Stuttgarter Kickers zum 1. GSV zurückgekehrte Kevin Dicklhuber den für das Foulspiel fälligen Freistoß unhaltbar zum 1:0-Führungstreffer in den Winkel (11.).

Die Eintracht war in der Folge zunächst bemüht, bei schwierigen Platzverhältnissen den Schock aus den Knochen zu schütteln und die Hintermannschaft zu sortieren. Gerade, als man das Gefühl hatte, dass das immer besser zu gelingen schien, legten die Göppinger auch schon nach. Maximilian Ziesche donnerte das Leder aus kurzer Distanz zum 2:0 ins Trierer Tor, nachdem der Ball zuvor vom Pfosten zurückgeprallt war (38.). Vorausgegangen war eine Freistoßflanke der Gastgeber. Angesichts der Unterzahl und dem Spielstand fühlte sich das zu diesem Zeitpunkt bereits nach Vorentscheidung an.

Es ist nicht so, als hätte sich der SVE zur Pause bereits aufgegeben. Die Blau-Schwarz-Weißen waren sichtlich bemüht, sich noch einmal ins Spiel zurückzuarbeiten – nur gelingen sollte das am heutigen Tag nicht. Kurz vor der Stundemarke hätte Göppingen durch Selitaj beinahe das 3:0 erzielt, doch der Angreifer scheiterte aus dem Rückraum knapp und der Abschluss kullerte am Tor vorbei (58.). Keine zehn Minuten später machte es der Stürmer dann besser und schloss mit rechts scharf ins lange Eck ab. Malte Brüning war ohne Abwehrchance – 3:0 (67.). Besonders bitter: Der Treffer hätte keinesfalls zählen dürfen, weil Selitaj der Ball zuvor klar mit der Hand gespielt hatte. Schiedsrichter Felix Ebert entschied anders – ebenso wie wenige Minuten später als er nach grobem Foulspiel gegen Schuster trotz Protesten auf einen Platzverweis für die Hausherren verzichtete (71).

An einem insgesamt gebrauchten Tag unterlag Eintracht-Trier am Ende klar mit 3:0. Damit endet auch die fünf Partien andauernde Siegesserie der Moselstädter, die mit 35 Zählern aber weiterhin auf Rang 7 der Tabelle in der Regionalliga-Südwest stehen. In weniger als einer Woche hat der SVE schon wieder die nächste Chance auf Punkte: Am Freitagabend (07.03.) gastiert der TSV Steinbach unter Flutlicht im Moselstadion. Anpfiff ist um 19 Uhr.

 

1.Göppinger SV: Layer – Trivunic (84. Viventi), Idehen, Milisic, Steinbrenner, Frölich – Kececi (88. McDonald), Schraml (84. Lulic) – Ziesche (72. Freiwald), Selitaj (72. Baroudi), Dicklhuber

Eintracht-Trier: Novakovic – Wrusch, Weigelt, Spang, Herber – Schuster (71. Thayaparan), Yavuz (46. Heinz) – Sossah, Dorow (10. Brüning), Sausen (46. Wimmer) – Marceta (80. Lorenz)

Tore: 1:0 Dicklhuber (11.), 2:0 Ziesche (38.), 3:0 Selitaj (67.)

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte Novakovic (7. / Notbremse)

Zuschauer: 850

Schiedsrichter: Felix Ebert