Eintracht historisch – Saison 1964/65: Die Bundesligaaufstiegsrunde im Visier
120 Jahre wird unsere Eintracht in diesem Jahr alt – ein stolzes Jubiläum. Exakte Daten zu einem Spiel aus den allerersten Tagen gibt es
leider nicht, aber aus diesem Anlass 60 Jahre zurückzugehen, gelingt problemlos.
Februar 1965: Regionalliga Südwest als zweite Liga, Spitzengruppe und gute Aussichten auf die Bundesligaaufstiegsrunde, vor diesem Hintergrund waren Ende Februar 12.000 Zuschauer ins Moselstadion gekommen. Es stand das Spitzenspiel gegen den FK Pirmasens an, wie die Eintracht ein Traditionsverein im Südwesten. Drei Punkte lagen beide Teams auseinander, die anderen Konkurrenten waren Tabellenführer 1. FC Saarbrücken, der SV Saar 05 Saarbrücken und Wormatia Worms.
Das Spiel entschied ein direkt verwandelter Freistoß von Verteidiger Wolfgang Schwierzke – seine Spezialität! – in der 78. Minute. Allerdings wurde das knappe Ergebnis der Überlegenheit der Eintracht nicht gerecht, wie der „kicker“ schrieb. 20:4 Ecken sagen einiges aus, die Leistung des Pirmasenser Torwarts noch mehr – und ein Formtief von Eintracht-Mittelstürmer Anton Rudinski. Aber: „Hermesdorf war die Schaltstation“, so die Schlagzeile. Er sorgte nicht nur für Gefahr mit seinen Distanzschüssen, mehrfach traf er demnach die Latte, hielt aber vor allem im Mittelfeld die Fäden zusammen. So gab es zweimal Jubel an diesem Nachmittag im Moselstadion: beim Tor und beim Schlusspfiff. Die Eintracht war nun Zweiter, zehn Spieltage vor Schluss. Dieser Rang hätte für die Bundesligaaufstiegsrunde gereicht, heraus kam dann aber nur der dritte Platz. Eine buchstäblich einmalige Chance in der Geschichte der Eintracht war vertan.
Torwart Josef Hehl galt als einer der Besten im Südwesten, Willi Haag und Wolfgang Schwierzke standen sicher in der Verteidigung, Günter
Geulich und Erich Hermesdorf gestalteten das Mittelfeldspiel, Peter Scholtes, Anton Rudinski, Dieter Brozulat und Horst Busch machten
viele Tore. Und Trainer Janos Gerdov verlangte von der Mannschaft in hohem Maße Disziplin. Diese Mischung hatte es in sich. Ganz am Rande: Günter Geulich und Peter Scholtes sind bis heute und schon seit langem treue Besucher auf der Tribüne.
SV Eintracht-Trier 05 – FK Pirmasens 1:0 (0:0)
Tor für die Eintracht: Wolfgang Schwierzke
SV Eintracht-Trier: Josef Hehl, Willi Haag, Wolfgang Schwierzke, Günter Geulich, Lothar Kleim, Norbert Stoll, Horst Buch, Peter Scholtes, Anton Rudinski,Erich Hermesdorf, Dieter Brozulat.
Trainer: Janos Gerdov








