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Spiel gedreht, Serie fortgesetzt: Eintracht siegt auch gegen Walldorf

Eintracht-Trier feiert auch auf heimischem Geläuf einen gelungen Auftakt ins Jahr 2025: Am 21. Spieltag der Regionalliga-Südwest besiegten die Blau-Schwarz-Weißen den FC Astoria Walldorf vor 2.522 Zuschauern im Moselstadion mit 3:1 (1:1). Für den SVE drehten Damjan Marceta, Henri Weigelt und Christopher Spang die Partie nach Rückstand noch in einen Heimerfolg. Damit verbuchen die Moselstädter den insgesamt fünften Regionalliga-Dreier in Serie und dürfen sich mit 35 Zählern über Rang sieben der Tabelle freuen.

Dank zuletzt vier Siegen in Serie, einer guten Trainingswoche und einer sich zunehmend entspannenden Personalsituation gab es bei Eintracht-Trier vor dem ersten Heimspiel im Kalenderjahr 2025 durchaus Grund zum Optimismus und zur Vorfreude. Allerdings: In der Hinrunde hatte der Gegner, der FC Astoria Walldorf, den Blau-Schwarz-Weißen mit 5:0 eine ordentliche Abreibung verpasst. Auch wenn die Astoria vor der Winterpause in eine Formkrise schlitterte (vier Niederlagen in Serie), war man auf Seiten des SVE gewarnt.

Trotz allem waren es die Gäste, die auch am Samstagnachmittag in Moselstadion den besseren Start erwischten. Nach einer umkämpften Anfangsphase mit vielen Zweikämpfen war es ein eben solcher, der Walldorf eine schnelle Kontermöglichkeit eröffnete. Astoria-Kapitän Roman Hauk eroberte im Mittelfeld den Ball, der dann über zwei Stationen schnell ins offensive Zentrum gelangte. Letztlich setze Maik Goß den engelaufenen Jannis Boziaris in Szene, der aus zentraler Position Novakovic im Eintracht-Gehäuse keine Abwehrchance ließ (22.). Trier-Coach Thomas Klasen reagierte auf den 0:1-Rückstand und passte die taktische Ausrichtung seiner Mannschaft an – mit Erfolg.

Keine zehn Minuten nach dem Gegentreffer gelang Damjan Marceta der 1:1-Ausgleichstreffer (31.). Vorausgegangen war ein zielstrebiger und sehenswerter Spielaufbau über Torwart Novakovic, Maurice Wrusch, Christopher Spang, Henri Weigelt und letztlich Linus Wimmer, der Marceta per Steilspaß toll in Szene setzte. Im Duell mit Astoria-Schlussmann von der Felsen behielt der 30-jährige Angreifer die Nerven und egalisierte den Rückstand. In der Folge blieb die Partie umkämpft, ganz große Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Häufig fehlte die letzte Konzentration bei der Erarbeitung von Torgelegenheiten. Nichtsdestotrotz bekamen die 2.522 Zuschauer im Moselstadion ein insgesamt munteres Spiel zu sehen.

Eine knappe Stunde sollte es dauern, ehe auf den Tribünen dann endlich wieder Ekstase einkehrte: Nach einer Freistoßflanke des SVE konnten die Gäste einen wuchtigen Kopfball von Hokon Sossah zunächst noch von der Linie kratzen. Jan-Lucas Dorow bliebt aber hellwach, schnappte sich das Leder, zog zur Grundlinie und fand den im Zentrum liegenden – ja, liegenden! – Henri Weigelt, der mit seinem Rücken nicht anders konnte, als sein Team mit 2:1 in Führung zu bringen (58.). Der Treffer war im Zustandekommen kurios, gemessen am Spielverlauf aber nicht unverdient.

Die Walldorfer versuchten mit fortlaufender Spielzeit zunehmend, doch noch einen Punkt aus Deutschlands ältester Stadt zu entführen. Doch die Eintracht blieb kompakt und erlaubte den Gästen kaum ernsthafte Torgelegenheiten. Stattdessen besorgten die Hausherren in der letzten Minute der üppigen Nachspielzeit selbst den Schlusspunkt. Nach einem Gegenstoß legte der kurz zuvor eingewechselte Winter-Rückkehrer Noah Lorenz im Sechzehner klasse für den aufgerückten Christopher Spang ab, der per flachem Schlenzer rechts unten ins Eck vollendete (90.+7). Durch den inzwischen fünften Sieg in Serie springt Eintracht-Trier auf Rang sieben der Regionalliga-Tabelle und hat mit aktuell 35 Zählern ein solides Polster von 14 Punkten auf den Tabellenkeller. Den wollen die Blau-Schwarz-Weißen schon am kommenden Samstag (1. März 2025) weiter vergrößern. Um 14 Uhr trifft der SVE dann auswärts auf den 1. Göppinger SV – den aktuellen Tabellenvierzehnten.

Eintracht-Trier: Novakovic – Herber, Spang, Weigelt (68. Thayaparan), Heinz – Wimmer (68. Ö.Yavuz), Schuster, Wrusch – Dorow (68. König) – Sossah (87. Lorenz), Marceta (68. Sausen)

FC Astoria Walldorf: von der Felsen – Egel, Goß, Grimmer, Hauk – Arcalean (83. Redekop), Fahrenholz, Politakis (72. Carl), Waack – Kendel, Boziaris

Tore: 0:1 Boziaris (22.), 1:1 Marceta (31.), 2:1 Weigelt (58.), 3:1 Spang (90.+7)

Zuschauer: 2.522

Schiedsrichter: Mario Hildenbrand