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Ein klarer Sieg am Tag der Arbeit: Eintracht feiert 4:0-Heimerfolg

Oberligameister Eintracht-Trier hat am 1. Mai den nächsten Heimsieg in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gefeiert. Gegen den FC Karbach siegten die Moselstädter vor erneut stattlichen 2.229 Zuschauern klar mit 4:0. Mit 92 Zählern bleibt der SVE damit auf Kurs, die magische Marke von 100 Punkten zu knacken.

Erstmals emotional wurde es im Trierer Moselstadion schon vor dem Anpfiff: Mit einer Schweigeminute gedachten die erneut über 2.000 Zuschauer im Trierer Moselstadion dem kürzlich im Alter von nur 60 Jahren verstorbenen Marek Czakon, der in den 90er Jahren insgesamt vier Jahre das blau-schwarz-weiße Trikot überstreifte und als gefährlicher Angreifer auf – und mit seiner sympathischen Art neben – dem Platz schnell die Herzen der Fans eroberte. Bemerkenswert: Als der polnische Stürmer letztmals in Deutschlands ältester Stadt in einem Pflichtspiel auflief, war die Hälfte der Eintracht-Startelf noch nicht einmal geboren.

Der SVE fand zunächst nur schleppend ins Spiel. Die Gäste waren darauf bedacht, kompakt zu verteidigen und dann mit Kontergelegenheiten zum Erfolg zu kommen. Nach 11 Minuten hätte das beinahe geklappt: Nach einem Fehler im Spielaufbau der Eintracht lief plötzlich Karbach-Angreifer Linus Peuter frei auf Daniel Ternes im Tor der Heimmannschaft zu, umkurvte den Schlussmann und scheiterte mit seinem Abschluss nur hauchzart am Innenpfosten. Von dort sprang der Ball – zum Glück für Eintracht-Trier – vor die Füße von Daniel Buballa, der klären konnte (12.).

In einem an Highlights bis dahin nicht allzu reichen Oberliga-Spiel war es dann aber erneut der SVE, der erstmals jubeln durfte. Eine Burghardt-Flanke wurde von der Karbacher Hintermannschaft nicht konsequent verteidigt, Nutznießer Maurice Wrusch wuselte sich durch und vollendete zum 1:0 (31.). Nach dem Treffer versammelte sich das gesamte Team vor der Haupttribüne, um ein Trikot des schwer am Kreuzband verletzten Dominik Kinscher in die Menge zu halten und dem Kollegen damit beste Genesungswünsche zu übermitteln.

In der Folge war der SVE dann klar spielbestimmend und erarbeitete sich innerhalb kürzester Zeit gleich drei gute Abschlusschancen. Die beste davon nutzte Vincent Boesen sehenswert zum 2:0, als er eine flache Hereingabe von Maxim Burghardt mit Wucht aus dem Rückraum unter die Latte donnerte (37.). Mit seinem Treffer machte Boesen den Weg frei für das Propjekt „Jugend forscht“, das Eintracht-Coach Thomas Klasen in Hälfte zwei in die Tat umsetzte. Mit Jeremy Mekoma (20), Vlad Zaporozhets (18) und Debütant Chris Filipe (18) kamen gleich drei weitere Youngster auf den Rasen. Insgesamt waren damit sieben Akteure des SVE im zweiten Durchgang nicht älter als 21 Jahre.

Dass das kein Hindernis für sportlichen Erfolg ist, bewies die junge Truppe eindrucksvoll und legte im zweiten Durchgang noch zwei weitere Treffer nach – wenn diese auch von den Routiniers auf dem Feld erzielt wurden. Erst traf Vincent Boesen in der 64. Minuten nach erneut scharfer und präziser Burghardt-Flanke im Fallen zum 3:0, dann besorgte Jan Brandscheid aus der Drehung kurz vor Schluss das 4:0 (89.).

Eintracht-Trier steht damit vier Spieltage vor Saisonende mit 92 Zählern weiter ganz oben in der Tabelle. Die bereits als Meister und Aufsteiger feststehenden Trierer könnten also in den verbleibenden vier Partien sogar noch die magische Marke von 100 Punkten knacken. Um die nächsten drei geht aber erst am kommenden Montagabend (06.05.24) – dann gastieren die Blau-Schwarz-Weißen ab 19 Uhr beim FV Dudenhofen.

 

Eintracht Trier: Ternes – Burghardt, Spang (68. Holbach), Buballa (46. Filipe), Wrusch – Herber, Yavuz – Kalweit, Dorow (46. Mekoma) – Boesen (68. Brandscheid), Uhlig (46. Zaporozhets)

FC Karbach: M. Reifenschneider – Eberhardt, Hornetz, Mohr, Puttkammer (70. Kunz), Schink (25. Jacobs) – Ilke (70. Oster), Leidig, Otto (46. Marx), Peifer – Peuter (46. T. Reifenschneider)

Tore: 1:0 Wrusch (31.), 2:0 Boesen (37.), 3:0 Boesen (64.), 4:0 Brandscheid (89.)

Schiedsrichter: Marcel Schütz

Zuschauer: 2.229