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Spielbericht: Heimsieg zum Saisonabschluss – SVE schlägt Wiesbach mit 3:1

Eintracht-Trier beweist Moral und besiegt Hertha Wiesbach nach Pausenrückstand mit 3:1. Trotz des souveränen Sieges vor über 4000 Zuschauern im Moselstadion, reicht es nicht zum direkten Aufstieg für die Moselstädter. Denn Wormatia Worms siegte parallel mit 3:0 in Gonsenheim und sicherte sich den ersten Platz.

Vor dem Spiel gegen Hertha Wiesbach und im gleichzeitigen Fernduell mit Wormatia Worms um den direkten Aufstiegsplatz in die Regionalliga Südwest wechselte Trainer Josef Cinar im Vergleich zum souveränen 3:0-Auswärtserfolg am Vatertag in Mechtersheim auf zwei Positionen. Für Fränz Sinner und Maurice Wrusch kamen Felix Fischer und Dominik Kinscher ins Spiel.

Trier agierte in der Anfangsviertelstunde zunächst etwas fahrig. Die Bedeutung des Spiels war den Männern mit der Porta auf der Brust deutlich anzumerken. Viele Ballverluste prägten die ersten 15 Minuten und auf beiden Seiten konnten mit Ausnahme von einem Standard von Dominik Kinscher, dessen Freistoß weit am linken Torpfosten vorbeisegelte, keine zwingenden Abschlüsse verbucht werden (3.). Auch zwei von Sven König getretene Ecken fanden im Zentrum keinen Abnehmer (11.+12).

Die Eintracht war nun um die Spielkontrolle und zwingende Offensivaktionen bemüht, die jedoch mehrfach von der stark gestaffelt stehenden Wiesbacher Defensive im Keim erstickt wurden. Hinzu kamen wie bereits in der Anfangsphase vermehrte Abspielfehler aus den Reihen der Trierer.

Einzig Jan Brandscheid gelang der vielversprechendste Abschluss der Moselstädter in der ersten Hälfte, als er in der 24. Minute durch einen sehenswerten Pass aus dem Mittelfeld auf die Reise geschickt wurde und nur durch den stark reagierenden Gästekeeper Joshua Blankenburg aus kurzer Distanz gestoppt werden konnte.

Wiesbach hielt sich in dieser Phase bedeckt und agierte aus der bereits erwähnten sicheren Defensive heraus. Auch die Saarländer sorgten bis zur 27. Spielminute für wenig Gefahr vor dem Gehäuse der Eintracht. Doch dann trat Lukas Mittermüller zum Freistoß aus guter Position am rechten Strafraumeck an und versenkte das Spielgerät unhaltbar für den Trierer Keeper Wieszolek im rechten oberen Winkel. 0:1 für die Hertha.

Nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Jonas Amberg, der von dem in der 2. Halbzeit stark aufspielenden Linus Wimmer ersetzt wurde, war es Sven König, der nach einer Hereingabe von Jason Kaluanga zu dem ersten gefährlichen Abschluss auf Seiten der Eintracht kam, den Ball jedoch nicht richtig traf und die Kugel über den Querbalken setzte.

Nach ereignisarmen ersten 45. Minuten bat Schiedsrichter Breuer pünktlich zum Pausentee. Der Eintracht gelang es nicht, das Defensiv-Bollwerk der Hertha zu durchdringen und leistete sich in den eigenen Reihen zu viele Abspielfehler. Die Gäste aus dem Saarland verwerteten die einzige zwingende Möglichkeit und stellten durch einen sehenswerten Freistoß in der 27. Minute auf 1:0 für die Gäste.

Die zweiten 45 Minuten starteten aus Trierer Sicht furios. Nach einem Foulspiel an Sven König wurde postwendend auf den Punkt gezeigt. Elfmeter für die Eintracht. Dominik Kinscher nahm sich der Sache an, rutschte während des Anlaufs jedoch unglücklich weg und nagelte den Ball über den Querbalken.

Durch die parallele Führung der Wormatia in Mainz war der direkte Aufstieg ohnehin in weite Ferne gerückt, doch die Eintracht steckte nicht auf und bewies wie so oft in dieser Saison Moral: Binnen 8 Minuten stellte man das Ergebnis von 0:1 auf 3:1. Aber der Reihe nach:

Jason Kaluangas Hereingabe fand in Person von Jan Brandscheid einen dankbaren Abnehmer, dessen Schuss jedoch geblockt werden konnte. Das Chaos im Strafraum nutzte dann jedoch Jan Brandscheid, dem der Ball vor die Füße sprang und zum 1:1 vollenden konnte (51.).

Das Feuer war entfacht. Trier warf in dieser noch relativ frühen Phase der 2. Halbzeit alles nach vorne. Keine drei Zeigerumdrehungen später zappelte der Ball erneut im Netz der Gäste aus dem Saarland. Ein klassisches Durcheinander im Strafraum der Wiesbacher wusste schließlich Dominik Kinscher mit einem satten Schuss zu nutzen und brachte dieKugel im rechten unteren Toreck unter. Spiel gedreht. 2:1 für die Eintracht (54.)

Doch damit nicht genug. Jan Brandscheid steckte nur vier Minuten später sehenswert auf Sven König durch, der nicht lange fackelte und den gegnerischen Keeper umspielte, um aus kurzer Distanz zum 3:1 einzuschieben. (58.) Ein weiterer magischer Moment in unserem schönen Stadion.

Infolgedessen war die Gegenwehr der Hertha gebrochen und sie kamen nur in der Schlussphase durch einen Distanzschuss und durch eine ansehnlich herausgespielte Kombination zu zwei nennenswerten Abschlüssen, die jedoch beide vom starken Trierer Torhüter Wieszolek vereitelt werden konnten.

Die Eintracht übernahm die Spielkontrolle und bekam durch den Schuss des eingewechselten Dylan Esmel noch die Möglichkeit, auf 4:1 zu erhöhen. Sein technisch starker Schuss landete jedoch am Außenpfosten.

Nach einer schwachen ersten Hälfte bewiesen die Männer mit der Porta auf der Brust ein weiteres Mal ihre Kämpferqualitäten. Binnen 8 Minuten wurde aus dem 0:1-Rückstand eine 3:1-Führung. Das stimmungsvolle Moselstadion peitschte ihr Team pausenlos nach vorne und feierte die Mannschaft auch nach Abpfiff minutenlang. Durch den Sieg, der parallel in Mainz gastierenden Wormser wurde der direkte Aufstieg zwar verpasst, aber mit diesem Publikum ist in der Aufstiegsrunde gegen die Stuttgarter Kickers und Eintracht Stadtallendorf alles möglich.

Eintracht-Trier: Wieszolek – Kaluanga, Thayaparan, R. Garnier, Heinz – Fischer (46. Debrah) – Amberg (43. Wimmer), Roth, Kinscher (78. Kahyaoglu), König – Brandscheid (70. Esmel)

Hertha Wiesbach: Blankenburg – Paulus, Blaß, Staroscik, Runco – Sellentin (80. Mattick), Bidot, Simon – M’Passi (88. Poller), Mittermüller (62. Yilmaz), Taghzoute

Tore: 0:1 Mittermüller (43.), 1:1 Brandscheid (51.), 2:1 Kinscher (54.), 3:1 König (58.)

Schiedsrichter: Jan-Erik Breuer

Zuschauer: 4053

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