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Albert Hamm – seit 46 Jahren im Dienst der Eintracht

Hier regiert Albert Hamm – sein Wirkungsfeld ist der Innenraum, der Bereich vor den Trainerbänken und dem Spielertunnel.  Nun schon seit 46 Jahren ist er als treuer Eintracht-Helfer im Einsatz. Jetzt wurde der 80-Jährige mit dem Ehrenbrief des Fußballverbands Rheinland ausgezeichnet.

Albert, schon so lange bei der Eintracht – wie hat es angefangen?

Mit der zweiten Mannschaft der Eintracht 1966, damals zweite Amateurliga (vierte Liga). Ich bin von meinem Heimatverein SV Aach dorthin gewechselt. Es war damals üblich, dass die Spieler der Zweiten überall ausgeholfen haben, wenn die Erste gespielt hat.

Wie lange bist Du in offizieller Funktion tätig?

Mit Beginn der Zweitligazeit 1976 war ich zuständig für die Katakomben und die Coaching-Zone, später auch als Schiedsrichterbetreuer und in anderen Funktionen – immer unentgeltlich.

An welche Gästetrainer  erinnerst Du Dich spontan?

An Otto Rehhagel, Dieter Hecking, Erich Ribbeck, Winnie Schäfer. Mit ihnen habe ich mich besonders gut verstanden.  Es gab auch sonst immer einen guten Kontakt zu unseren Gästen.

Und bei der Eintracht?

Spontan fallen mir da Adrian Kevric, Arno Michels oder Torge Hollmann ein.

Wie ist das Verhältnis zu den Schiedsrichtern?

Sehr gut. Mit Christian Dingert beispielsweise bin ich befreundet. Ich kannte und kenne alle Schiedsrichter. Immer gilt: Ich bin der offizielle Betreuer. Auch wenn es beim Abgang Proteste von der Tribüne hagelt, bleibe ich ruhig und freundlich und sage selbst nie etwas zu strittigen Situationen aus dem Spiel.

Was macht ein Schiedsrichterbetreuer im Detail?

Er empfängt das Team, zeigt ihnen die Örtlichkeiten, ist in der Pause und nach dem Spiel in der Nähe, zahlt die Reisespesen aus und begleitet sie nach dem Spiel bis zu ihrer Abreise.

Das heißt, ein Spiel dauert für Dich länger als 90 Minuten?

Immer. Zwei Stunden vor dem Anpfiff und zwei Stunden nach dem Abpfiff sind normal.

Du bist gerade 80 geworden. Gibt es keinen „Eintracht-Ruhestand“?

Eigentlich wollte ich mit 80 aufhören. Aber  ich glaube, das wird nichts….

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