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„Ein trauriger Tag“ – Urgestein Michael Dingels verlässt Eintracht Trier

Nach 16 gemeinsamen Jahren trennen sich in diesem Sommer die Wege von Eintracht Trier und seinem langjährigen Mannschaftskapitän Michael Dingels. Der Innenverteidiger, der in der abgelaufenen Saison wegen zahlreicher Verletzungen nur zu zwei Oberliga-Einsätzen kam, wird seinen am 30. Juni 2018 endenden Vertrag nicht verlängern.

„Heute ist ein trauriger Tag. Michael Dingels war hier anderthalb Jahrzehnte lang Identifikationsfigur, Leistungsträger und Publikumsliebling. Wir haben bis zuletzt alles versucht, ihn im Verein zu halten. Leider konnten wir uns über eine gemeinsame Zukunft aber nicht einig werden“, kommentierte Eintracht-Vorstand Roman Gottschalk die Entscheidung des 32-jährigen Dingels, auch das letzte stark leistungsbezogene Vertragsangebot des Vereins für die kommende Saison abzulehnen. Am Mittwochabend hatte der beinharte Abwehrspieler den Klub in einem persönlichen Gespräch über die Entscheidung informiert.

„In Anbetracht von Michas Verletzungsgeschichte – insbesondere in den vergangenen beiden Jahren – konnten wir ihm zum Wohle des Vereins als Spieler leider nur einen sehr leistungsbezogenen Vertrag anbieten. Wir hätten ihn aber wahnsinnig gerne im Verein gehalten und haben ihm deshalb im Rahmen der Gespräche auch mehrfach die Position des Co-Trainers für die kommende Saison angeboten. Die Möglichkeit hat er leider nicht in Erwägung gezogen, weil er seine Karriere als Spieler fortsetzen möchte. Auch wenn ich für die Entscheidung vollstes Verständnis habe, ist es einfach unglaublich schade, dass Micha und Eintracht Trier in der kommenden Saison vorerst getrennte Wege gehen werden“, betont auch Geschäftsführer Torge Hollmann, der die Gespräche mit dem Eintracht-Idol wie folgt beschreibt: „Es war sehr emotional. Micha und Eintracht Trier haben sich 16 Jahre lange die Treue gehalten – da ist es logisch, dass die Gefühle jetzt eine große Rolle spielen.“

Nach seiner Zeit in der Eintracht-Jugend rückte Michael Dingels im Jahr 2005 zunächst in den Kader der zweiten Mannschaft auf, ehe er im Winter 2006 in die erste Mannschaft beordert wurde. Seitdem hielt der Abwehrspieler in unzähligen Spielen die Knochen für den Verein hin und führte die Blau-Schwarz-Weißen viele Jahre als Kapitän aufs Feld. Auch abseits der Platzes hat sich der Routinier immer vorbildlich verhalten und war so nicht nur wegen seiner vollen Identifikation mit dem Verein absoluter Publikumsliebling im Moselstadion.

„Wir wünschen Micha für seine hoffentlich noch lange und verletzungsfreie Fußballer-Karriere alles erdenklich Gute und den größtmöglichen Erfolg. Er wird einen gebührenden Abschied erhalten, dafür werden wir gemeinsam sorgen. Die Tür steht auch in Zukunft immer offen. Wir würden uns wünschen, dass er nach seiner aktiven Laufbahn zum Verein zurückkehrt – in welcher Funktion auch immer. Danke für deinen Einsatz, Micha!“, betont Vorstand Roman Gottschalk zum Abschied des Urgesteins.