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Den Druck hoch halten: Eintracht empfängt SV Saar 05

Nach dem witterungsbedingten Spielausfall in Eppelborn am vergangenen Wochenende greift Eintracht Trier am Sonntag endlich wieder ins Spielgeschehen ein. Der SVE empfängt am 26. Spieltag der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar den SV Saar 05 Saarbrücken im heimischen Moselstadion. Gegen den Tabellenletzten will das Team von Cheftrainer Daniel Paulus dann nicht nur den zehnten Sieg in Serie einfahren, sondern auch die ärgerliche 2:3-Niederlage aus dem Hinspiel wett machen.

Lediglich drei Mannschaften aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gelang in dieser Saison ein Sieg gegen Eintracht Trier. Neben den beiden Spitzenteams aus Homburg und Pirmasens komplettiert ausgerechnet Tabellenschlusslicht SV Saar 05 das aus SVE-Sicht unrühmliche Trio. Beim Hinspiel Anfang September fanden die Moselstädter viel zu spät in die Partie, konnten trotz ihrer ausgewiesenen Comeback-Qualitäten in der Schlussviertelstunde den zwischenzeitlichen 0:3-Rückstand nicht mehr drehen und mussten sich am Ende mit 2:3 geschlagen geben.

Seitdem hat sich viel getan. Der SVE hat durch eine inzwischen neun Spiele andauernde Siegesserie wieder den Anschluss an das Spitzenduo geschafft und könnte mit einem Sieg gegen die „Söhne Saarbrückens“ den Druck auf den Zweitplatzierten FK Pirmasens hochhalten. Anders die Entwicklung auf Seiten der Gäste: Anfang Februar verkündete der Klub seinen sicheren Rückzug aus der Oberliga zum Saisonende – unabhängig vom sportlichen Abschneiden wird der SV Saar 05 in der kommenden Spielzeit in der Saarlandliga an den Start gehen. Dass die Mannschaft des Trainerduos Timon und Eric Seibert deshalb die Punkte abschenkt, ist allerdings nicht zu erwarten. Erst im vergangenen Spiel trotzte der SV Saar 05 der TuS Mechtersheim auswärts einen Punkt ab (0:0). „Wir müssen mit einer ordentlichen Einstellung in die Partie gehen und uns voll reinhauen. So wie ich Saar 05 einschätze, werden die uns morgen nichts schenken. Außerdem haben wir aus dem Hinspiel noch etwas gut zu machen“, formuliert Eintracht-Chefcoach Daniel Paulus klare Erwartungen an sein Team.

Dafür, dass die drei Punkte dennoch in der ältesten Stadt Deutschlands bleiben, will hingegen Eintracht Trier sorgen. Die Blau-Schwarz-Weißen erwischten mit zwei Siegen aus den ersten beiden Partien nach Winterpause einen idealen Start ins Jahr 2018 und wollen im dritten Heimspiel in Folge die eigene Siegesserie auf zehn Partien ausbauen. Fehlen werden dabei ganz sicher die gesperrten Tim Garnier und Luca Sasso-Sant, die nach ihren Platzverweisen gegen Salmrohr (Garnier) und Jägersurg (Sasso-Sant) erst im kommenden Spiel wieder mitwirken dürfen. Routinier Adam Bouzid sollte nach seiner längeren Verletzungspause eigentlich wieder in den Kader zurückkehren, wird aber aktuell von einem Hexenschuss außer Gefecht gesetzt. Das Comeback von Saky Noutsos könnte sich ebenfalls noch verzögern. Der Spielmacher musste unter der Woche krankheitsbedingt mit dem Training aussetzen. Wegen einer heftigen Schulterprellung ist auch der Einsatz von Dauerläufer Kevin Heinz derzeit noch fraglich. „Das ist natürlich nicht ideal. Aber wir haben auch ohne die Ausfälle eine schlagkräftige Mannschaft und wollen unsere Serie unbedingt fortsetzen. Wenn wir die Tugenden auf den Platz bekommen, die wir auch in den letzten Spielen gezeigt haben, dann bin ich zuversichtlich“, bekräftigt Trainer Paulus, der, angesprochen auf den Patzer des Konkurrenten FK Pirmasens (0:2 gegen Diefflen), ergänzt: „Natürlich motiviert uns das zusätzlich. Es ist aber auch klar, dass wir uns davon nicht beeinflussen lassen. Wir wollen auf uns schauen und unser Spiel gewinnen!“

Anstoß im Moselstadion ist am Sonntag um 15:30 Uhr.

Foto: Sebastian Schwarz