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U19 stürmt mit einem 4:2 Sieg an die Tabellenspitze

Wie das Wetter so die Eintracht! Die Jungs von Trainer Daniel Paulus erklimmen bei herrlichem Oktober Sonnenschein in einem umfangreichen Spiel gegen den SV Gonsenheim den Tabellengipfel und grüßen seit langer Zeit wieder von ganz oben vom Gipfel.

Bis man die Sonnstrahlen jedoch genießen konnte, war ein harter Aufstieg an steiler Wand nötig und bedurfte einer geschlossenen Seilschaft, um die Mainzer Vorstädter in die Knie zu zwingen. Des Weiteren einer guten Trägerkolonne aus Schott Mainz, welche diese schöne Aussicht am Gipfelkreuz ermöglichten. Schott Mainz besiegte zuhause den bisherigen Tabellenführer Saarbrücken mit 3:1 Toren. Damit hat die Eintracht zwei Punkte Vorsprung auf die Malstädter und es kommt am kommenden Mittwoch zum ersten von zwei aufeinanderfolgenden Gipfeltreffen. Zuerst reisen die Trierer Jungs zum FC nach Saarbrücken und am kommenden Sonntag zum SV Elversberg, der ebenfalls seine Steigeisen fest in der Wand hält. Zwei richtungsweisende Auswärtstouren, die den Wettlauf zum nächsten Gipfel eröffnen.

Das Spiel begann sehr temperamentvoll, da beide Teams direkt mit hohem Tempo marschierten. Es wurde gleich zu Beginn keinen Millimeter Polyamid auf dem Grün des Nebenplatzes des Moselstadions verschenkt. Gonsenheim gehörten die ersten Minuten und legten mit zwei Eckbällen los. Beide Teams waren hellwach und die Körpersprache stimmte. Man merkte sofort, dass dieses Spiel nicht langweilig werden würde. So war es dann auch in der 7. Spielminute, als Tim Garnier einen scharf getretenen Fischer Eckstoß zur frühen Führung der Eintracht unhaltbar einköpfte. Gerade Garnier war in dieser Zeit ein ständiger Unruheherd. Das Spiel ging schnell hin und her und die Jungs aus dem Mainzer Westen waren ein ebenbürtiger Gegner, der immer wieder versuchte, auf seine gefährlichen Spitzen Aliu und Marzi durchzustechen. Dadurch entwickelten sich sehr viele Zweikämpfe, in denen gerade Fionn Arns und Stephan Schuwerack souverän den Überblick behielten. „Heute war auf unsere Innenverteidigung in diesen unübersichtlichen Situationen absolut Verlass“, atmete Daniel Paulus erleichtert auf. Als dann Fionn Arns den Ball nach einer verunglückten Flanke mit unermüdlichem Einsatz sensationell in die Mitte brachte und Vincent Boesen mit einem Bogenlampenkopfball unhaltbar zum 2:0 vollstreckte, konnten die Eintracht Jungs beruhigt zum Pausentee schreiten. Bei den Gonsenheimern fiel die Halbzeitansprache erkennbar knapp aus und die Jungs kamen bereits nach wenigen Spielminuten wieder auf das Spielfeld zurück. Die Mainzer warfen nun alles nach vorne und drücken die Trierer in den kommenden Minuten in ihre eigene Hälfte. In der 53. Minute wurde Gonsenheim noch ein möglicher Handelfmeter verweigert, welcher ihnen dann zwei Minuten später aufgrund eines Foulspiels von Schuwerack an der Strafraumgrenze gewährt wurde. Aliu verwerte zum Anschlusstreffer kaltschnäuzig in die Mitte des Tores. Trier war keineswegs geschockt und übernahm wieder das Kommando und gewann an Sicherheit. Gonsenheim warf alles nach vorne, um den Ausgleich zu erzwingen und es wurde Zusehens ein Kampfspiel. Leider hatte hier der Schiedsrichter in manchen Situationen nicht das richtige Gefühl zur Situation. Harte Fouls von beiden Seiten blieb ungeahndet und es wurde teilweise sehr verworren und etwas Unzufriedenheit machte sich auf beiden Seiten breit. „Mit solchen Situationen muss man auch umgehen können, gerade wenn Entscheidungen aus unserer Brille schwer nachvollziehbar sind. Diese Herausforderung haben wir instinktiv souverän gemeistert. Das gehört zum Fußball dazu und es blieb alles noch im Rahmen. Es war ein schnelles Spiel und der Referee musste in Bruchteilen von Sekunden Entscheidungen treffen, was nicht immer leicht ist“, zeigt sich Co-Trainer Michael Fleck sehr besonnen. Lukas Servatius hielt in dieser Phase des Spiels besonders dagegen und mit seinem Einsatz brachte er dann auch die Vorentscheidung. Zuerst zischte ein Schuss aus 20 Metern knapp am Gehäuse vorbei. Kurz darauf tankte er sich mit einem Solo an Freund und Feind vorbei bis zur Grundlinie durch, legte exakt auf Gibriel Dakaroui auf und es stand 3:1. Das Spiel war kein Spiel für schwache Nerven, denn Gonsenheim gab nicht auf und erzielte in der 87. Minute nach einem Eckball durch Lars Hermann mit schönem Kopfball wieder den Anschlusstreffer. Gute Stimmung auf den Rängen war angesagt und Trier konterte in der Nachspielzeit zweimal vorbildlich. Zuerst wurde Tim Garnier nach schöner Einzelleistung und Foulspiel im Strafraum einen Elfmeter verweigert. Eine Minute später ertönte dann doch die Pfeife von Schiedsrichter Schyma, als Matthias Burg im 16er im 1/1 das Standbein weggezogen wurde. Tim Garnier ließ sich die Chance nicht entgehen und vollstreckte sicher zum 4:2 Endstand. Trainer Daniel Paulus kannte zu diesem Zeitpunkt schon das Ergebnis aus Schott Mainz und freute sich über den aktuellen Tabellen Snapshot: „Es freut mich unheimlich für meine Jungs und den Verein, dass seit 2005 wieder eine Trierer U19 den Platz den der Sonne inne hat. Ich denke wir haben heute gegen einen starken Gegner aufgrund der mehrheitlich gewonnenen Zweikämpfe verdient gewonnen. Das Kollektiv hat sich den Sieg vorbildlich erarbeitet. Wir wissen jedoch alle, dass es sich im Moment hierbei nur einen Schnappschuss handelt, welchen wir gerne genießen und annehmen. Jedes Spiel in dieser Liga muss aufwendig gespielt werden, und man wird einen langen Atem haben müssen, um diesen Platz am Ende zu verteidigen. Es wird noch mehrmals einen Wechsel an der Spitze geben. Da bin ich mir sicher. Wir erwarten hier getrost was kommen mag und wollen weiter das Bestes für unsere Eintracht geben. Die nächste Chance bekommen wir am Mittwoch in Saarbrücken und am kommenden Sonntag gegen Elversberg. Danach sehen wir weiter.“

Aufstellung: Matheo Raab – Stephan Schuwerack, Aaron Engeldinger, Ömer Kahyaoglu, Felix Fischer (85. Matthias Burg), Fionn Arns, Lukas Jakob – Lukas Servatius (76. Jonas Ercan), Gibriel Darkaoui (74. Nico Kieren) – Tim Garnier, Vincent Boesen (45. Daniel Littau)

Tore: 1:0 (7.) Tim Garnier, 2:0 (33.) Vincent Boesen, 2:1 (55.) Lirion Aliu, 3:1 (71.) Gibriel Dakaroui, 3:2 (87.) Lars Hermann, 4:2 (90.+4) Tim Garbier FE

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