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Mannheim siegt in Trier mit Cleverness

Eintracht Trier verliert das Traditionsduell gegen Waldhof Mannheim mit 0:2. Die Gäste aus der Kurpfalz zeigten dabei eine abgeklärte Leistung und grüßen nun von der Tabellenspitze. Trotz der zwei Gegentore war der SVE keineswegs chancenlos.

Vor dem Spiel galt das Aufeinandertreffen als Spitzenspiel. Diesem Stempel wurde die Partie auch sofort gerecht. Offensive war bei den Kontrahenten angesagt. In der Anfangsphase ging es auf dem Rasen hin und her. Chancen ergaben sich auf beiden Seiten. In der achten Minute startete der Mannheimer Guiseppe Burgio über die rechte Außenbahn durch, fand in der Mitte aber keinen Abnehmer. Nach anfänglichen Problemen in der Zentrale fand Eintracht Trier besser ins Spiel. Christoph Anton (10.) und Patrick Lienhard (13.) tauchten frei vor Torhüter Scholz auf, verfehlten das Tor jedoch. Dennis Gerlinger, der nach überstandener Oberschenkelverletzung zurück ins Team kehrte, hatte in der 20. Minute die beste Gelegenheit. Patrick Lienhard leitete das Leder artistisch im Fallen an Gerlinger weiter, der anschließend jedoch am Mannheimer Keeper scheiterte.

Mitten in der Trierer Drangperiode ging der Waldhof in Führung. Guiseppe Burgio verwandelte einem Schuss in die lange Ecke (20.), das Zuspiel kam von der linken Seite. „Da haben wir nicht clever agiert. Zuvor hatten wir drei Gelegenheiten ein taktisches Foul zu begehen. Dann wäre das Tor nicht gefallen“, monierte Eintracht-Trainer Peter Rubeck. Danach verflachte die Begegnung bis zum Pausenpfiff, ohne aber langweilig zu werden. Auf dem Feld war der Ball hart umkämpft und rassige Zweikämpfe prägten das Bild. Die Eintracht ging mit einem Rückstand in die Kabine, war aber alles andere als chancenlos.

Nach Wiederanpfiff startete der SVE besser. Ein Freistoß von Dennis Gerlinger (49.) prüfte den guten Torhüter Markus Scholz. Wenige Minuten später verfehlte der wuselige Patrick Lienhard das Tor aus spitzem Winkel nur knapp. Das Tor gelang erneut nur der cleveren Mannschaft. Diese war, wie schon in Halbzeit eins, Waldhof Mannheim. Philipp Förster tankte sich auf der rechten Seite in Richtung Grundlinie durch und fand in der Mitte Jannik Sommer, der Chris Keilmann im Trierer Tor keine Chance ließ (56.).

Trainer Peter Rubeck reagierte auf den Rückstand und wechselte offensiv. Daniel Hammel kam nach überstandenem Muskelfaserriss für Oliver Laux ins Spiel. Die Viererkette wurde für den zweiten Stürmer geopfert. Kurz darauf trennten die Trierer nur Zentimeter vom Anschlusstreffer. Dennis Gerlinger trat einen scharfen Freistoß aus 19 Metern, der hauchdünn über die Querlatte sauste (67.).  Aus dem Spiel heraus gelang der Eintracht anschließend wenig. Die erfahrene Waldhof-Defensive stand sattelfest: Kein Durchkommen für die Stürmer Hammel und Gerlinger. Die Eintracht konnte die Aufholjagd vom Saisonstart gegen Elversberg nicht wiederholen. Am Ende stand eine gerechte, aber um ein Tor zu hoch ausgefallene Niederlage. Waldhof zeigte eine reife und abgezockte Leistung, die die Favoritenrolle der Waldhöfer in dieser Saison unterstrich.

„Ich bin mit dem Auftreten nicht total enttäuscht. Aber es gab Szenen, mit denen war ich sehr unzufrieden. An diesen Dingen müssen und werden wir noch arbeiten. Mannheim hat hier heute absolut verdient gewonnen“, analysierte Peter Rubeck. „Wir werden jetzt aber nicht ins Tal der Tränen fallen und hart weiterarbeiten.“ Am kommenden Sonntag (14 Uhr) trifft die Eintracht im Auswärtsspiel auf die TSG Hoffenheim II.

Statistik:

Eintracht Trier: Keilmann – Fiedler, Laux (58. Hammel), Dingels, Müller – Gerlinger, Spang (79. Garnier), Telch, Anton – Lienhard – Koep (68. Bidon)

Waldhof Mannheim: Scholz –Mueller, Seegert, Fink, Mühlbauer – Balitsch –  Ibrahimaj , Förster (79. Sabah), Di Gregorio (53. Lindner), Sommer – Burgio (88. Haag)

Tore: 0:1 (20.) Burgio, 0:2 (56.) Sommer

Schiedsrichter: Patrick Kessel

Zuschauer: 2176

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