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Letztes Aufgebot gibt alles, verliert aber noch

Das war ein weiterer Tiefschlag im Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Rheinlandliga: Obwohl das letzte Aufgebot  aufopferungsvoll gekämpft und lange Zeit geführt hatte, unterlag Eintracht Trier II am Ende dem FV Engers mit 1:3.

Der von Edis Ramovic heraus geholte und von ihm verwandelte Foulelfmeter in der 84. Minute war der Wendepunkt in einer Partie, in der die deutlich ersatzgeschwächten Gastgeber lange Zeit die Führung aus der 30. Minute – der wegen Personalmangels mitspielende Trainer Daniel Lingfeld hatte im Anschluss an einen Eckball von der Strafraumgrenze aus getroffen – mit Glück und Geschick verteidigten.

Während auf Engerser Seite Keeper Dieter Paucken erkrankt passen musste,  Kapitän Raphael Bernard wegen Kniebeschwerden zunächst geschont wurde und beide somit die Ausfallliste der zweitbesten Rückrundenmannschaft verlängerten, waren die Nöte bei Trier II noch größer. Neben Coach Lingfeld (34) wirkte in der Schlussphase auch noch dessen Assistent Knut Budzisch (51) mit. Außerdem standen mit Andreas und Marc Lothar Schmidt zwei Ersatzspieler der A-Junioren in der Startformation. Im Sturm musste der etatmäßige Torwart Jerome Reisacher ran, für ihn rückte Standby-Schlussmann Daniel Kröhnert zwischen die Pfosten.

„Trier hat mit seinem letzten Aufgebot toll gekämpft. Trotzdem hätten wir schon in der ersten Hälfte eine unserer sehr guten Möglichkeiten einfach nutzen müssen. Dann wird es hier sicher ein ganz anderes Spiel“, sagte FVE-Trainer Sascha Watzlawik in seiner Analyse.

Alleine Ramovic hatte mehrfach die Chance, frühzeitig seinen 13. Saisontreffer zu markieren. Die klarste vergab er in der 28. Minute aus kurzer Distanz. Pech hatte Mario Schneeweis mit seinen gefährlichen Distanzschüssen (22., 24.). Kurz vor der Halbzeitpause scheiterte Sascha Kaiser per Kopfball auch noch an der Trierer Torlatte (45.) und parierte Kröhnert im Eins-gegen-Eins, als Goran Naric (45.+1) abgeschlossen hatte.

Auch im zweiten Durchgang diktierte Engers das Geschehen, verzeichnete ein klares Plus an Ballbesitz, gestattete der Trierer Regionalliga-Reserve aber mit oft allzu behäbig vorgetragenen Angriffen, sich meist rechtzeitig zu formieren.

Nach einer Stunde ums Haar das 2:0 – Reisacher traf nur den Pfosten. Auf der Gegenseite scheiterte Björn Kremer mit einem sehenswerten Seitfallzieher am Pfosten (64.). Naric fand dann nach einem Konter im reaktionsstark haltenden Kröhnert seinen Meister (71.).

Der zum Ausgleichstreffer führende Strafstoß war überaus umstritten. „Ramovic hat den Kontakt gesucht und ist in mich hinein gelaufen“, monierte „Übeltäter“ Gianluca Bohr hinterher die Entscheidung  des französischen Austauschschiedsrichters Raphael Becker.

Das Team von Sascha ließ nicht locker, bei Trier II war nun  die Kraft weg und die Moral gebrochen. Mit einem Traumtor vom linken Strafraumeck in den rechten  Torwinkel machte der eingewechselte Bernard das 1:2 (90.). In der Nachspielzeit vollendete Ramovic nach Zuspiel von Kaiser zum 1:3 (90.+2).

„Wirklich schade. Die Jungs haben alles gegeben. Kompliment auch den Jungs aus der A-Jugend, die uns zur Verfügung standen. Sie haben sich hier toll präsentiert“, bilanzierte „Co“ Budzisch.

Dienstag, 5. Mai, 20 Uhr, kommt es nun zum Heim-Nachholspiel gegen die TuS Koblenz II.

Statistik:

Aufstellung Trier II: Kröhnert – Ibrahimi, Bohr, Sehovic, Vardic – Andreas Schmidt, Kader Touré, Aboubacar Touré (89. Budzisch), Lingfeld – Marc Lothar Schmidt, Reisacher.

Aufstellung FV Engers 07: Da Palma – Merkler (81. Tarlan), Splettstößer, Lücker, Freisberg –Kremer, Schneeweis (73. Bernard), Kaiser, Fiege – Ramovic, Naric.

Schiedsrichter: Raphael Becker (Creutzwald/Frankreich)

Zuschauer: 30

Tore: 1:0 Lingfeld (30.), 1:1, 1:3 Ramovic (Foulelfmeter, 84.; 90.+2), 1:2 Bernard (90.)

Fotos: Nicole Schmitz

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