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Starkes Spiel der U15 – Sogar ein Sieg war möglich

 Auf dem Rasen des Nebenplatzes im Moselstadion gab es am Samstagnachmittag ein tolles Spiel in der C-Junioren-Regionalliga Südwest. Nach einer starken Leistung unterlag die U15 des SV Eintracht Trier 05 unglücklich mit 3:4 (0:2) gegen den Tabellendritten 1. FSV Mainz 05 mit dem Rekordsturm der Liga (95 Tore). Da war mehr drin …

Es entwickelte sich ein gutes Regionalliga-Spiel mit einem hochspannenden Verlauf. In der 4. Minute schoss Mainz zum ersten Mal auf das Trierer Tor. Der Ball wäre links oben eingeschlagen, wenn nicht Torhüter Tim Stemper ihn mit einer sensationellen Parade aus dem Winkel geholt hätte. Quasi im Gegenzug drang mit Leo Gombert erstmals der SVE in den Strafraum der Rheinhessen ein, doch noch sprang nichts Zählbares heraus. In der 8. Minute setzte Laurenz Erschens den ersten Schuss auf den Kasten des FSV, jedoch ging der Ball über das Tor.

Fynn Martin dribbelte in der 12. Minute von links in den Strafraum, doch seinen Schuss auf die linke untere Ecke konnte der Mainzer Torhüter parieren. Die Abwehr um die Innenverteidiger Pascal Güth und Adrian Ziewers stand gut, so dass der zweite Mainzer Torschuss erst in der 20. Minute (!) als Bogenlampe am Trierer Tor vorbeiging. Und wieder eine Chance für Trier. In der 23. Minute drang Marius Heck von links in den Strafraum ein, wurde geschubst, er verlor das Gleichgewicht und sein Schuss ging so am Tor vorbei. Nicht wenige Zuschauer – auch Mainzer – hatten hier ein elfmeterreifes Foul gesehen.

Ein „Tor aus dem Nichts“ führte zum 0:1 in der 25. Minute. Ein Trierer Angriff wurde abgefangen, die Flanke flog von links vor das Trierer Tor und der Mainzer Albayrak verlängerte den Ball so, dass Tim Stemper zwar noch dran kam, der Ball aber trotzdem seinen Weg in die rechte untere Ecke des Tores fand. Die auch bei Betrachtung ohne „Trierer Brille“ unverdiente Führung für den FSV Mainz 05. Nur drei Minuten später fast der Ausgleich. Pass von links in den Mainzer Strafraum in der 28. Minute, aus ca. 15 m zog Laurenz Erschens ab und traf den rechten Innenpfosten, doch der Ball sprang zurück ins Feld. Das 1:1 hätte den Jungs des SVE sicher weiteren Schub gegeben …

In der 32. Minute eine schöne Kombination der Rheinhessen und ein langer Ball fand wieder Albayrak, der von einem Innenverteidiger verfolgt allein auf das Tor zulief und sicher zum 0:2 versenkte. Die Mainzer führten nach zwei Toren aus drei Chancen zur Halbzeit mit 0:2. Das Trainerteam mit Herbert Herres und Arno Kömen schwor die Mannschaft in der Kabine ein, weiter alles zu geben („Wenn Ihr das 1:2 macht, ist hier etwas möglich …“).

Der SVE steckte nicht auf, spielte und kämpfte. Der Lohn: Das 1:2 in der 53. Minute. Der Mainzer Abwehrspieler Najda schoss unter dem Druck dreier ihn angreifender Eintrachtler am heraus gelaufenen Torhüter der 05er unglücklich vorbei und der Ball rollte langsam ins Tor der Mainzer. Riesenjubel beim Trierer Anhang. Sollte hier etwas gehen?

Nur eine Minute danach schoss Leo Gombert nur knapp am Tor vorbei. Doch dann folgte die kalte Dusche für den SVE durch einen Mainzer Doppelschlag. Zunächst bekam der Mainzer Albayrak den Ball, er umdribbelte drei Trierer Spieler, Adrian Ziewers grätschte ins Leere und Albayrak setzte den Ball absolut ruhig und sicher in die rechte untere Ecke des Trierer Tores: Das 1:3 in der 60. Minute. Und in der 62. Minute nahm wieder Albayrak den Ball in stark abseitsverdächtiger Position an und netzte über den Innenpfosten zum 1:4 mit seinem vierten Tor ein. Dieser Spieler (Trainer Herbert Herres nach dem Spiel: „Der könnte schon fast bei den Senioren mitspielen …“) war am Samstag nicht zu stoppen.

Der Mainzer Sieg war nun für dessen Fans nur noch eine Frage der Höhe. Doch der FSV hatte seine Rechnung ohne den SVE gemacht. Der spielte weiter nach dem Motto „Jetzt erst recht!“.

Eine Minute nach dem 1:4 drang Leo Gombert bei einem Angriff in den Strafraum der Mainzer ein und wurde unsanft von den Beinen geholt. Der sichere Schiedsrichter Marco Kees entschied sofort auf Elfmeter. Jannik Grün verwandelte diesen sicher zum 2:4 in der 63. Minute.

Und die U15 des SVE marschierte weiter. Pascal Güth scheiterte mit einem Schuss aus kurzer Distanz am Mainzer Keeper, der zur Ecke klärte. Diese landete auf Umwegen bei Leo Gombert, der von links auf das Mainzer Tor zulief und abgeklärt zum 3:4 in der 65. Minute einschoss.

Die Eintracht rannte während der letzten Minuten gegen das Mainzer Tor an und versuchte alles. Der Schiedsrichter zeigte 3 Minuten Nachspielzeit an, doch es wurden über 5 Minuten. Der schon während des Spiels sehr oft laute Mainzer Trainer forderte mehrfach den Abpfiff. Ein Zeichen für die Nervosität des Favoriten.

Leider konnte in diesen Schlussminuten nichts Zählbares mehr für den SVE verbucht werden. Es blieb bei der 3:4 (0:2)-Niederlage eines mehr als engagierten Trierer Teams, das alles gegen den FSV Mainz 05 gegeben hatte und ohne Respekt vor dem haushohen Favoriten spielte. Das Hinspiel hatte man noch mit 0:10 verloren …

Trainer Arno Kömen meinte nach dem Spiel: „Das war heute mehr als unglücklich aus unserer Sicht. Mainz war heute schlagbar. Wir haben das richtig gut gemacht und an der Leistung in Elversberg angeknüpft. Wir hatten Superchancen, z. B. den Pfostenschuss. Im Strafraum des Gegners waren wir oft nicht clever genug. Auch einen Elfmeter haben wir nicht bekommen. Normal mussten wir dieses Spiel nach Hause fahren. Der Mittelstürmer der Mainzer war während des ganzen Spiels nicht in den Griff zu bekommen. Leider hat sich die Mannschaft nicht selbst belohnt. Wir wollen den nächsten Schritt am Sonntag bei den Spfr Eisbachtal machen. In der Woche wollen wir noch trainieren, die kleinen individuellen Fehler abzustellen. Wir lassen hinten wenig zu, haben einen guten Spielaufbau und spielen nach vorne gut, belohnen uns aber nicht. Das müssen wir noch ändern …“

Es spielten gegen Mainz 05: Tim Stemper (Tor) – Maximilian Palms, Pascal Güth, Adrian Ziewers, Jannik Nosbisch – Laurenz Erschens (ab 50. Jordy Kinss), Jannik Grün – Veron Pandozzi (ab 67. Luca Eichner), Fynn Martin (ab 31. Lorenz Schmitt), Leo Gombert – Marius Heck

Tore: 0:1, 0:2, 1:3, 1:4 Albayrak (25., 32., 60., 62.), 1:2 Najda (53., ET), 2:4 Grün (63., FE), 3:4 Gombert (65.)

Schiedsrichter: Marco Kees (SV Eintracht Irsch)

Gelbe Karten – SVE: P. Güth (47.), FSV Mainz: N. Gereke (68.)

Zuschauer: 80

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