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Salmrohr-Bezwinger hat KSC-Urgestein als Coach

Aufwärtstrend gestoppt: Nach zwischenzeitlich vier Siegen in Serie unterlag der FC Nöttingen zuletzt mit dem 0:1 in Saarbrücken und dem 1:4 gegen den 1. FC Kaiserslautern II zwei Mal. Zuvor reicht es beim 3:3 gegen Waldhof Mannheim nach einer 3:0-Halbzeitführung nicht zum Dreier.
Beim FCS sah man sich durch einen unberechtigten Handelfmeter kurz vor Schluss um den Lohn  der Mühen gebracht. Eine klare Sache war es dann am Freitag gegen die Zweitliga-U23 vom Betze: Bereits im ersten Durchgang zeigte sich der FCK II enorm effektiv und machte aus drei Chancen zwei Treffer. Auch im zweiten Abschnitt ließ man hinten fast nichts anbrennen und erhöhte selbst noch zum 3:0. Den Anschlusstreffer kurz vor Schluss durch Leutrim Neziraj neutralisierte Daniel Hammel mit seinem zweiten Treffer postwendend.
Den verdienten Sieg der kleinen Roten Teufel musste auch Michael Wittwer anerkennen. Der heute 48-Jährige war zu seiner aktiven Zeit zwölf Spielzeiten lang für den Karlsruher SC tätig. Alleine 125 Mal kickte er für die Fächerstädter in der Bundesliga. Danach schrieb er wichtige Kapitel der Vereinsgeschichte des erst 1957 gegründeten FC Nöttingen mit:  In der Saison 2000/01 wechselte er in den Remchinger Ortsteil zum damaligen Verbandsligisten und stieg dort 2002 in die Oberliga Baden-Württemberg auf. Als Spielertrainer feierte Wittwer 2004 den Aufstieg in die damals noch drittklassige Regionalliga Süd, die der Klub aus Nordbaden aber nach nur einer Saison wieder verlassen musste. Nachdem er als Coach zurück zum KSC gekehrt und dort unter anderem Co-Trainer der zweiten Mannschaft und U18-Coach war, kam er 2010 wieder ins nur wenige Kilometer entfernte Nöttingen.
Dort schaffte Wittwer mit dem FCN vergangene Saison im Nachsitzen die Rückkehr in die allerdings jetzt nur noch viertklassige Regionalliga: In den Play-Offs gegen den Zweiten der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar vom FSV Salmrohr gewann der Baden-Württemberg-Dritte (Der TSV Grunbach hatte zurück gezogen) nach dem 0:0 im Hinspiel das Retourmatch mit 1:0.
Eine wichtige Rolle bei der Umsetzung des Ziels „Klassenverbleib“ kommt Michael Schürg zu. Ehe er in Salmrohr das entscheidende Tor machte, hatte sich der 30-jährige Stürmer bereits mit 28 Treffern die Torjägerkanone in der Oberliga Baden-Württemberg gesichert. Der Offensivspieler hat höherklassig bereits Erfahrung gesammelt, spielte für Darmstadt, Ulm und Worms in der Regionalliga sowie für die Stuttgarter Kickers in der Dritten  Liga. Auch dort bewies er seine Torgefährlichkeit. Im bisherigen Saisonverlauf hat es Schürg immerhin auf elf Treffer gebracht.
Parallel zum Sportlichen arbeitet man zwischen Karlsruhe und Pforzheim auch an der infrastrukturellen Verbesserung.  Dass Coach Wittwer gegen Ende der Winterpause von einer „noch nie so guten Vorbereitung“  sprach, hat einen handfesten Grund: Dank des neuen Kunstrasens fielen kaum eine Trainingseinheit oder ein Spiel aus.
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