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Nebe, Klöppner & Co. wollen drei Teams hinter sich lassen

Ein ganz niedriger Etat, zahlreiche Spielerabgänge vor der Saison, seinerzeit als Vorletzter gerade noch so den Klassenverbleib geschafft: Trotz dieser widrigen Umstände macht man sich beim KSV Baunatal auch heuer Hoffnungen, das Ticket für eine weitere Runde in der Regionalliga Südwest zu lösen.

Zuletzt gab es zwar ein glattes 0:4 beim 1. FC Saarbrücken und wurde auch die jüngste Begegnung im heimischen Parkstadion trotz sehr ansprechender Leistung gegen den 1. FC Kaiserslautern II mit 0:1 verloren – wie man Favoriten zu Fall bringen kann, bewiesen die Nordhessen aber schon im ersten Spiel nach der Winterpause mit dem 2:0 gegen Waldhof Mannheim.

Aktuell belegt Baunatal mit 16 Punkten den 16. Platz. „Als Abstiegskandidat müssen wir natürlich spekulieren. Realistisch ist, dass wir drei Mannschaften hinter uns lassen. Dafür werden wir alles tun“, kündigte Tobias Nebe, der das Team gemeinsam mit seinem Spielertrainerkollegen Tobias Klöppner coacht, unlängst in der „Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen“ an. Hier sagte Nebe, dessen Vater Willi einst beim großen Nachbarn KSV Hessen Kassel in der Zweiten Bundesliga spielte und aktuell sportlicher Leiter in der VW-Stadt ist, auch: „Falls es nur drei Absteiger gibt, glaube ich an den Klassenerhalt. Die Absteiger könnten dann Koblenz, Zweibrücken, und Pirmasens heißen. Nur bei vier oder gar fünf Absteigern hätten wir keine Chance mehr.

Seinen Teil zum Klassenverbleib beitragen soll auch der einzige Winter-Neuzugang Roger Thompson. Der 22-jährige Kanadier aus Toronto, der zuletzt für den finnischen Erstligisten IFK Mariehamn aktiv war und nun als Innenverteidiger die Abwehrkette des KSV bestückt, kam über seinen bereits in Baunatal kickenden Freund Tristan Watson nach Nordhessen.

KSV-Trainer Tobias Nebe hatte den Neuen schon einige Male im Training beobachtet und war direkt sehr vom U23-Nationalspieler angetan. „Ich habe sofort gesehen, dass Roger ein sehr guter Fußballer ist und hoffe nun natürlich, dass er uns beim Kampf gegen den Abstieg helfen wird.“

Trotz der Volkswagenwerke, die in Baunatal 16000 Menschen beschäftigen, schwimmt der KSV keinesfalls im Geld, kann aber durchaus mit anderen Trümpfen punkten. Durch die millionenschweren VW-Gewerbesteuerabgaben an die Stadt verfügt der Verein über eine ausgezeichnete Infrastruktur. “Unsere Trainingsbedingungen sind bundesligatauglich”, weiß der sportliche Leiter Willi Nebe. Auch die kostenfreie Nutzung des rund 9.000 Zuschauer fassenden Parkstadions ist ein weiteres Zubrot der sportbegeisterten Kommune im Landkreis Kassel.

Der „Kultur- und Sportverein“ aus der knapp 28.000 Einwohner zählenden Stadt  ist übrigens der größte  nordhessische Klub mit rund 6.200 Mitgliedern, die in 32 Abteilungen über 40 verschiedene Sportarten betreiben.

Bislang gab es neun Aufeinandertreffen mit dem SVE: Im Hinspiel unterlag die Eintracht trotz 1:0-Führung noch mit 1:3, in der Vorsaison war man noch klar mit 3:0 in Baunatal siegreich. Im Retourmatch im Moselstadion hieß es nach 90 Minuten 1:1. In den geneinsamen Jahren in der Zweiten Bundesliga Süd von 1976 bis ´79 hatte Trier zwei Mal und Baunatal drei Mal die Nase vorn. Einmal wurde unentschieden gespielt.

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