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Die Überraschung bleibt aus

Die erhoffte Überraschung im Derby an der Kaiserlinde blieb aus. Am Ende setzte sich Aufstiegsfavorit Sportvereinigung 07 Elversberg wenn auch nur knapp mit 2:1 (2:0) gegen den weiter um den Klassenverbleib kämpfenden SV Eintracht Trier durch. Dabei hatte die Startphase vor 1012 Zuschauern unter keinem guten Stern für die Gäste von der Mosel gestanden…

Bereits in der dritten Minute kam der Drittligaabsteiger, bei dem die Ex-Eintrachtler Matthias Cuntz und Jerry Karikari im Mittelfeld von Beginn an ran durften, zum 1:0: Sebastian Mannström – ein Angreifer mit Champions-League-Erfahrung, der im Winter vom finnischen Topklub HJK Helsinki gekommen war, nahm aus 22 Metern Maß – und nagelte den Ball unter die Latte des Trierer Tores. Da gab es für Chris Keilmann aber auch gar nix zu halten!

Schon nach neun Minuten der nächste Rückschlag: Ausgerechnet Kapitän Michael Dingels musste mit einer auch kurz nach dem Spiel noch nicht näher diagnostizierten Knieverletzung vom Feld. Für ihn kam Stefan Thelen.

Das Team von Cheftrainer Peter Rubeck wehrte sich, versuchte auch immer wieder offensive Akzente zu setzen. Ein weiteres Tor fiel aber kurz vor der Pause auf der anderen Seite: Robin Koch brachte Mijo Tunjic im Strafraum zu Fall – eine sehr umstrittene Entscheidung des Unparteiischen Stefan Faller, schließlich soll der Elversberger zuvor ein Handspiel begangen haben. Der Gefoulte schoss selbst und verwandelte nach einigen Protesten der aufgebrachten Trierer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum 2:0.

Elf Minuten nach dem Seitenwechsel gab es dann auch einen Elfmeter für das Team mit der Porta auf der Brust: Thomas Birk hatte Christoph Anton geschubst. Rudy Carlier trat an, scheiterte aber an Elversbergs Schlussmann Morten Jensen.

Doch der SVE zeigte Moral – und kam in der 83. Minute zum 2:1 durch Carlier, der eine Freistoßvorlage des erstmals in der Regionalligamannschaft der Eintracht eingesetzten Eigengewächses Till Hermandung verwertete. Zu mehr reichte es aber für die Eintracht, bei der neben den langzeitverletzten Holger Lemke, Christoph Buchner und neuerdings Ugur Albayrak auch Milorad Pekovic (Hüftverletzung) und Romas Dressler (Rückenprobleme) fehlten, nicht mehr.

Jetzt geht es für den SVE in die Vollen – in den nächsten fünf Partien warten ausnahmslos Teams, die ebenfalls noch in den Abstiegskampf verwickelt sind. Sehr wichtig wäre nun zunächst am kommenden Samstag, ab 14 Uhr, im Heimspiel gegen den KSV Baunatal ein Dreier. Damit trifft der Fünftletzte der Regionalliga-Südwest-Tabelle auf den Drittletzten.

Coach Rubeck war hinterher besonders mit der zweiten Hälfte zufrieden: „Darauf können wir absolut aufbauen. Die Jungs haben nochmal alles probiert und Elversberg am Ende ins Schwitzen gebracht. Immer muss man auch im Hinterkopf haben, dass unser Kader zum Großteil aus U23-Spielern bestand, viele davon sind in den eigenen Reihen ausgebildet. Till Hermandung etwa hat das bei seinem Debüt sehr ordentlich gemacht und sich seinen Einsatz durch tolle Trainingsleistungen redlich verdient. In den nächsten Spielen steht jetzt sehr viel für uns auf dem Spiel. Gemeinsam mit unseren Fans, die uns auch in Elversberg großartig unterstützt haben, wollen wir diese Aufgaben angehen.“

Statistik:

SV Elversberg: Jensen –Kohler, Maek, Wenzel, Birk – Nagel, Karikari, Cuntz (46. Pinheiro), Nicu – Mannström (59. Celik, 90. Feisthammel), Tunjic

Eintracht Trier: Keilmann – Hollmann, Dingels (9. Thelen), Koch (76. Fiedler), Stevens – Anton, Spang (63. Hermandung), Dündar, Gomis – Garnier, Carlier

Tore: 1:0 Mannström (3.), 2:0 Tunjic (45.+2, Foulelfmeter), 2:1 Carlier (83.)

Schiedsrichter: Stefan Faller (Karlsdorf-Neuthard)

Besonderes Vorkommnis: Jensen hält Foulelfmeter von Carlier (56.)

Zuschauer: 1012

 

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